Beiträge auf sorben.org zum Thema Stanislaw Tillich

Tillich: „In Sachsen werden die Solidarpaktmittel zukunftsorientiert eingesetzt“

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute in einem Vortrag vor dem Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen-Lippe (IHC) in Bielefeld die Notwendigkeit einer Weiterführung des Solidarpaktes bis 2019 betont. „Wir brauchen diese Förderung. Unser Ziel ist es aber, danach auf eigenen Beinen zu stehen. Wenn wir das hinbekommen, wird die gesamte Bundesrepublik davon profitieren. Das wird Kraft kosten, aber es ist möglich“, sagte der Ministerpräsident vor den Mitgliedern und geladenen Gästen des IHC.

Um dieses Ziel zu erreichen, setze der Freistaat den Schwerpunkt auf Forschung und Bildung. Sachsen unterstütze die Unternehmen bei Innovationen und der Ausbildung exzellenter Fachkräfte. Auch der Weiterentwicklung der Hochschulen räume die Sächsische Staatsregierung einen hohen Stellenwert ein, so Tillich. „Ab 2019 wird es bei der Frage nach solidarischer Förderung nicht mehr um Ost oder West gehen. Stattdessen wird die Frage, wo eine schwache deutsche und wo eine wirtschaftlich starke deutsche Region liegt, in den Vordergrund rücken“, sagte Tillich.

In seinem Vortrag über die gesamtdeutsche Solidarität sprach Sachsens Regierungschef aber auch das bisher Erreichte an: „Wir in Sachsen haben eigenverantwortlich und mit Leistungswillen etwas aus der deutschen Solidarität gemacht. Wir haben etwas aufgebaut, das anfängt, sich selbst zu tragen. Wir wollen in Sachsen in den nächsten Jahren weiter aufholen und durch wirtschaftliche Stärke ganz Deutschland etwas zurückgeben.“

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Neujahrsansprache 2010 von Ministerpräsident Stanislaw Tillich

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Stanislaw Tillich

Sachsen ist ein starkes Land. Wir Sachsen sind selbstbewusst, und das zu recht. Wir stehen am Anfang des Jahres 2010. Wir blicken nach vorn. Was macht die Sachsen aus? Wenn früher die sächsischen Bergleute in den Stollen eingefahren sind, war eines wichtig: Sie mussten sich aufeinander verlassen können. Da war nicht das „ich“, sondern das „wir“ entscheidend.

Diese Solidarität, der Wille, gemeinsam ein Ziel zu erreichen, ist typisch sächsisch – das zeichnet uns heute noch aus. 20 Jahre nach der Deutschen Einheit kann man sehen, was wir gemeinsam geschafft haben.

Auch im kommenden Jahr werden wir unsere Ziele weiter verfolgen: Es liegt viel Arbeit vor uns, damit wir nach der schwersten Rezession seit mehr als 60 Jahren wieder auf Wachstumskurs gehen können. Wir wollen die Arbeitslosigkeit bekämpfen und weiter dafür sorgen, dass unser Land allen eine gute Heimat ist. (weiterlesen…)

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Tillich: „Jedes Kind im Freistaat soll seine Talente entfalten und entwickeln können“

Genau 10.000 Kindertagesstätten umfasst das Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ seit heute. Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat dem neuesten Mitglied, der Kita „Gänseblümchen“ aus Dresden, persönlich gratuliert. “Die ersten Jahre, in denen Kinder ihre Welt entdecken, prägen besonders. Hier wird das Fundament für ihren weiteren Lebensweg gelegt. Bei uns im Freistaat soll jedes Kind seine Talente entfalten und entwickeln können. Förderung muss deshalb möglichst früh beginnen. Das hat etwas mit Chancengerechtigkeit zu tun – ein zutiefst solidarischer Gedanke“, sagte der Ministerpräsident.

