Beiträge auf sorben.org zum Thema Blog

Terminübersicht März 2014

Brauch des Todaustreibens - 21.03.2014
Wir laden Sie ein, mit uns den alten Brauch des Todaustreibens mit neuem Leben zu erfüllen.
Wir treffen uns am Freitag, den 21. März 2014 um 16:00 Uhr in Melaune Nr. 67 bei Familie Scholz.
In diesem Zusammenhang wollen wir auch etwas für die Natur tun.
Wer sich einer Baumpflanzaktion anschließen will, kann sich schon um 14:00 Uhr einfinden.

Freunde des heidnischen Brauchtums

Napjelniće z nami stary nałožk wunjesenja smjerće z nowym žiwjenjom!
Zetkamy so pjatk 21. nalětnika 2014 w 16:00 hodźin w Měrjowje č. 67 pola Scholzic mandźelskeju.
W tutym zwisku chcemy tež něšto za přirodu sčinić.
Štóž chce z nami štomiki sadźeć, přińdź hižo w 14:00 hodźin.

Přećeljo pohanskich wašnjow

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Terminübersicht Februar 2014

Vogelhochzeitsprogramm des Sorbischen NationaeEnsembles - 01.02.2014
19:30 Uhr in Radibor
Vogelhochzeitsprogramm des Sorbischen NationaeEnsembles - 02.02.2014
19:30 Uhr in Sorbischen Kulturzentrum Schleife


Neue Kleider für alte Slawen - 08.02.2014
Das Heimatmuseum Dissen wird auch in diesem Jahr mehrere Workshops zum Leben der Slawen im Mittelalter durchführen. Die Auftaktveranstaltung am Samstag, dem 8. Februar, von 10 bis 15 Uhr, steht dieser unter dem Motto „Neue Kleider für die alten Slawen“. Unter fachmännischer Anleitung und basierend auf Informationen aus historischen Dokumenten und Funden werden Trachtenteile aus der frühen
slawischen Geschichte gefertigt. Wer möchte, kann sich seine Grundausstattung, wie sie in der Zeit des slawischen Mittelalters üblich war, selbst nähen. Mitzubringen sind Leinwand oder ein guter Wollstoff, Nadel und Faden.


… aus Liebe zur Heimat. Wylem Šybaŕ - 23.02.2014
Öffentliche Führung

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Gedanken zum 70. von Dr. phil.habil Peter Kroh

