Protestdemonstration für das Sorbische National-Ensemble

18.märz Protestdemonstration um 16.30 Uhr am Sorbischen National-Ensemble

“Stiftung für das Sorbische Volk” heißt eine Stiftung die eigens zur Förderung der sorbischen Sprache und Kultur eingerichtet wurde. Die aktuelle Zuwendungssumme der Stiftung von Bund, Land Brandenburg und Freistaat Sachsen für das Jahr 2010 beträgt insgesamt 16.8 Millionen Euro. Dies ist wahrlich nicht viel für die breite Palette an förderungswürdigen Projekten. Letztes Jahr wurde von der Stiftung ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Effizienz der eingesetzten Mittel überprüfen sollte. Das Gutachten hatte in der Lausitzer Bevölkerung eine große Verunsicherung hervorgerufen. Interpretationen des Gutachtens brachten seltsame Blüten zum Vorschein. Im Raum stand zum Beispiel, dass das Sorbische National-Ensemble doch bitte Sorbisch Sprachige Stücke mit rein sorbischen Schauspielern spielen solle. Dabei ist gerade das Sorbische National-Ensemble ein sehr essentieller Teil um auch gerade den deutschsprachigem Zuhörer die Sorbische Kultur näher bringen soll, bisher auch brachte und dies auch hoffentlich auch in Zukunft noch schafft. Doch auf das Sorbische National-Ensemble kommen gewaltige Kürzungen zu. Der Stiftungsrat der Stiftung wird am 25. März über die von der Domowina verabschiedete Beschlussvorlage beraten. Gegen die, bisher bekannten geplanten Einsparrungen startete gestern ein Protestmarsch in Bautzen. Jörg war vor Ort und dokumentierte das geschehen.

alle Bilder der Demo ansehen (Fotograph: Jörg)
Fotos von der Demonstration gegen Kulturabbau am 18 März 2010 in Bautzen


  1. Inga

     

    http://www.deutsche-orchestervereinigung.online.de/petition/petition.php

    #1 Kommentar vom 19. März 2010

  2. Pavel

     

    schrecklich das an allen Ecken gespart wird

    #2 Kommentar vom 19. März 2010

  3. Clemens

     

    jetzt das SNE und dann ?

    #3 Kommentar vom 19. März 2010

  4. Anonymous

     

    NAund? Taja, es wird halt überallgespart, auch bei den sorben

    #4 Kommentar vom 20. März 2010

  5. Erik

     

    @Anonymous, wenn du wüsstest was dort alles auf die Beine gestellt wird!

    #5 Kommentar vom 20. März 2010

  6. Mina

     

    @Anonymous: Das SNE ist einzigartig und außerhalb der Lausitz der bedeutendste Botschafter unserer zweisprachigen Region.

    #6 Kommentar vom 20. März 2010

  7. Doug

     

    Hätte ich von der Demo gewusst wär ich auch gekommen :-(

    #7 Kommentar vom 20. März 2010

  8. Sergej M.

     

    hier ist mal der Verteilungsschlüssel:
    http://stiftung.sorben.com/wobsah_de_84.htm

    Stiftungsverwaltung – 11%
    ergo mehr als 1.6 mio ?

    #8 Kommentar vom 20. März 2010

  9. Mina

     

    Ähm, das Sommertheater findet aber statt ?

    #9 Kommentar vom 20. März 2010

  10. Anonymous

     

    Letztendlich kann die Stiftung nix dafür das sie so wenig Geld hat… das sollte man nicht ausblenden

    #10 Kommentar vom 20. März 2010

  11. Ben

     

    das SNE war der einzige Grund für mich mal nach BZ zu kommen …

    #11 Kommentar vom 21. März 2010

  12. Susi

     

    Es ist doch noch rein gar nichts Entschieden, soweit ich weiß… also ruhig Blut

    #12 Kommentar vom 21. März 2010

  13. Marka

     

    Erik: Bauten -> Bautzen :-)

    #13 Kommentar vom 21. März 2010

  14. KayKay

     

    @Doug wir haben es überall publik gemacht, dass die Demo stattfindet.Die besten Infos findest du über Facebook.

    #14 Kommentar vom 21. März 2010

  15. stvo

     

    @ anonymouse: eine Stiftung ist nicht nur dafür da, Geld zu verteilen, sondern auch es zu besorgen um die Interessen, die damit verbunden sind zu finanzieren. schade, dass die 1,6 Mille (wie oben erwähnt) nicht für kreativere Köpfe ausgegeben werden. Sie kann sehr wohl was dafür, dass sie so wenig Geld hat.

    #15 Kommentar vom 22. März 2010

  16. Susi

     

    @stvo wohl wahr!

    Bald ist ja Ostern, da schaut ja ganz Deutschland in die Lausitz. Die Chance sollte man nicht ungenutzt lassen auf, dass Problem aufmerksam zu machen .

    #16 Kommentar vom 22. März 2010

  17. julian

     

    was wir brauchen, ist keine aufgeblasene stiftung, die in keiner beziehung durch das volk, welches sie angeblich vertritt, legitimiert ist. es ist an der zeit, die verteilung der gelder in die haende einer demokratisch gewaehlten sorbischen volksvertretung (und somit in sorbische haende) zu legen.

    http://don-julio.blogspot.com/2010/03/mehr-demokratie-wagen.html

    #17 Kommentar vom 22. März 2010

  18. Sergej M.

     

    @julian
    Naja den zusatz “und somit in sorbische haende” würde ich weglassen.
    Fraglich ist nur wer soll denn wählen? Die “betreffenden” Wahlkreise? Alle die die Serbske Nowiny abbonieren ?

    #18 Kommentar vom 22. März 2010

  19. Berni

     

    Was hat Eigentlich das Gutachten dazugesagt, das die Stiftungsverwaltung – 11% beträgt?

    Ich kann mir nicht vorstellen das das so schwer ist irgendwo 900000Euro auzutreiben, bei der Wirtschaftskraft. Mal bei Hotels und großen Betrieben Klinken putzen. 365 Tage – 365 Klinken :-)

    #19 Kommentar vom 22. März 2010

  20. julian

     

    @berni: ginge es nach dem gutachten, gäbe es die stiftung in ihrer heutigen form nicht mehr. sie wäre lediglich ein stark verkleinerter verwaltungsapparat im dienste des zu schaffenden sorbischen parlamentes. diesen teil des von ihr herangezogenen gutachtens haben die leute in der stiftung offenbar “überlesen”.
    @sergej: warum? in ungarn funktioniert das system sehr gut. und sinn und zweck einer minderheitenförderung soll doch wohl sein, der minderheit ein eigenständiges überleben zu sichern. das jetzige modell aus “räten”, die mehrheitlich mit nicht-sorben besetzt sind, ist nur eins, und zwar verfassungswidrig.
    zum parlament: warum nicht alle einwohner des gesetzlich festgelegten sorbischen siedlungsgebietes? mir ist bewusst, dass die mehrheit keine sorben sind, aber dem könnte man mit regelungen begegnen, z.B. dass alle kandidaten des sorbischen mächtig sein müssen. ich sehe da keine unüberwindlichen hürden.

    #20 Kommentar vom 22. März 2010

  21. Gerd

     

    mein mittgefühl!

    #21 Kommentar vom 28. März 2010

Kommentar hinterlassen