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ fördert bundesweit frühkindliche Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik. Dementsprechend waren es auch die „kleinen Forscher“, die heute im Zentrum der Aufmerksamkeit standen. Nach der offiziellen Aufnahme ihrer Kita in das Netzwerk ließen die rund 60 Mädchen und Jungen ihrer Neugier und ihrem Entdeckerdrang freien Lauf. Zusammen mit Sachsens Regierungschef experimentierten sie zu den Themen Elektrizität, Magnetismus sowie Licht-Absorption. Selbständiges Ausprobieren, spielerisches Lernen und Freude an den Naturwissenschaften wurden dabei groß geschrieben.

Der Ministerpräsident wies darauf hin, dass die Sächsische Staatsregierung Kooperationen beispielsweise mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ausdrücklich unterstütze. Ziel sei es, Kinder und Schüler möglichst frühzeitig in Kontakt mit Technik und Naturwissenschaften zu bringen, damit sie entsprechende Fertigkeiten und Fähigkeiten erlernen könnten. „Wir wollen im Bereich der frühkindlichen Bildung bestmöglich fördern und schließlich ein flächendeckendes Angebot entwickeln. Naturwissenschaftliche Bildung kann nicht früh genug vermittelt werden. Insbesondere in einem Land, das als Deutschlands Ingenieursschmiede gilt“, so Tillich.
Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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Tillich: 600 Jahre Universität Leipzig bedeuten 600 Jahre Forschung und Lehre auf höchstem Niveau

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute beim Festakt in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler der Universität Leipzig zu ihrem 600-jährigen Jubiläum gratuliert und die große Tradition der Hochschule gewürdigt. In seiner Rede betonte der Ministerpräsident: „600 Jahre Universität Leipzig sind ein bedeutendes Jubiläum: es bedeutet 600 Jahre Forschung und Lehre auf höchstem Niveau. Trotz aller gesellschaftlichen und politischen Veränderungen ist der Forschergeist in Leipzig über all die Jahrhunderte hinweg nie erloschen. Stets waren die Leipziger Gelehrten und Studenten vorn dabei, wenn es darum ging, den Wissensdurst zu stillen. Inzwischen wird hier an Deutschlands zweitältester Universität 600 Jahre lang ohne Unterbrechung geforscht und gelehrt. Darauf blicken wir heute mit Stolz und Anerkennung zurück.“ (weiterlesen…)

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Tillich: Wirtschaftswachstum neu denken – Qualität statt Quantität

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute beim Bundessymposion „Kompetenzzentrum Deutschland – Neues Wachstum durch Innovation“ des Wirtschaftsrats der CDU eine radikale Kehrtwende hinsichtlich des Wachstumsparadigmas gefordert: „Wenn es uns mit der Generationengerechtigkeit ernst ist, müssen wir künftig auf qualitatives statt quantitatives Wachstum setzen. Umwelt- und Klimaschutz bringen enorme Wachstumschancen mit sich. Es ist ein Wachstum, bei dem wir unseren Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung dramatisch einschränken. In der EU sollen bis 2050 80 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden, verglichen mit 1990. Das braucht nicht nur neue Technologien, sondern auch einen neuen Lebensstil. Einen, in dem Zeitwohlstand und immaterielle Güter wie Bildung, Kultur und zwischenmenschliche Beziehungen wichtiger sind, als jeweils das neueste Handy zu besitzen.“

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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Sachsen mit 17 Projekten beim Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ erfolgreich