Bin ich mir, der ich ein Deutscher bin (zumindest laut meinem Personalausweis), eigentlich über mein Verhältnis zu den Sorben im heutigen deutschen Bundesstaat im klaren? Für mich waren die Sorben etwas Exotisches, wenn ich an meine Kindheit und die bemalten Ostereier denke. Lange hat es gedauert, bis sich mein Bild veränderte – es gab für mich keine Notwendigkeit. Und dennoch war da immer etwas, was anders war. Eigentlich war es der Zufall, der mich aufmerksam machte, dass da in der Lausitz ein eigenes, wenn auch kleines Volk der Wenden lebt. Dieser Zufall heißt Peter Kroh. Ein Sorbe in Deutschland. Nicht nur gefühlsmäßig, sondern mit wachem Verstand. Herzblut heißt die Tinte, mit der er sich für die Sorben, sein Volk, einsetzt. Er hat Bücher geschrieben, ist Autor von wissenschaftlichen Artikeln, zeichnet als Herausgeber von bedeutsamen Schriften verantwortlich – in beiden sorbischen Sprachen.
Wir haben uns kennengelernt im reiferen Alter, haben festgestellt, dass uns viel verbindet, nichts aber uns trennt. Die gleiche Lebensschule hat zumindest gleichwertige Spuren in unseren Leben hinterlassen. Seine Klugheit, sein wissenschaftliches Herangehen an Probleme, sein Humor und seine schöpferische Unruhe sind mit einer tiefen Liebe zu den Sorben gepaart. Es ist sein wendisches Volk, das seit Jahrhunderten um Anerkennung und Recht kämpft. Wohl wissend, dass es kein leichter Kampf ist, stellt er sich mit seinen Waffen seinem Volk zur Verfügung.
Sein Leben war und ist gezeichnet von politischer Parteinahme. Das galt und gilt sowohl für seine Tätigkeit in einem „ernsthaften“ Beruf als Schlosser, als Student und als Hochschullehrer, aber auch als „freischaffender“ Rentner. Er kennt seinen Wert als unfreiwilliger Bürger der deutschen Bundesrepublik, weiß wohl, welchen Platz er einnimmt. Doch in diesen Grenzen ist er aktiv – kritisch, aber offen. Wer sich ihm nähert, hat damit zu rechnen, dass er nach Standpunkten gefragt wird. Jedenfalls leistet er seinen Beitrag zur Beantwortung der Frage: Wer ist das kleine Volk der Sorben, welches inmitten der Deutschen lebt?
Peter Kroh beantwortet diese Frage klipp und klar: Die friedfertigen Sorben leben länger als die Deutschen in der Lausitz. Die Geschichte der Sorben weist Vieles auf: Kein Krieg, dafür lebhafte Kultur, Beiträge zur Wissenschaft, zur Ethik und Moral. Mit wissenschaftlicher Akribie untersucht er die Möglichkeiten des Zusammenlebens von Deutschen und Sorben, eines gleichberechtigten Lebens. Das ist um so wichtiger, als das nach der politischen Wende die Chancen für die Zukunft der Sorben nicht größer, sondern kleiner geworden sind.
In seinen Schriften weist er nach, wie abgegebene Versicherungen (einschließlich der Verfassung des Landes Brandenburg) unterlaufen werden, die doch die Rechte der sorbischen Wenden schützen sollen. Ohne Übertreibung kann man sagen: Dr. phil.habil Peter Kroh ist ein Anwalt seines Volkes.
Pünktlich, so könnte man meinen, erscheint zu senem 70. Geburtstag sein dreispachiges Buch „Die Lausitzer Slawen. Ein Rückblick in die Zukunft.“
Du hast mich, lieber Freund, zu einem überzeugten Freund deines sorbischen Volkes werden lassen.

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum.

Karl-Wilhelm Wolff

(Neubrandenburg im Februar2014)

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Łužiske wobspomnjenje wuhnaća smjerće

Leopold Haupt, Jan Arnošt Smoler: Pěsnički hornich a delnich Łužiskich Serbow. Akademie-Verlag, Berlin 1953, nowoćišć spisa z lěta 1841, stronje 20-21:
Jedyn slěd, kak Serbjo swojich zemrjetych z pobožnej česću zańč mějachu, wopokaza swjedźeń, kotryž hišće při kóncu zańdźeneho stotetka zwjetša cyły lud swjećiše a to tež tam, dźež hižom dawno wjac serbski njerěčachu; mój měnimoj smjertnicu, kotruž wšitcy Słowjenjo při spočatka noweho lěta, kiž so z nalěćom započinaše, swjećachu a wot čohož njedźela Laetare, na kotruž ju křesćanskim času přepołožichu, hišće nětko smjertna njedźela rěka. Tutón swjedźeń měješe so drje sprjódka na to wašnje, zo wjesna wosada hač přede wsu, hdźež morwi paleni bóchu, z prjódknjesenym swjećećom a z pócharnjami spěwajo ćehniše a k dopomnjeću na tych zemrjetych woprowaše. Křesćanskich časach dyrbješe haleńka tuteho swjećeća město zastupić a swjedźeń sam dósta druhe wułoženje. Woni mjenowachu tohlej wašnje “smjerćwuhnaće,” spalichu Čechach haleńku a Łužicach ćisnychu ju do wody. Naposledku přińdźe cyłe wašnje na dźěćacu hru a bě na žorty. Kinshajnu pola Zholerca ćehnichu njedźelu Laetare stari a młodźi ze słómjanymi pócharnjami ze wsy na tón wuwołany smjertny kamjeń, kiž wěsći stare pohanske žertwišćo je, zapalichu tam swoje pócharnje a dźěchu spěwajo domoj, stajnje te słowo wróćo: Smjerć smy wuhnali, lěćo zaso přiwjedźemy. Tak swjećeše so tónlej swjedźeń hišće spočatku 18. stotetka: potom pak je zašoł.

