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Kirchengemeinde Ostro bangt um ihren Pfarrer Tomaš Dawidowski

Der Dresdner Bischof Reinelt will der sorbischen Gemeinde von Ostro (Wotrow) ihren beliebten Pfarrer Tomaš Dawidowski nehmen, der perfekt sorbisch gelernt hat und daher in der gegenwärtigen Existenzkrise der sorbischen Sprache im öffentlichen Raum gewissermaßen zu den Felsen in der Brandung gehört.

Diese Entscheidung des Bischofs – Versetzung von Pfarrer Dawidowski zum 1.9. ins Vogtland – reiht sich leider in die von Martin Walde in seinem aktuellen Buch “Wie man seine Sprache hassen lernt” beschriebenen antisorbischen Maßnahmen der katholischen Obrigkeit in der Geschichte ein und setzt sie in der Gegenwart fort.

In meinem sorbischen Blog habe ich (Anm. d. R.: Marcel Braumann) mich in sorbischer Sprache der konkreten Problematik gewidmet und einen Bezug zu der – in Deutsch zitierten – Forderung des ehemaligen Präsidenten des Zentralkomitees der Katholiken in Deutschland, des hoch geschätzten früheren sächsischen Wissenschaftsministers Hans Joachim Meyer, hergestellt, die Laien in der Kirche an personalpolitischen Entscheidungen zu beteiligen.

Die Kirchengemeinde in Ostro trifft sich aufgrund der vom Bischof herbeigeführten Notlage jeden Montagabend um 19 Uhr zu einem besonderen gemeinsamen Gebet, zu dem der Pfarrgemeinderat eingeladen hat.

Dieser Text wurde von Marcel Braumann, dem Autor von piwarc.wordpress.com verfasst

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