„Sachsen ist von je her ein Land der Tüftler und Erfinder. Mit dem überdurchschnittlich guten Abschneiden beim Land der Ideen haben wir das erneut unter Beweis gestellt“, kommentierte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich den Erfolg von 17 sächsischen Projekten und Initiativen beim bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Sie alle können sich nunmehr zu den „Ausgewählten Orten 2010“ zählen. Tillich erklärte: „In der Kategorie Wissenschaft und Technik sind wir mit sechs ‚Ausgewählten Orten‘ am stärksten vertreten; danach folgt mit vier ‚Ausgewählten Orten‘ der Bereich Kunst und Kultur. Das spiegelt auch unser Selbstverständnis als Forschungs- und Kulturland wider.“ Ministerpräsident Tillich, die Deutsche Bank und die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ präsentieren die sächsischen Preisträger heute der Öffentlichkeit.
Mehr als 2.200 Forschungsinstitute und Unternehmen, Kultureinrichtungen sowie soziale Initiativen hatten sich bundesweit für die Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2010“ beworben. Damit konnte im fünften Wettbewerbsjahr ein neuer Bewerberrekord und im Vergleich zum vergangenen Jahr eine Steigerung um rund zehn Prozent erzielt werden. Eine unabhängige Jury wählte unter dem Vorsitz von Prof. Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, und Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, die 365 Sieger aus.
Das Projekt „Trabant nT“ der Initiatoren IndiKar (Individual Karosseriebau GmbH), Nils Poschwatta Design und Herpa Miniaturmodelle wird zusätzlich mit dem Sonderpreis „Gelebte Einheit“ ausgezeichnet. Damit gehört die sächsische Idee zu den zwölf „Ausgewählten Orten 2010“, die anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung als Botschafter für ein Miteinander in Ost und West besonders prämiert werden. Sie zeigen, in welcher Vielfalt Einheit zwanzig Jahre nach dem Mauerfall gelebt wird.
Deutschlands größte Veranstaltungsreihe wird 2010 bereits im fünften Jahr von der Deutschen Bank und der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler durchgeführt. Für die Preisträger heißt es an einem ausgewählten Tag im Jahr „Spot an“, um ihre innovativen Ideen jeweils mit einer individuellen Veranstaltung der Öffentlichkeit vorzustellen. Mit jedem Tag wächst so das bundesweite Netzwerk der „Ausgewählten Orte“, das den Preisträgern die Möglichkeit gibt, als Innovationstreiber andere zu inspirieren und Synergieeffekte zu nutzen. In vielfältiger Weise haben sie hiervon profitiert. So berichtet Heinz-Martin Esser, Vorstand beim Branchenverband Silicon Saxony e.V., über das Spitzencluster „Cool Silicon“ als „Ausgewählter Ort 2009“: „Die Auszeichnung hat uns eine Plattform geboten, der breiten Öffentlichkeit das Thema Energieeffizienz in der Informationstechnik näherzubringen. So wird die Region Sachsen als ein ‚Land der Ideen‘ wahrgenommen."
Bei der Veranstaltung in der Deutschen Bank in Dresden haben die „Ausgewählten Orte 2010“ die Möglichkeit, sich mit Vertretern der „Ausgewählten Orte 2009“ aus Sachsen auszutauschen und das Netzwerk der mittlerweile mehr als 1.400 Preisträger aus dem Land der Ideen zu nutzen.
Unter dem Titel „365 Orte – Eine Reise zu Deutschlands Zukunftsmachern“ erscheint im DuMont-Verlag die Begleitpublikation zur Veranstaltungsreihe. Sie wird ab Januar 2010 im deutschen Buchhandel erhältlich sein.
Mehr Informationen zur Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und zum Wettbewerb finden Sie unter
www.land-der-ideen.de oder www.deutsche-bank.de/ideen

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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Sachsen und Niederschlesien feiern ihre zehnjährige Zusammenarbeit

Der Freistaat Sachsen und die Woiwodschaft Niederschlesien feiern in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum ihrer Zusammenarbeit, die sich inzwischen auf zahlreiche Bereiche des öffentlichen Lebens erstreckt.

