Stanislaw Tillich: Mehr Markt und Wettbewerb in der sächsischen Landwirtschaft

Mut zum Handeln und innovative Ideen im Agrarbereich gefragt!

Der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Stanislaw Tillich sprach gestern auf einem von der CDU Sachsen veranstalteten Fachforum in Freiberg. Die Veranstaltung stand unter dem Thema „Landwirtschaft zwischen Subventionen und Wettbewerb – Erfahrungen aus Sachsen“.

In seiner Rede umriss der Minister die Herausforderungen, welche die sächsische Landwirtschaft in den kommenden Jahre zu erwarten hat. „Die Zeichen der Zeit stehen auch in diesem Wirtschaftssektor für mehr Markt und geringere finanzielle Zuwendungen“, machte Tillich deutlich. Aus diesem Grunde seien weitere Veränderungen in der Agrarpolitik unabdingbar.

Der Minister begrüßte das Bekenntnis der Großen Koalition zum Agrarkompromiss, welcher die Ausgabenhöhe bis 2013 festschreibt. Die damit verbundene Planungssicherheit sei auch für die sächsischen Landwirte absolut notwendig. Dennoch stünde schon jetzt fest, dass es ab 2013 zu Veränderungen kommen wird. Auf diese gelte es sich vorzubereiten. „Wir müssen die verbleibende Zeit nutzen, um unsere Betriebe im internationalen Vergleich wettbewerbsfähiger zu machen. Das ist das Ziel sächsischer Agrarpolitik,“ gab sich der Staatsminister kämpferisch.

Trotz vorgegebener Standortfaktoren könne jeder Landwirt innerbetrieblich großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit seines Unternehmens nehmen. Als Beispiel nannte Stanislaw Tillich die einzelbetriebliche Direktkosten. Insgesamt müssen die Produktionskosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gesteigert werden. „Wir müssen uns am Niveau der Spitzenländer und am Weltmarkt orientieren,“ sagte der Minister. In diesem Zusammenhang motivierte er die Landwirte zu innovativen Ideen, um betriebsindividuelle Reserven besser zu erschließen. Sächsische Spitzenbetriebe seien damit bereits erfolgreich.

Stanislaw Tillich betonte die besondere Bedeutung der Landwirtschaft für den ländlichen Raum und sagte auch für die Zukunft die Hilfe des Freistaates zu. Die im landwirtschaftlichen Bereich, einschließlich der Ernährungswirtschaft, geschaffenen Arbeitsplätze seien nahezu die einzigen in den ländlichen Gebieten. „Daher werde ich, daher wird auch unsere Agrarverwaltung, die sächsische Landwirtschaft mit aller Kraft weiterhin unterstützen,“ sagte der Minister am Mittwoch in Freiberg. Bei der gesamten Förderung seien alle Maßnahmen, die zur Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen, mit oberste Priorität versehen.

Der Minister stellte fest, dass die sächsische Landwirtschaft mit ihrer Struktur für die notwendigen Reformen auch auf europäischer Ebene gut vorbereitet sei. „Die Landwirtschaft ist weder im Goldrausch, noch ist sie ein Fass ohne Boden. Sie ist vielmehr ein Wirtschaftszweig, der zurzeit angesichts der Liberalisierung der Weltagrarmärkte, der Reform der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik und der Ansprüche der Konsumenten an qualitativ hochwertige und dennoch preiswerte Lebensmittel vor große Herausforderungen gestellt wird,“ so Stanislaw Tillich abschließend.

Quelle Pressemitteilung: www.cdu-sachsen.de (20.04.2006)


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