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Tillich zieht Bilanz eines erfolgreichen Vorsitzjahres

Ministerpräsident Stanislaw Tillich übergibt heute den MPK-Vorsitz an den Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck. Als Geschenk und Erinnerungsstück an den traditionsreichen Freistaat hat Tillich einen original Tintenroller aus Meissener Porzellan im Gepäck. Mit der Jahreskonferenz der Regierungschefs der Länder in Mainz geht das sächsische Vorsitzjahr zu Ende. Rheinland-Pfalz übernimmt den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz turnusgemäß von Sachsen.
Ministerpräsident Stanislaw Tillich zog ein positives Fazit: „Der sächsische MPK-Vorsitz ist in eine schwierige Zeit gefallen, in der die Wirtschafts- und Finanzkrise voll zugeschlagen hat. Bund und Länder haben als Sofortmaßnahme auf den größten Konjunkturabschwung in der Geschichte der Bundesrepublik mit den bisher umfangreichsten Konjunkturpaketen in Höhe von mehr als 80 Milliarden entschlossen und effektiv reagiert. Das föderale System hat ein weiteres Mal seine schnelle Handlungsfähigkeit bewiesen.“

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„Madonna Stroganoff“ zu Gast in Dresden

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Ehrengast aus Moskau – die ‚Madonna Stroganoff’ von Angelo Bronzino“ die exzellenten Beziehungen zwischen Sachsen, Deutschland und Russland hervorgehoben. Er sagte: „Dieses Bild steht für die Freundschaft unserer beiden Länder. Dass die „Madonna Stroganoff“ in Dresden ist, beweist, wie vertrauensvoll die Staatlichen Kunstsammlungen und das Puschkin Museum in Moskau kooperieren. Es zeigt, wie fruchtbar die kulturellen Verbindungen im Europa der Vielfalt sind.“

Tillich betonte, Sachsen sei gern ein guter Gastgeber für die Kunst. Diese diene als Botschafter zwischen den Kulturen und bewege Menschen weltweit. Diese beweise auch das seit 2006 erfolgreich laufende Programm „director´s choice“ zwischen den Staatlichen Kunstsammlungen und dem Moskauer Puschkin Museum. „Gerade die kulturellen Verbindungen zwischen Ost- und Westeuropa sind äußerst ergiebig. Hier hat das gegenseitige Vertrauen in den vergangenen zwanzig Jahren stets zugenommen. Deshalb werden wir in Zukunft noch mehr binationale Projekte auf den Weg bringen“, sagte Tillich. Dazu zählt beispielsweise das für 2010 geplante Kinderaustauschprogramm zwischen den beiden Museen. Ziel des Austausches ist es, die Kinder für die gemeinsame europäische Kultur zu begeistern.

Der Ministerpräsident verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass ab 2010 alle Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren in Sachsen freien Eintritt zu staatlichen Museen bekommen sollen. „Bildung ist die neue soziale Frage. Ich will, dass in Sachsen Kinder und Jugendliche aus allen Schichten möglichst frühzeitig Zugang zu Kunst und Kultur erhalten. Das darf keine Frage des Geldbeutels sein. Sachsen ist reich an kulturellen Schätzen, und ich wünsche mir, dass es durch den freien Eintrittstag für Kinder künftig ganz selbstverständlich wird, dass sie regelmäßig unsere staatlichen Museen besuchen“, so der Regierungschef.

Hintergrund: Im Jahr 2006 haben das Puschkin Museum und die
Staatlichen Kunstsammlungen das Programm „director´s choice“ ins Leben gerufen. Bei diesem neuartigen regelmäßigen Austausch wählen die Direktoren beider Museen immer wieder Werke des jeweils anderen Hauses zur Präsentation im eigenen Haus aus. Zudem arbeiteten beide Museen immer wieder bei Ausstellungen und Forschungsprojekten zusammen. Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffnete zuletzt im April dieses Jahres im Puschkin Museum die sächsische Leihgabe der Gemäldegalerie Alte Meister „Andrea Mantegna – Die Heilige Familie“.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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Grußwort des Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich anlässlich des Festaktes „20 Jahre Friedliche Revolution“

Grußwort des Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich anlässlich des Festaktes „20 Jahre Friedliche Revolution“

Achtung: Es gilt das gesprochene Wort!

“Versetzen wir uns in die Situation vor 20 Jahren, an jenem Abend des 9. Oktober.

Zehntausende sind auf den Beinen. Leipziger; Menschen, die extra aus anderen Städten hierhin gereist sind.

Für jeden gibt es viele unterschiedliche Gründe, auf die Straße zu gehen:

- Der eine will endlich reisen,

- oder er leidet unter der gesellschaftlichen Verkrustung, der politischen Unterdrückung.

- Der Andere will nicht hinnehmen, dass die Stasi weiter spitzelt und Menschen einsperrt.

- Wieder andere wollen die Mangelwirtschaft abschaffen,

- oder endlich die Umweltzerstörung beenden.