Das Jubiläumsjahr 2009 möchten der Freistaat Sachsen und die Woiwodschaft Niederschlesien nutzen, um am 1. Dezember 2009 mit den Mitgliedern der Sächsischen Staatsregierung und dem Vorstand der Woiwodschaft Niederschlesien Bilanz zu ziehen und die Regionalpartnerschaft strategisch für die kommenden Jahre auszurichten.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat hierzu den Marschall Niederschlesiens, Marek Łapiński, und die vier weiteren Vorstandsmitglieder der Woiwodschaft eingeladen. Außerdem werden der niederschlesische Woiwode Rafał Jurkowlaniec, der Sejmikvorsitzende Jerzy Pokój und der Präsident des Sächsischen Landtages, Dr. Matthias Rößler, auf Einladung des sächsischen Ministerpräsidenten an der Sitzung in der Staatskanzlei teilnehmen.

Am Abend des 1. Dezembers eröffnen der Ministerpräsident, der Marschall und der Woiwode gemeinsam mit Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz und dem Stadtpräsidenten von Breslau, Dr. Rafał Dutkiewicz, im Staatsministerium der Finanzen eine Ausstellung, die die zehnjährige Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen und Niederschlesien anschaulich dokumentiert und darüber hinaus einen Einblick in die 50-jährige Städtepartnerschaft Dresden-Breslau gibt. Bis zum 15. Januar 2010 haben Besucher die Möglichkeit, sich einzelne grenzüberschreitende Projekte beispielsweise von Schulen, Vereinen, Verbänden, Kommunen, Hochschulen und Kultureinrichtungen anzuschauen.

Die Grundlagen der bisherigen sächsischniederschlesischen Kooperation sind zwei gemeinsame Erklärungen, die der damalige sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf am 17. September 1999 mit dem damaligen Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, Prof. Dr. Jan Waszkiewicz, sowie am 2. Mai 2000 mit dem damaligen niederschlesischen Woiwoden Witold Krochmal unterzeichnete.

Darin hoben beide Seiten die positiven Auswirkungen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung sowie auf die innere Sicherheit und auf die Bewältigung ökologischer Probleme hervor. Konkret vereinbart wurden ein Erfahrungsaustausch der staatlichen Verwaltungsebene, die Zusammenarbeit der für die innere Sicherheit und die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität zuständigen Institutionen, die Intensivierung der Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Gesundheitswesen, Familie, Jugendaustausch, Sport und Tourismus. Außerdem sollen gemeinsame Projekte in den Bereichen Wirtschaft und Energiepolitik sowie Landwirtschaft, Ernährung, Forsten, Umwelt und Raumplanung realisiert werden. Darüber hinaus leisten sowohl die niederschlesische als auch die sächsische Seite ihren Beitrag bei der Erarbeitung der Verkehrsinfrastrukturplanung im Grenzgebiet und bei der Zusammenarbeit der lokalen Gebietskörperschaften.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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Grundsatzrede von Ministerpräsident Tillich zur 25. Landkreisversammlung: Starke Partnerschaft von kommunaler Familie und Freistaat bleibt bestehen