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Lausitzische Erwähnung der Todaustreibung

Leopold Haupt, Jan Ernst Schmaler: Volkslieder der Sorben in der Ober- und Nieder-Lausitz. Akademie-Verlag, Berlin 1953, Neudruck der Schrift aus dem Jahre 1841, Seiten 20-21:
Eine Spur von der Pietät der Wenden für ihre Verstorbenen zeigte sich in einem Feste, welches noch zu Ende des vorigen Jahrhunderts allgemein von dem Volke gefeiert wurde, und sich selbst da erhalten hatte, wo längst schon nicht mehr wendisch gesprochen wurde. Wir meinen das Todtenfest, welches alle Slawen zu Beginn des neuen Jahres, das sie mit dem Frühling anfingen, begingen und wovon der Sonntag Laetare, auf welchen man es in der christlichen Zeit verlegte, noch jetzt der Todtensonntag heißt. Es bestand wohl ursprünglich darin, dass die Gemeinde bis ans Ende des Dorfs, wo die Todten verbrannt wurden, mit einem vorangetragenen Götzenbilde singend und mit Fackeln zog und zum Gedenken der Verstorbenen opferte. In christlichen Zeiten musste ein Strohmann die Stelle des Götzenbildes ersetzen und die Bedeutung des Festes modifiziert werden. Man nannte es das Todaustreiben. In Böhmen verbrannte man den Strohmann und in der Lausitz warf man ihn ins Wasser. Zuletzt fiel die ganze Zeremonie den Kindern anheim und wurde als ein Spaß behandelt. In Königshain bei Görlitz zogen an dem Sonntag Laetare Alt und Jung mit Fackeln aus Stroh geflochten aus dem Dorfe nach dem merkwürdigen Todtenstein, offenbar einer alten heidnischen Opferstätte, zündeten dort die Fackeln an und gingen singend nach Hause, unter beständiger Wiederholung der Worte: “Den Tod haben wir ausgetrieben, den Sommer bringen wir wieder”. So wurde hier das Fest noch am Anfange des 18. Jahrhunderts begangen: nachher ist es abgeschafft worden.

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Die Hexe bei Göda

A. S. hat seit je an die Kräfte der Natur geglaubt. Im Jahre 1999 kam J. H., wohnhaft in der Gemeinde Göda (Hodźij), ins Bautzener Büro ihres Naturschutzvereins. A.S. erkannte gleich die Außerordentlichkeit seines Geistes. Darum fand die damalige Bautzenerin auch keineswegs anstößig, als er ihr nach längerer Zusammenarbeit offenbarte: “Du bist eine Hexe.” Die beiden Heiden haben von 2000 im Gödaer Umland die Sonnenwenden und aequinoctia gefeiert. Am Stein unter der Eiche oder an den Baumgruppen in der freien Feldflur brannten fünf Kerzenlichter als ein Schutzsymbol des Pentagramms. Ein kleiner Schmaus fand statt, wobei der erste Schluck von Tee und Wein für die örtlichen Geister auf die Erde gegossen wurde. Ein Ranft Brot kehrte zur Erde als Danksagung zurück und der Weihrauch drückte die Verbindung mit dem Luftelement aus. Auch am dörflichen Hexenbrennen, dessen Ursprung ihres Erachtens im Heidentum liegt und die Vertreibung der kalten Jahreszeit symbolisiert, nahmen die beiden gern teil.

Den 25. Januar 2014. Die Erlen am Bolbritzer Fließ werden für den Naturschutz gesichert. Hier soll wieder Wildnis gewagt werden.

Den 25. Januar 2014. Die Erlen am Bolbritzer Fließ werden für den Naturschutz gesichert. Hier soll wieder Wildnis gewagt werden.

