Ausbeutung Lausitzer Bodenschätze unter panamaischer Flagge

08.02.2011, HALO ENERGY Brüssel – Reiche Bodenschätze werfen neuen Glanz auf die Lausitz und wecken sie aus dem von der Braunkohlelobby verordneten Dornröschenschlaf. Als Tochter der panamaischen Minera S.A. wirbt die KSL Kupferschiefer GmbH um Schürfrechte in der Lausitz. Die Sorben, die First Nation der Lausitz seit über 1.600 Jahren, müssen jetzt den Ausgleich für abgeführte Milliardenwerte und deswegen auch noch ausstehende Grundrechte
erkämpfen.

In der Sorbenheimat wurden Edelmetalle im mehrstelligen Milliardenwert
entdeckt. So neben 2,7 Millionen Tonnen Kupfer auch Gold, Platin, Silber und Zink. Noch dominiert dort das Matrjoschka Prinzip. Denn die KSL GmbH ist nur eine Tochter der unter panamaischer Flagge schürfenden Minera S.A.; die wiederum eine Tochter der kanadischen Inmet Mining Firma ist. Inmet Mining steht dann unter Leitung eines Aachener Geologen, des CEO Jochen Tilk. Die ausstehende Bürgerbeteiligung könnte nun für etwas Vertragstransparenz sorgen. Ein Happy End wird die euphorische Schatzsuche aber nur finden, wenn neben Arbeitsplätzen auch satte Gewinne in die Region fliessen; so Investitionen in Bildung, in Lausitzer Hochschulen und die sorbisch-deutsche WITAJ Sprachinitiative.

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Ein Beitrag von Ralph Tomaš Kappler
Ralph Kappler ist derzeit als Kommunikationsberater für EU Institutionen in Brüssel tätig, von wo er auch das HALO Informationsnetzwerk leitet.

  1. Maria

     

    “Noch dominiert dort das Matrjoschka Prinzip” wie ist das denn gemeint ?

    #1 Kommentar vom 10. Februar 2011

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