grammatische Geschlechter

Im Ober- und Niedersorbisch exsitieren wie im Deutschen 3 grammatikalische Geschlechter. Allerdings ist das Geschlecht eines Wortes im Deutschen nicht immer das selbe wie im Sorbischen z.b: das Haus ist im Deutschen sächlich im Sorbischen hingegen ist dom männlich. Das Geschlecht eines Wortes erkennen wir in der Regel an seiner Endung/Auslaut im 1. Fall der Einzahl des Wortes.

  • endet das Wort auf einen Mitlaut so ist es männlich
  • endet es auf a so ist es weiblich
  • endet es auf e oder o so ist es sächlich

Bsp.:
Männlich: dom – Hasu ,dźeń – Tag, Serb – Sorbe ,spěw -Lied
Weiblich: kniha – Buch, holca – Mädchen
Sächlich: ranje – Morgen, dźěćo – Kind, łopjeno – Blatt


  1. René Philipp

     

    Dobry dźeń.

    Leider ist es mit den Genera im Sorbischen nicht ganz so einfach wie oben beschrieben.

    So sind z.B. alle Substantive mit der Endung -osć, wie z.B. wulkosć “Größe” weiblich, obwohl sie ja auf einen Konsonanten enden.

    Auch viele Substantive auf -ń sind weiblich, wie z.B. baseń “Gedicht”, aber eben nicht alle. Bei diesen Wörtern muß man also lernen, ob sie männlich oder weiblich sind. So ist z.B. woheń “Feuer” männlich.

    Es gibt aber auch einige Substantive auf harten Konsonanten, die weiblich sind, wie z.B. nóc “Nacht”, sól “Salz”.

    Postrowy

    René / Renej

    #1 Kommentar vom 11. März 2009

  2. Bedřich, Prag

     

    Hallo, die Aussage betr. Differenz-Regel zw. dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht allein aufgrund einer Endung mit Mitlaut/Selbstlaut, wie hier aufgeführt, ist falsch. Zahlreiche weibl.Substantiva enden auch mit einem Mitlaut. Die Slawen verfügen über ihr sprachliches Gefühl dafür, alle anderen müssen halt die sorbischen Substantiva in komplexer Weise lernen, d.h. möglichst
    incl. Geschlecht u. Mehrzahlbildung. Anders geht´s nicht.
    Postrowy
    Bedřich / Friedrich

    #2 Kommentar vom 26. März 2011

  3. Gast

     

    Ja, was wären Regeln ohne Ausnahmen?

    #3 Kommentar vom 23. April 2011

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