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Wintersonnwenden bei Biesig

Ungefähr von 2006 bis 2010 wurde am Fuße der Königsheiner Berge die Wintersonnwende gefeiert. Es handelte sich um private Veranstaltungen von Karsten Scholz, seinen Söhnen und weiteren Mitgliedern des Vereines “Die Milzener”. Bei der Abenddämmerung begaben sich 5-10 Leute auf den Weg von Melaune (Měrjow) nach Biesig (Bjezdźak). Der größte Teil ihres Weges führte durch den Wald. Schon die zehn Kilometer lange Wanderung wurde als eine körperliche Leistung zur Ehre der Götter wahrgenommen. Nach zwei Stunden stand man am Opferstein. Es wurde Feuer angezündet, ein Fleischgericht aufgewärmt und in einer steinernen Schale geopfert. Diego Scholz rief den Sonnengott an und auch andere sprachen ihre Wünsche und ihren Dank aus. Nach der indianischen Tradition wurden an den Bäumen Beutelchen mit Tabak aufgehängt. Die Teilnehmer tranken Bier aus einem Horn und blieben auf der Opferstelle bis zur Mitternacht.

Karsten Scholz den 7. Dezember 2013 am Biesiger Opferstein.

Karsten Scholz den 7. Dezember 2013 am Biesiger Opferstein.

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Sorben am Abgrund zwischen Gold, Kupfer und Kohle

“Witajci k nam” heißt willkommen in der unweit Berlins beginnenden undsich über die Länder Brandenburg und Sachsen streckenden Lausitz. Schon vor 1.600 Jahren wurde die Lausitz von Sorben kultiviert. Die Lausitz, oder Lužica, wie das wasserreiche Land von dessen First Nation zärtlich genannt wird, ist eine der ältesten und auch an Bodenschätzen wie Gold, Platin, Kupfer und seltenen Erden reichsten Kulturlandschaften Europas. Diese Schätze könnten sich als Segen für die von der Kohlelobby als strukturschwach stigmatisierte Region entpuppen. Aber dazu bräuchte sie couragierte Politiker. Wie in DDR-Zeiten dominiert weiter die Kohlelobby das Land.

“Ein Viertel unserer gesamten Nation ist von der Kohlelobby aus der Heimat gezwungen worden. Sorben stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand obwohl es intelligentere Technologien und Bodenschätze im Überfluss gibt.”, warnte Jan Nuk, der Vorsitzende des sorbischen Nationalverbandes Domowina in der Londoner Foreign Press Association, dem ältesten und größten Presseclub der Welt. Wenig später war Anspannung in den Gesichtern der Sorbenvertreter zu spüren, als sich ihnen das Tor zum Buckingham Palace öffnete. Die Sorben brachten 2002 das erste Auslandsgeschenk überhaupt zum Golden Jubilee nach London. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges wagten Sorben damit wieder einen Vorstoß in London. 1946 warben sie dort vergeblich um den Anschluss des Sorbenlandes an Tschechien. Die kleinste slawische Nation und eine der ältesten Minderheiten Deutschlands kämpft heute ums Überleben.

Doch Lausitzer Sorben sind zuversichtlich. Denn in vielen Jahrhunderten haben sie eine agile interkulturelle Kompetenz erworben. Aus der Lausitz kommt Stanislav Tillich, der erste sorbische Ministerpräsident. Musiker der von München bis Hamburg gefeierten Kultband Silbermond sprechen Sorbisch, auch wenn deren deutsches Management das nicht publik machen will. Im mit “brillianten Stars” wie Daniel Brühl oder Robert Stadlober besetzten und von den FOX-Studios vertriebenen “Fantasy Abenteuerfilm” KRABAT fehlt jeglicher Hinweis, dass der “Bestseller” KRABAT ursprünglich als sorbisches Freiheitsepos von Mircin Nowak-Njechornski verfasst wurde. Ein Verhüllen und Vertuschen, so als gelte es einen Makel zu verbergen.

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Neuer Vorsitzender der Domowina

Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, die für die Belange der hiesigen Sorben innerhalb der Sächsischen Staatsregierung die Zuständigkeit innehat, gratulierte heute auf der 15. Domowina – Hauptversammlung dem neuen Vorsitzenden der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V., David Statnik, zu seiner erfolgreichen Kandidatur. Mit der Wahl eines erst 27-jährigen Kandidaten trete ein neuer Abschnitt in der langen Geschichte dieses Volkes ein.