In seiner Grundsatzrede zur 25. Landkreisversammlung in Zwickau hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich heute dazu aufgerufen, die Aufbruchstimmung der neuen Legislaturperiode zu nutzen, denn „unser Land steht am Beginn eines entscheidenden Jahrzehnts.“ Der Ministerpräsident bekräftigte ausdrücklich sein Vertrauen in die „bewährte Partnerschaft von kommunaler Familie und Freistaat Sachsen.“ Das mache der Koalitionsvertrag ebenso unmissverständlich klar wie die Regierungserklärung vom 11. November.
Diese Partnerschaft diene einer guten und gleichmäßigen Entwicklung im ganzen Land und beruhe auf gemeinsamen Erfolgen, die es fortzusetzen gelte, so Tillich. Beim Thema Finanzen habe man bereits gemeinsam erhebliche Anstrengungen bei der Schuldentilgung unternommen, um auch künftigen Generationen Gestaltungsspielraum zu lassen. „Die Kommunen weisen im Bundesvergleich die drittniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung auf, der Freistaat die zweitniedrigste“, sagte der Ministerpräsident. Land und Kommunen hätten auch bei der Verwaltungs- und Funktionalreform an einem Strang gezogen als es darum ging die Wettbewerbsfähigkeit Sachsens und seine Attraktivität zu steigern. In diesem Zusammenhang hob Tillich noch einmal das Ziel der Staatsregierung hervor, den Freistaat innerhalb des nächsten Jahrzehnts zu einer der modernsten Regionen Europas zu machen.
In seiner Rede betonte Tillich, dass die Handlungsfähigkeit des Freistaates und der sächsischen Kommunen für ihn oberste Priorität hätten. Er sagte: „Steuergeschenke des Bundes dürfen nicht auf unsere Kosten gehen. Zugleich gilt weiterhin: Der Freistaat macht keine neuen Schulden. Wir können nur über rund vier Prozent der Mittel im Landeshaushalt 2010 frei verfügen. Der Rest ist bereits rechtsverbindlich gebunden und politischer Gestaltung von vornherein entzogen. Diesen geringen Spielraum müssen wir erweitern. Zusätzliche Schulden und Zinszahlungen schmälern ihn dagegen weiter. Auch weiterhin möchte der Freistaat ein finanziell starker Partner der sächsischen Kommunen sein. Zudem hätten sich die Kommunen als „gute Partner und schnelle Entscheider“ bei der Umsetzung des Konjunkturpaketes II erwiesen. Tillich sagte: „Die Umsetzung des Konjunkturpaketes II in den Kommunen verläuft aus Sicht der Staatsregierung wie geplant. Bisher ist das ein voller Erfolg. Die Mittel sind fast vollständig bewilligt und haben die Kommunen erreicht. Die Kommunen sind am Zug und in der Lage, ihre Vorhaben zu realisieren.“
Mit Blick auf zu erwartende konjunkturbedingte Haushaltslöcher sagte der Ministerpräsident: „Freistaat und Kommunen haben gemeinsam Vorsorge für schlechte Zeiten getroffen. Insgesamt fließen aus dem Haushalt 2009/10 einbehaltene Abrechnungsbeträge in Höhe von 372 Millionen Euro in den Vorsorgefonds. Sie stehen ab 2011 zur Verfügung, um konjunkturbedingte Finanzlöcher in den kommunalen Haushalten zu stopfen.“ Eine Absage erteilte der Regierungschef allerdings weiteren Hilfen aus Mitteln des Freistaates. Diese stünden genauso wenig zur Verfügung wie der Freistaat wieder eine stärkere Verschuldung der Kommunen zulassen werde. „Klar ist: Freistaat und Kommunen müssen die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte fortsetzen. Sparen ist das Gebot der Stunde. Denn Mehreinnahmen sind nicht in Sicht“, so Tillich.

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Tillich und Morlok: Mittelstandsstabilisierungsprogramm wird um ein Jahr verlängert

