Die Hexe bei Göda

von Richard Bígl

A. S. hat seit je an die Kräfte der Natur geglaubt. Im Jahre 1999 kam J. H., wohnhaft in der Gemeinde Göda (Hodźij), ins Bautzener Büro ihres Naturschutzvereins. A.S. erkannte gleich die Außerordentlichkeit seines Geistes. Darum fand die damalige Bautzenerin auch keineswegs anstößig, als er ihr nach längerer Zusammenarbeit offenbarte: “Du bist eine Hexe.” Die beiden Heiden haben von 2000 im Gödaer Umland die Sonnenwenden und aequinoctia gefeiert. Am Stein unter der Eiche oder an den Baumgruppen in der freien Feldflur brannten fünf Kerzenlichter als ein Schutzsymbol des Pentagramms. Ein kleiner Schmaus fand statt, wobei der erste Schluck von Tee und Wein für die örtlichen Geister auf die Erde gegossen wurde. Ein Ranft Brot kehrte zur Erde als Danksagung zurück und der Weihrauch drückte die Verbindung mit dem Luftelement aus. Auch am dörflichen Hexenbrennen, dessen Ursprung ihres Erachtens im Heidentum liegt und die Vertreibung der kalten Jahreszeit symbolisiert, nahmen die beiden gern teil.

Den 25. Januar 2014. Die Erlen am Bolbritzer Fließ werden für den Naturschutz gesichert. Hier soll wieder Wildnis gewagt werden.

Den 25. Januar 2014. Die Erlen am Bolbritzer Fließ werden für den Naturschutz gesichert. Hier soll wieder Wildnis gewagt werden.


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