Beiträge auf sorben.org zum Thema Gemeinde

Sorben fordern angemessenen Return für abgeschöpfte Milliardenwerte

HALO ENERGY, Brüssel, 9 Jan 2011 – Die Sorben, eine der ältesten Minderheiten Deutschlands, fordern jetzt die demokratische Selbstbestimmung und einen angemessenen Return für aus der Lausitz abgeschöpfte Milliardenwerte. Die Lausitz ist ein an Bodenschätzen, wie Kupfer und seltenen Erden, reiches Land. Tief in der Lausitzer Erde wurde auch Neodymium gefunden, das zur Herstellung von Windturbinen benötigt wird. Damit erhellt sich die Perspektive der von der Braunkohle Lobby in der Vergangenheit als strukturschwach stigmatisierten Lausitz.

Förderbrücke in der Lausitz

Schon heute symbolisieren Umwelttechnologien mehr als jeder andere Industriesektor „Made in Germany“. Immer mehr Menschen arbeiten in wissensintensiven und regenerativen Technologiesektoren. „Es ist daher eine unverantwortliche Trägheit, wenn die deutsche Politik weiter so tut als gäbe es nur Vattenfall, als sei man auf diesen die Kulturlandschaften und sorbische Dörfer zerstörenden Kohlestromer noch angewiesen“, erklärt HALO Initiator Ralph Kappler. Bereits im Mai 2002 hatte HALO ENERGY als erste Organisation den weltweiten Medien Fokus auf die Lausitz Region gerichtet. Mit einem Empfang Sorbischer Vertreter in Buckingham Palace sowie einer Pressekonferenz in der Foreign Press Association hatte HALO von London aus die erste CleanTech Kampagne für die Lausitz lanciert.

Als eine der ältesten Minderheiten Deutschlands haben Sorben bereits seit 1600 Jahren die an Bodenschätzen und Gewässern reiche Lausitz kultiviert. Während des DDR-Regimes wurden über 70 Lausitzdörfer allein durch die Ausbeutung der Kohlevorkommen zerstört, was die Zersetzung des sorbischen Volkes trotz verfassungsrechtlicher Garantien kultureller Integrität beschleunigte. Selbst nach über 20 Jahren der Deutschen Vereinigung gibt es noch keine demokratisch legitimierte Vertretung des sorbischen Volkes. Sämtliche Mittel sorbischer Institutionen werden darüber hinaus noch von einer durch Deutsche dominierten Stiftung kontrolliert. Was klar dem EU-Recht widerspricht.

Doch die Lausitzer Sorben sind zuversichtlich. In über 1600 Jahren haben sie eine agile interkulturelle Kompetenz erworben. Die Lausitz stellt mit Stanislav Tillich den ersten sorbischen Ministerpräsidenten. Es sind nun vor allem junge Sorben und engagierte Lausitzer Bürger, die in Berlin und Brüssel gegen die einseitige Abschöpfung von Milliardenwerten und für eine nachhaltige Regionalentwicklung werben.

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Naturmarkt – 12. Herbstmarkt in Wartha

Naturmarkt in Wartha

Naturmarkt in Wartha

Zum 13. Herbstmarkt in Wartha
Im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wird am 12.09 der 12.Herbstmarkt eingeläutet. Ein großes Angebot heimischer Produkte aus Landwirtschaft, Fischwirtschaft und Gärtnereien wird wieder tausende Besucher anlocken.