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat heute die Verlängerung des Mittelstandsstabilisierungsprogramms angekündigt. Das Programm, das ursprünglich Ende des Jahres auslaufen sollte, wird die kleinen und mittleren sächsischen Unternehmen in Ergänzung der vorhandenen klassischen Bürgschaftsprogramme für ein weiteres Jahr unterstützen und dazu beitragen, Arbeitsplätze in Sachsen zu erhalten und zu sichern.
Ministerpräsident Tillich sagte in Dresden anlässlich des 4. Wirtschaftstreffens in der Sächsischen Staatskanzlei: "Das Mittelstandsstabilisierungsprogramm hat gute Dienste in schwerer Zeit geleistet. Wir sind noch lange nicht über den Berg, bei einigen Unternehmen sind aber erste Hoffnungsschimmer auf eine Besserung der Lage zu erkennen, andere haben noch zu kämpfen. Sie bedürfen in besonderem Maße unsere Solidarität und Hilfe. Die Staatsregierung steht fest an der Seite der sächsischen Unternehmer und ihrer Mitarbeiterschaft, deshalb werden wir noch vor Weihnachten einen Kabinettsbeschluss herbeiführen, der das Programm um ein Jahr bis Ende 2010 verlängert." Bislang konnten allein mit diesem neuen Instrument insgesamt rund 3.300 Arbeitsplätze gesichert werden.
Neben dem Ministerpräsidenten, dem stellvertretenden Ministerpräsidenten, Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister Sven Morlok sowie Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland haben am 4. Wirtschaftstreffen in der Sächsischen Staatskanzlei rund 40 Vertreter aus Verbänden, Unternehmen und Banken teilgenommen. Mit dabei waren neben den Präsidenten der sächsischen Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern und Unternehmerverbänden auch hochrangige Vertreter von Banken, Gewerkschaften sowie von rund 20 mittelständischen Unternehmen und in Sachsen tätigen Konzernen.
Der Wirtschaftsminister verwies vor den Unternehmen auf die umfangreichen Förderinstrumente, die der Freistaat Sachsen zur Unterstützung der sächsischen Betriebe bereitstellt. Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP): „Die Staatsregierung hat sich auf die Krise eingestellt: Seit Jahresbeginn fördern wir auch Investitionen, die den Erhalt von Arbeitsplätzen ermöglichen. Das hat sich bewährt, rund 300 Betriebe haben bislang mit Hilfe dieser gelockerten GA-Förderung insgesamt 12.350 Arbeitsplätze gesichert. Grund genug für die CDU/FDP-Koalition, auch im kommenden Jahr die Förderung bestehender Arbeitsplätze fortzuführen. Dafür hat das Wirtschaftsministerium bereits alle Vorbereitungen getroffen.“
Der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex zeigt erste Anzeichen auf eine, wenn auch noch sehr allmähliche und fragile Erholung der Konjunktur. Die Ergebnisse des ifo-Geschäftsklimaindex verdeutlichen, dass die gesamtwirtschaftliche Erholung in Sachsen insgesamt zwar noch wenig gefestigt ist und sich zögerlich fortsetzt. Der Trend geht aber in die richtige Richtung. So lag beispielsweise die durchschnittliche Kapazitätsauslastung im Verarbeitenden Gewerbe in Sachsen im Oktober bei 74,3 % und damit etwas höher als bei der letzten Befragung (Juli 2009: 73,3 %). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Auslastung allerdings noch um 8 Prozentpunkte niedriger.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatsregierung

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Tillich: Sachsen wird auch bei zweiter automobiler Revolution vorn dabei sein

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute die Verbundinitiative Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) anlässlich deren zehnjährigen Jubiläums als wichtige Institution zur Förderung von Produkt- und Technologieentwicklungen gewürdigt. In der Initiative, die bisher mehr als 260 Projekte vorangetrieben hat, sind heute mehr als 1000 Unternehmen vernetzt.
„Wir stehen vor einer zweiten automobilen Revolution. Vor gut 100 Jahren – bei der ersten automobilen Revolution – war Sachsen vorn dabei. An diese Zeiten wollen wir anknüpfen“, so Tillich. Die Herausforderungen seien genauso groß wie damals. Individuelle Mobilität werde mit Sicherheit weiter uneingeschränkt gefragt sein, im Gegensatz zur Mobilität des 20. Jahrhunderts jedoch eine ressourcenschonende, CO2-arme Mobilität.
Die Ausgangssituation für den Standort Sachsen sei heute wie vor 100 Jahren sehr gut, so der Ministerpräsident. Neben den drei großen Automobilherstellern, die hier produzieren und forschen, verfügt der Freistaat über ein eng gespanntes Netzwerk von Zulieferern, Universitäten und Forschungsinstituten.
Nach temporären konjunkturfördernden Maßnahmen wie der Abwrackprämie oder der Kurzarbeit sieht Tillich die unterstützende Rolle des Staates vor allem in exzellenter Bildung und Ausbildung und in der Unterstützung von Forschung und Entwicklung.

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