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Neuer Vorsitzender der Domowina

Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, die für die Belange der hiesigen Sorben innerhalb der Sächsischen Staatsregierung die Zuständigkeit innehat, gratulierte heute auf der 15. Domowina – Hauptversammlung dem neuen Vorsitzenden der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V., David Statnik, zu seiner erfolgreichen Kandidatur. Mit der Wahl eines erst 27-jährigen Kandidaten trete ein neuer Abschnitt in der langen Geschichte dieses Volkes ein.

„Ich gratuliere dem neuen Vorsitzenden von ganzem Herzen zur Wahl. Mit großem Interesse verfolge ich die Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe in einem Moment,“ so die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, „in dem richtungsweisende Lösungen für das Fortbestehen der sorbischen Sprache und der über Jahrhunderte hinweg überlieferten Traditionen von Nöten sind. Aus den Händen Ihres geschätzten Vorgängers übernehmen Sie den Staffelstab zu einem Zeitpunkt, der gerade durch das Ringen nach bestmöglichen Strukturen für die sorbische Gemeinschaft geprägt ist. Vor allem die Frage nach der künftigen Rolle der Domowina als Interessenvertretung des sorbischen Volkes bedarf einer Lösung, zu der ich Ihnen viel Kraft und Durchsetzungsvermögen wünsche.“

Nach Ansicht von Sabine von Schorlemer steht zweifelsfrei fest, dass sich die Domowina auch weiterhin für die Belange des sorbischen Volkes und den Erhalt und die Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur ebenso einsetzen wird wie für die Anerkennung, Toleranz und Verständigung zwischen den Völkern. Sie wünscht dem neugewählten Vorsitzenden für seine Amtszeit die Kraft, aufbauend auf den Erfahrungen der älteren Generation mit großem Weitblick und jugendlichem Schwung all die anstehenden Aufgaben und auftretenden Probleme einer einvernehmlichen Klärung zuzuführen.
Quelle: PM des Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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Domowina und Vattenfall bleiben Kooperationspartner

Die im Jahr 2007 unterzeichnete Kooperationserklärung von Domowina und Vattenfall bleibt weiterhin Grundlage der Zusammenarbeit beider Partner. Das bekräftigten heute Vertreter von Domowina und Vattenfall im Heimatmuseum Dissen. Damit unterstützt Vattenfall auch für die kommenden drei Jahre die sorbische Bevölkerung in der Bergbauregion bei der Wahrung und Entwicklung ihrer sozialen und ethnischen Identität. Innerhalb der zurückliegenden drei Jahre konnte bereits eine Vielzahl von Projekten in der Niederlausitz sowie der Schleifer Region umgesetzt werden, die in einer Publikation dokumentiert sind.

„Seit über 100 Jahren wird in der Lausitz Braunkohle gewonnen. Noch nie hatten die Sorben für die Förderung ihrer Sprache und Kultur daran partizipiert, obwohl es sich um Bodenschätze ihrer angestammten Heimat handelt. Vattenfall hat nun erstmalig anders gehandelt. Darüber sind wir froh und hoffen auf dieser Basis in angemessener Form weiter Unterstützung zu finden”, so der Vorsitzende der Domowina, Jan Nuck.

„Die Förderung von Braunkohle greift in die Siedlungsstrukturen der Lausitz ein und beeinflusst in den betroffenen Ortschaften auch die sorbische Bevölkerung. In den letzten drei Jahren haben wir auf Grundlage der gemeinsamen Kooperationserklärung mit der Domowina konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Mit der nun verlängerten Vereinbarung gibt Vattenfall ein klares Bekenntnis zur weiteren Unterstützung ab. Wir hoffen, dass dieser vertrauensvolle Umgang beibehalten wird und die kommenden drei Jahre vielversprechende Projekte hervorbringen”, sagte Prof. Dr. Detlev Dähnert, Leiter Bergbauplanung/Genehmigung der Bergbau- und Stromerzeugungssparte bei Vattenfall.

Projektschwerpunkte für den nun avisierten Zeitraum bilden vor allem die Pflege der sorbischen Sprache, die Stärkung und Sicherung des sorbischen Lebens und der sorbischen Kultur. Dazu ist eine verstärkte Verknüpfung mit den Medien geplant genauso wie vermehrte Projekte in der Kunst und Kultur. Bild- und Tonmaterialien sowie Erinnerungen in Archiven, Bibliotheken, Museen und Heimatstuben werden durch die Kooperation gefördert. Sie sollen bei der Wahrung und Entwicklung der ethnischen Identität helfen.

Quelle: Pressemitteilung von Vattenfall

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