Tillich: Schulen und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten, um jungen Menschen möglichst klare und realistische Vorstellungen über ihr späteres Berufsleben zu vermitteln

Die Sächsische Staatsregierung und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Sachsen haben eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung geschlossen. Die Vereinbarung wurde von Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Karl-Peter Fuß, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen, unterzeichnet.

Ziel ist es, mit der Vereinbarung die Berufs- und Studienorientierung an den allgemeinbildenden Schulen besser zu koordinieren sowie die Wirtschaft als zentralen Akteur im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung zu gewinnen.

„Unsere sächsischen Unternehmen sind auf qualifizierte Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen angewiesen. In ihrer späteren Berufswahl will Sachsen seine Schülerinnen und Schüler frühzeitig unterstützen und beraten. Dieser Tatsache tragen wir mit dieser Kooperationsvereinbarung Rechnung. Unser Ziel ist es, dass Schulen und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten, um jungen Menschen möglichst klare und realistische Vorstellungen über ihr späteres Berufsleben zu vermitteln“, so Tillich.

Die Vereinbarung stärkt das gemeinsame Anliegen der Vertragspartner, die Berufswahlkompetenz und Ausbildungsreife der sächsischen Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu verbessern. Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit werden vor Ort in den Schulen präsent sein, um umfassend über Ausbildungs- und Studienplätze zu informieren. Sie geben Auskunft über die Anforderungen, die Zukunftsfähigkeit und auch den Fachkräftebedarf im angestrebten Beruf und auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Ebenfalls geplant sind im Wege dieser Zusammenarbeit regelmäßige Gespräche mit Eltern, Schülern und Lehrern, Informationsveranstaltungen in den Berufsinformationszentren, Bewerberseminare und Gruppenveranstaltungen, um alle Beteiligten für das Thema Berufsorientierung und Berufsberatung zu sensibilisieren. Dazu stehen Experten der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. „Mit diese konzertierten Aktion der Sächsischen Staatsregierung und der Bundesagentur für Arbeit bündeln und koordinieren wir zum ersten Mal Angebote und Aktivitäten aller Beteiligten, um jungen Leuten einen erfolgreichen Übergang in das Arbeitsleben zu ermöglichen“, erklärte Tillich in Dresden. „Wir wollen die Schüler motivieren, sich weit vor Beginn der Ausbildung intensiv mit ihrem Berufswunsch und dem späteren Berufsalltag zu beschäftigen. Mit der Zusammenarbeit wollen wir die Zahl der Ausbildungs- und Studienabbrecher weiter minimieren – keiner soll zurückbleiben.“

Beide Partner haben vereinbart, die vorhandenen Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung effektiver zu koordinieren sowie die Abstimmung zwischen regionalen Akteuren wie Behörden, Bildungseinrichtungen und Unternehmen zu verbessern. Sachsens Schüler haben bereits heute die Möglichkeit, ihre Teilnahme an berufsorientierenden Maßnahmen mit Hilfe des „Berufswahlpasses“ zu dokumentieren. Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung werden ökonomische Bildung und Berufsorientierung im Unterricht verstärkt und die Eltern intensiver in den Prozess der Berufs- und Studienorientierung eingebunden. Zur Bewertung des Standes der Berufs- und Studienorientierung dient das Sächsische Qualitätssiegel. „Hier haben wir auch die sächsischen Unternehmen im Blick, die auf gut ausgebildete Schulabgänger angewiesen sind. Die Schulabgänger selbst sollten sich umfassend über ihren künftigen Beruf informieren und sich flexibel an Bedarf und Angebot auf dem Arbeitsmarkt orientieren“, so der sächsische Regierungschef.
Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei


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