Auszug aus dem Programm
13.00 Uhr Polnisches Leinen
Modeschau und Verkauf von Leinenkonfektion und -stoffen
14.30 Uhr Konzert “Sorbische Klänge in der Natur”
15.30 Uhr Vom Flachs zum Leinen – von der Spinte zur Hochzeit.
Mit Vorstellung einer sorbischen evangelischen Hochzeit aus dem Gebiet um Hoyerswerda
ganztägig Zur Unterhaltung spielt die tschechische Blaskapelle “Sklářská muzika” aus Nový Bor.
Quelle: www.schulmuseum-wartha.de

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Sorbisch-tschechisches Theaterstück: Čarodějův učeň – Der Zauberlehrling

theaterstueck-der-zauberlehrlingDas Stück des Regisseurs Petr Smyczek versucht Krabats Lehrjahre in der Schwarzen Mühle auf moderne Weise zu interpretieren. Es ist eine Art Straßentheater, das in der natürlichen Umgebung der Ostroer Schanze, der Ortenburg in Bautzen und des Steinbruchs bei Miltitz inszeniert wird. Die Prager Studenten der Theatergruppe „Nepřijatelní“ spielen auf tschechisch und sorbisch, die Handlung soll aber auch ohne Sprachkenntnisse zu verfolgen sein, da nicht der Text, sondern das Spiel mit der Atmosphäre des jeweiligen Ortes im Vordergrund steht.

Das Projekt wird unterstützt durch den Europäischen Jugenfonds, den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, die Stadt Prag sowie weitere Institutionen. Auf sorbischer Seite beteiligen sich der Jugend- und Kulturverein „Wotrowska młodźina O2“ , die Gemeinde Nebelschütz und die Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V. an der Organisation der Vorstellungen in der Lausitz.

Alle sind herzlich willkommen an diesem Naturspektakel teilzuhaben!
Termine:
4.9.2009, 21Uhr auf der Ostroer Schanze
5.9.2009, 21Uhr im Hof der Ortenburg
6.9.2009, 20:30Uhr am Miltitzer Steinbruch
Quelle: Pressemitteilung der Domowina

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La Vie @ Freibad Caseritz

01. August 2009: La Vie @ Freibad Caseritz: Bilder ansehen

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Raggae Party @ Festwiese Hoske

31. Juli 2009: Raggae Party @ Festwiese Hoske: Bilder ansehen

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Am falschen Ende gespart – Fehlerhafte Wahlbenachrichtigungen

Dieser Tage erhalten alle Bürger ihre Wahlbenachrichtigungen zur Kommunal-, Europawahl und teilweise auch für die Stadtratswahl. Im sächsischen Kommunalwahlgesetz (§63) und in der entsprechende Rechtsverordnung ist festgelegt, dass im sorbischen Siedlungsgebiet die Wahlbenachrichtigungen in sorbischer und deutscher Sprache verfasst sein müssen.

Die Einwohner der Gemeinden Neschwitz und Puschwitz staunten nicht schlecht, als sie letzte Woche ihre Briefkästen leerten. Wie sich jetzt herausstellt, wurde sich gegen die zweisprachige Variante Entschieden. Somit wurden seitens der Gemeinde Druck- als auch Portokosten eingespart.


Neschwitz Sachsen

Den Schutz der sorbischen Sprache im Kommunalwahlgesetz zu verankern, mag für einige nicht ersichtlich sein, hat aber absolut seine Berechtigung. Primär geht es darum, dass der Sprache ein besonderer Schutz zugesprochen wurde und dieser durch solche Aktionen untergraben wird. Allerdings gilt dieser Schutz leider nicht für die Europawahl.

Danke, an Marcel Braumann (der Artikel wurde entsprechend seiner Hinweise überarbeitet)

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Besuch der ungarndeutschen Minderheit im Landkreis Bautzen

Im Rahmen der Landkreis-Partnerschaft mit dem Komitat Tolna weilt derzeit (03.05. – 06.05.2009) eine Delegation von Vertretern der ungarndeutschen Minderheit im Landkreis Bautzen.

Die Delegation wird angeführt von Dr. Michael Józan-Jilling (Vorsitzender der Minderheitenselbstverwaltung im Komitat Tolna) und Otto Heinek (Vorsitzender der Landesvertretung der ungarndeutschen Minderheit). Weitere Mitglieder sind Adam Hepp und Georg Kremer. (weiterlesen…)

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Blaskapelle Horjany aus Horka

Logo der Blaskapelle Horjany

Logo der Blaskapelle Horjany

Im Jahre 1994 gründeten aus Liebe zur sorbischen Musik zehn junge sorbische Musiker die Blaskapelle Horjany in Horka (Ortsteil von Crostwitz). Im 15-jährigen Jubiläumsjahr, besteht Horjany aus 18 Musikern. Im sachsenweiten Wettbewerb “Die Krone der Blasmusik” holten sie in den letzten 3 Jahren in Folge den begehrten Wanderpokal.

