„Madonna Stroganoff“ zu Gast in Dresden

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Ehrengast aus Moskau – die ‚Madonna Stroganoff’ von Angelo Bronzino“ die exzellenten Beziehungen zwischen Sachsen, Deutschland und Russland hervorgehoben. Er sagte: „Dieses Bild steht für die Freundschaft unserer beiden Länder. Dass die „Madonna Stroganoff“ in Dresden ist, beweist, wie vertrauensvoll die Staatlichen Kunstsammlungen und das Puschkin Museum in Moskau kooperieren. Es zeigt, wie fruchtbar die kulturellen Verbindungen im Europa der Vielfalt sind.“

Tillich betonte, Sachsen sei gern ein guter Gastgeber für die Kunst. Diese diene als Botschafter zwischen den Kulturen und bewege Menschen weltweit. Diese beweise auch das seit 2006 erfolgreich laufende Programm „director´s choice“ zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen und dem Moskauer Puschkin Museum. „Gerade die kulturellen Verbindungen zwischen Ost- und Westeuropa sind äußerst ergiebig. Hier hat das gegenseitige Vertrauen in den vergangenen zwanzig Jahren stets zugenommen. Deshalb werden wir in Zukunft noch mehr binationale Projekte auf den Weg bringen“, sagte Tillich. Dazu zählt beispielsweise das für 2010 geplante Kinderaustauschprogramm zwischen den beiden Museen. Ziel des Austausches ist es, die Kinder für die gemeinsame europäische Kultur zu begeistern.

Der Ministerpräsident verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass ab 2010 alle Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren in Sachsen freien Eintritt zu staatlichen Museen bekommen sollen. „Bildung ist die neue soziale Frage. Ich will, dass in Sachsen Kinder und Jugendliche aus allen Schichten möglichst frühzeitig Zugang zu Kunst und Kultur erhalten. Das darf keine Frage des Geldbeutels sein. Sachsen ist reich an kulturellen Schätzen, und ich wünsche mir, dass es durch den freien Eintrittstag für Kinder künftig ganz selbstverständlich wird, dass sie regelmäßig unsere staatlichen Museen besuchen“, so der Regierungschef.

Hintergrund: Im Jahr 2006 haben das Puschkin Museum und die
Staatlichen Kunstsammlungen das Programm „director´s choice“ ins Leben gerufen. Bei diesem neuartigen regelmäßigen Austausch wählen die Direktoren beider Museen immer wieder Werke des jeweils anderen Hauses zur Präsentation im eigenen Haus aus. Zudem arbeiteten beide Museen immer wieder bei Ausstellungen und Forschungsprojekten zusammen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffnete zuletzt im April dieses Jahres im Puschkin Museum die sächsische Leihgabe der Gemäldegalerie Alte Meister „Andrea Mantegna – Die Heilige Familie“.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei


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