Kulturstaatsminister Bernd Neumann unterzeichnet gemeinsam mit Ministerpräsidenten Tillich und Platzeck Finanzierungsabkommen für Sorben-Stiftung

Kulturstaatsminister Bernd Neumann und die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Stanislaw Tillich und Matthias Platzeck, haben am heutigen Freitag das neue Finanzierungsabkommen für die Sorben-Stiftung unterzeichnet.
Bei der Veranstaltung im Bundesrat erklärte der Kulturstaatsminister: “Es ist eine außerordentliche gemeinsame Leistung des Bundes und der beiden Länder Sachsen und Brandenburg, dass der Etat der Sorben-Stiftung im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Millionen Euro auf jährlich 16,8 Millionen Euro gesteigert werden konnte – und das über einen Zeitraum von fünf Jahren. Ich gehe davon aus, dass die Stiftung diese Planungssicherheit dazu nutzen wird, die sorbischen Einrichtungen weiter zukunftsfähig zu machen. Dieser Modernisierungsprozess wird vor allem im Interesse der jüngeren Generation notwendig sein, damit das sorbische Volk auch weiterhin zum kulturellen Reichtum Deutschlands beitragen kann.”

Das zweite Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk tritt rückwirkend zum 1. Januar 2009 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2013. Es verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht jeweils zwölf Monate von einer der beteiligten Stellen gekündigt wird. Das Abkommen regelt die Finanzierung der Stiftung, die vom Bund mit den Ländern Sachsen und Brandenburg gemeinsam getragen wird. Die Stiftung erhält jährlich rund 16,8 Millionen Euro, davon steuern der Bund 8,2 Sachsen 5,85 und Brandenburg 2,77 Millionen Euro bei. Das Abkommen löst das erste Finanzierungsabkommen aus dem Jahre 1998 ab.

Zweck der öffentlich-rechtlichen “Stiftung für das sorbische Volk” mit Sitz in Bautzen und Cottbus ist die Pflege und Förderung sorbischer Sprache und Kultur. Gefördert werden Wissenschafts-, Kultur- und Bildungseinrichtungen. Die Sorben, ihre Zahl wird auf etwa 60.000 Personen geschätzt, haben mit Obersorbisch und Niedersorbisch zwei Schriftsprachen. Das sorbische Volk – neben den Sinti und Roma, Dänen und Friesen eine der vier autochthonen Minderheiten in Deutschland – ist in der Ober- und Niederlausitz in Sachsen und Brandenburg beheimatet.

Quelle: Pressemitteilung


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