In den Anfangsjahren war vor allem die böhmisch-mährische Blasmusik ein elementarer Bestandteil des musikalischen Repertoires von Horjany. Dies wurde im Laufe der Jahre mehr und mehr durch sorbische Titel abgerundet. Heute treten sie bei Jubiläen und zu Feiertagen auf und umrahmen sie mit klassischen Bläsersätzen. Auch im europäischen Ausland, wie Tschechien, Belgien, Österreich und Polen, sind sie gern gesehene Gäste.

mehr Informationen auf der offizellen Internetseite www.horjany.de

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Helau Wittichenau! – Karneval in Wittichenau

Schmerlitzer Umzugswagen

FOTOS vom Karnevals Umzug 2010
Seit mehr 303 Jahren halt es am Rosenmontag durch die Straßen von Wittichenau, der Ruf des Wittichener Karnevals, “Hellau Wittichenau”. Wittichenau ist die närrischen Hochburg im Raum Bautzen. Damals 1706 zogen verkleidete Kinder einen Schneemann aus der Stadt hinaus um Symbolisch den kalten Winter zu vertreiben. Da dies Wirkung zeigte, wurde es Jahr für Jahr wiederholt und entwickelte sich zu einem Brauch.

1881 wurde ein Gesellenverein in Wittichenau gegründet der dem bisdaher eher kleinen Rosenmontagszug Aufwind gab. Und so kam es das 1989 der erste richtige größere Maskenumzug stattfand, andem sich auch Turnvereine und die Feuerwehr beteiligten.

Wie bei anderen Umzügen wird zu Beginn das Rathaus “gestürmt” und der Bürgermeister des “Amtes enthoben” und dieses an den Prinzen weitergegeben. Dieser Präsentiert sich dann mit seiner Prinzessin auf dem Rosenmontagszug und winkt “seinem Volk” aus seinem Wagen herab zu. Die Wagen kommen aus vielen umliegenden Gemeinden und Dörfen und werden von enagierten Bewohnern zuvor aufwendig entworfen und geschmückt. Dieses Jahr u.a. z.B.: die Dörfer Maukendorf, Steinitz Scherlitz Dörgenhausen und Saalau jeweils mit einem Eigenwagen sowie “Fussvolk” vertreten.

Nach dem närrischen Treiben des Faschings, beginnt für die gläubigen Christen die Fastenzeit. Diese dauert bis Ostern und soll zur inneren Einkehr dienen.

Hier einige Impressionen von Jörg Stephan:


Alle Fotos, findet ihr in Jörgs “Rosenmontagsumzug Wittichenau” Album.

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11 Euro für Kinderturnen sind Radiborer Gemeinderat zu viel

Mit Verwunderung reagierte der FDP-Landtagskandidat Sven Herbst auf die Meldung der Sächsischen Zeitung Bautzen vom 30.01.2009, dass der CDU-dominierte Gemeinderat von Radibor einen Erlass der Hallennutzungsgebühr von 11 Euro für die Turngruppe der Ein- bis Dreijährigen ablehnte. Diesen hatte der örtliche Sportverein beantragt. Der Gemeinderat sah den geringen Betrag als zahlbar an.

„Eine erstaunliche Argumentation, wenn man bedenkt, wie viel Nutzen der Kindersport für die Entwicklung der Kleinsten bringt und was für eine geringe Summe 11 Euro für die Gemeindekasse ist“, wundert sich Sven Herbst, „Der Betrag ist gering und er ist zahlbar und gerade deswegen ist es doch unverständlich, warum der Gemeinderat dann so ein Bürgeranliegen ablehnt.“ (weiterlesen…)

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