„Ich gratuliere dem neuen Vorsitzenden von ganzem Herzen zur Wahl. Mit großem Interesse verfolge ich die Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe in einem Moment,“ so die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, „in dem richtungsweisende Lösungen für das Fortbestehen der sorbischen Sprache und der über Jahrhunderte hinweg überlieferten Traditionen von Nöten sind. Aus den Händen Ihres geschätzten Vorgängers übernehmen Sie den Staffelstab zu einem Zeitpunkt, der gerade durch das Ringen nach bestmöglichen Strukturen für die sorbische Gemeinschaft geprägt ist. Vor allem die Frage nach der künftigen Rolle der Domowina als Interessenvertretung des sorbischen Volkes bedarf einer Lösung, zu der ich Ihnen viel Kraft und Durchsetzungsvermögen wünsche.“

Nach Ansicht von Sabine von Schorlemer steht zweifelsfrei fest, dass sich die Domowina auch weiterhin für die Belange des sorbischen Volkes und den Erhalt und die Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur ebenso einsetzen wird wie für die Anerkennung, Toleranz und Verständigung zwischen den Völkern. Sie wünscht dem neugewählten Vorsitzenden für seine Amtszeit die Kraft, aufbauend auf den Erfahrungen der älteren Generation mit großem Weitblick und jugendlichem Schwung all die anstehenden Aufgaben und auftretenden Probleme einer einvernehmlichen Klärung zuzuführen.
Quelle: PM des Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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Domowina und Vattenfall bleiben Kooperationspartner

Die im Jahr 2007 unterzeichnete Kooperationserklärung von Domowina und Vattenfall bleibt weiterhin Grundlage der Zusammenarbeit beider Partner. Das bekräftigten heute Vertreter von Domowina und Vattenfall im Heimatmuseum Dissen. Damit unterstützt Vattenfall auch für die kommenden drei Jahre die sorbische Bevölkerung in der Bergbauregion bei der Wahrung und Entwicklung ihrer sozialen und ethnischen Identität. Innerhalb der zurückliegenden drei Jahre konnte bereits eine Vielzahl von Projekten in der Niederlausitz sowie der Schleifer Region umgesetzt werden, die in einer Publikation dokumentiert sind.

„Seit über 100 Jahren wird in der Lausitz Braunkohle gewonnen. Noch nie hatten die Sorben für die Förderung ihrer Sprache und Kultur daran partizipiert, obwohl es sich um Bodenschätze ihrer angestammten Heimat handelt. Vattenfall hat nun erstmalig anders gehandelt. Darüber sind wir froh und hoffen auf dieser Basis in angemessener Form weiter Unterstützung zu finden”, so der Vorsitzende der Domowina, Jan Nuck.

„Die Förderung von Braunkohle greift in die Siedlungsstrukturen der Lausitz ein und beeinflusst in den betroffenen Ortschaften auch die sorbische Bevölkerung. In den letzten drei Jahren haben wir auf Grundlage der gemeinsamen Kooperationserklärung mit der Domowina konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Mit der nun verlängerten Vereinbarung gibt Vattenfall ein klares Bekenntnis zur weiteren Unterstützung ab. Wir hoffen, dass dieser vertrauensvolle Umgang beibehalten wird und die kommenden drei Jahre vielversprechende Projekte hervorbringen”, sagte Prof. Dr. Detlev Dähnert, Leiter Bergbauplanung/Genehmigung der Bergbau- und Stromerzeugungssparte bei Vattenfall.

Projektschwerpunkte für den nun avisierten Zeitraum bilden vor allem die Pflege der sorbischen Sprache, die Stärkung und Sicherung des sorbischen Lebens und der sorbischen Kultur. Dazu ist eine verstärkte Verknüpfung mit den Medien geplant genauso wie vermehrte Projekte in der Kunst und Kultur. Bild- und Tonmaterialien sowie Erinnerungen in Archiven, Bibliotheken, Museen und Heimatstuben werden durch die Kooperation gefördert. Sie sollen bei der Wahrung und Entwicklung der ethnischen Identität helfen.

Quelle: Pressemitteilung von Vattenfall

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