Sachsen und Niederschlesien feiern ihre zehnjährige Zusammenarbeit

Der Freistaat Sachsen und die Woiwodschaft Niederschlesien feiern in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum ihrer Zusammenarbeit, die sich inzwischen auf zahlreiche Bereiche des öffentlichen Lebens erstreckt.

Das Jubiläumsjahr 2009 möchten der Freistaat Sachsen und die Woiwodschaft Niederschlesien nutzen, um am 1. Dezember 2009 mit den Mitgliedern der Sächsischen Staatsregierung und dem Vorstand der Woiwodschaft Niederschlesien Bilanz zu ziehen und die Regionalpartnerschaft strategisch für die kommenden Jahre auszurichten.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat hierzu den Marschall Niederschlesiens, Marek Łapiński, und die vier weiteren Vorstandsmitglieder der Woiwodschaft eingeladen. Außerdem werden der niederschlesische Woiwode Rafał Jurkowlaniec, der Sejmikvorsitzende Jerzy Pokój und der Präsident des Sächsischen Landtages, Dr. Matthias Rößler, auf Einladung des sächsischen Ministerpräsidenten an der Sitzung in der Staatskanzlei teilnehmen.

Am Abend des 1. Dezembers eröffnen der Ministerpräsident, der Marschall und der Woiwode gemeinsam mit Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz und dem Stadtpräsidenten von Breslau, Dr. Rafał Dutkiewicz, im Staatsministerium der Finanzen eine Ausstellung, die die zehnjährige Regionalpartnerschaft zwischen Sachsen und Niederschlesien anschaulich dokumentiert und darüber hinaus einen Einblick in die 50-jährige Städtepartnerschaft Dresden-Breslau gibt. Bis zum 15. Januar 2010 haben Besucher die Möglichkeit, sich einzelne grenzüberschreitende Projekte beispielsweise von Schulen, Vereinen, Verbänden, Kommunen, Hochschulen und Kultureinrichtungen anzuschauen.

Die Grundlagen der bisherigen sächsischniederschlesischen Kooperation sind zwei gemeinsame Erklärungen, die der damalige sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf am 17. September 1999 mit dem damaligen Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, Prof. Dr. Jan Waszkiewicz, sowie am 2. Mai 2000 mit dem damaligen niederschlesischen Woiwoden Witold Krochmal unterzeichnete.

Darin hoben beide Seiten die positiven Auswirkungen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung sowie auf die innere Sicherheit und auf die Bewältigung ökologischer Probleme hervor. Konkret vereinbart wurden ein Erfahrungsaustausch der staatlichen Verwaltungsebene, die Zusammenarbeit der für die innere Sicherheit und die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität zuständigen Institutionen, die Intensivierung der Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Gesundheitswesen, Familie, Jugendaustausch, Sport und Tourismus. Außerdem sollen gemeinsame Projekte in den Bereichen Wirtschaft und Energiepolitik sowie Landwirtschaft, Ernährung, Forsten, Umwelt und Raumplanung realisiert werden. Darüber hinaus leisten sowohl die niederschlesische als auch die sächsische Seite ihren Beitrag bei der Erarbeitung der Verkehrsinfrastrukturplanung im Grenzgebiet und bei der Zusammenarbeit der lokalen Gebietskörperschaften.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei


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