Tillich setzt sich für generationengerechte Gesellschaft ein

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat sich heute auf dem 9. Deutschen Seniorentag in Leipzig in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine generationengerechte Gesellschaft eingesetzt: „Wir arbeiten dafür, dass Sachsen in Deutschland allen Generationen eine gute Heimat ist und werden einen neuen, funktionierenden Konsens zwischen den Generationen herstellen. Dazu haben Bund, Länder und Kommunen seit der Friedlichen Revolution vor 20 Jahren 1,46 Milliarden Euro in den Ausbau der Heiminfrastruktur in Sachsen investiert. Wir wollen den Menschen ein aktives Altern in Gesundheit, Autonomie und Mitverantwortlichkeit ermöglichen. Deshalb schätzen wir auch, dass die ältere Generation aktiv an Gesetzesvorhaben wie dem Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetz, in der Altenhilferahmenplanung und vielen anderen Vorhaben mitwirkt. Unser Ziel ist eine verbesserte Lebensqualität der Seniorinnen und Senioren in der gesamten Gesellschaft.“

Tillich sagte in seinem Grußwort weiter, der Freistaat Sachsen sei genauso wie große Teile Ostdeutschlands ein Laboratorium für die demografische Entwicklung der gesamten Bundesrepublik. „Lösungen, die wir hier finden, können mit zehn oder 20 Jahren Verzögerung Vorbild für die gesamte Republik sein. Aus diesem Vorsprung ergibt sich die Chance Vorreiter zu sein und neue Dienstleistungen und Produkte für die ältere Generation zu entwickeln.” Die demografische Entwicklung sei auch Ausdruck davon, dass die Menschen dank moderner Medizin und hervorragender Gesundheitsversorgung immer älter werden und sich dabei zunehmend ihre gute Konstitution bewahren können. Das Wissen Älterer sei ein Schatz, von dem die Gesellschaft profitiere. So werde zum Beispiel das Expertenwissen von Fachleuten, die seit Jahrzehnten im Job seien, von den Betrieben geschätzt. Viele Senioren engagierten sich ehrenamtlich in Vereinen, organisierten Veranstaltungen oder betreuten Jugendliche – ohne die engagierten Älteren sei das Ehrenamt in Deutschland kaum denkbar.

Jeder dritte Sachse wird 2020 älter als 65 Jahre sein und die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre wird bis dahin um fast fünf Prozent steigen.
Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei


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