Eines haben alle gemeinsam: Die Demonstranten gehen für die Freiheit auf die Straße.

Mutig und weitsichtig sind diese Demonstranten am 9. Oktober …

… und genauso die Oppositionellen, die sich schon lange vor 1989 protestiert haben, und dafür einen hohen Preis zahlen mussten.

- Mutig, weil niemand wusste, wie der DDR-Unrechtsstaat reagiert.
- Und weitsichtig, weil sie erkannt haben, dass es so mit der DDR nicht weitergehen kann – nicht weitergehen darf.

Die Hunderttausenden überall in der ehemaligen DDR kämpften nicht für sich allein. Sie demonstrierten für alle Bürger – für eine freie Gesellschaft.

Sie protestierten auch für diejenigen, die im Herbst 1989 noch nicht so weitsichtig und reif waren, das zu erkennen.

Der Blick zurück auf den Herbst ´89 erfüllt uns mit Hochachtung für diejenigen, die sich gegen die SED-Diktatur und für die Freiheit erfolgreich auflehnten.

Wir sind stolz, dass die Friedliche Revolution ihre Wurzeln hier in Sachsen hat.

Die Demonstranten haben unserem Land den Weg in die Freiheit geebnet.

Freiheit – das ist für uns in Sachsen, in Deutschland und auch für mich nach wie vor die bestimmende Idee unserer politischen Diskussion.

Die Freiheit zu garantieren, ist Aufgabe des Staates – frei zu sein, ein Recht jedes Einzelnen.

Mit Freiheit meinen wir auch den Mut, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen.

Diese Tugend ist nicht nur an historischen Wendepunkten gefragt, sondern jederzeit.

Dieser Festakt ist Würdigung und Erinnerung an den Mut der Demonstranten vor 20 Jahren. Aber nutzen wir den Festakt auch, um in die Gegenwart zu blicken.

Machen wir uns klar, dass diese Freiheit nicht selbstverständlich ist: Sie braucht das Engagement jedes Einzelnen, sie muss täglich neu errungen werden.

Wir können nach wie vor viel Inspiration aus dieser Phase des Aufbruchs in Deutschland ziehen.

Meinungsfreiheit, sein Leben in die Hand nehmen zu können; anzupacken in der Familie, im Beruf, im Ehrenamt:

Jeder hat dank der Friedlichen Revolution die Freiheit, seine Wünsche und Träume zu leben.

Und das ist eine sehr ermutigende Erkenntnis! Vielen Dank.”

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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Tillich: „Wende-Denkmal in Plauen wird Denkmal für die Freiheit“

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute das geplante Denkmal zur Erinnerung an die Friedliche Revolution in Plauen als Denkmal für die Freiheit gewürdigt. „Dieses Denkmal wird an die historischen Ereignisse vor zwanzig Jahren erinnern und gleichzeitig jedem Einzelnen Anstoß geben, über den Wert dieser mutig erkämpften Freiheit täglich aufs Neue nachzudenken. Das Denkmal ist ein Denkmal des Volkes, für das Volk und durch das Volk. Es steht für das bürgerschaftliche Engagement von über 15.000 Menschen, die für eine freie Gesellschaft demonstrierten ohne zu wissen, in welchem Maße die Staatsmacht der DDR eingreifen würde. Ihr Mut und Wille zur Veränderung, ihr Streben nach Meinungs-, Wahl- und Reisefreiheit war stärker als die Angst vor Gewalt“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich heute während der Grundsteinlegung für das Denkmal zur Erinnerung an die Friedliche Revolution in Plauen.

Er dankte den Initiatoren, allen voran dem Lions Hilfswerk Plauen e.V., für ihr Engagement. „Sie setzen der Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit ein Denkmal in Form einer Kerze. Sie ist Symbol des friedlichen Protests und gewaltlosen Widerstands und ruft die dramatischen Stunden von damals in Erinnerung“, so Tillich weiter. „Ich wünsche der Stadt Plauen und den Plauenern, dass ihr Denkmal pünktlich zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit im nächsten Jahr das Stadtbild bereichert“, sagte der Ministerpräsident, der die Schirmherrschaft für dieses Denkmal übernommen hat.

Der Freistaat Sachsen unterstützt die Errichtung des Denkmals mit 28.240 Euro aus seinem Förderprogramm „20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit – Erinnerung und Gedenken“.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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Tillich heißt Chipmesse SEMICON in Dresden willkommen

Ministerpräsident Stanislaw Tillich eröffnet heute in Dresden die SEMICON Europa 2009, die von nun an jährlich in der sächsischen Landeshauptstadt stattfindet. Die SEMICON Europa ist eine der bedeutendsten Fachmessen für die Chipindustrie in Europa. Schwerpunkte der Messe bilden Halbleiterprodukte, -stoffe und Dienstleistungen. Auf der diesjährigen Messe präsentieren sich bis zum 8. Oktober mehr als 400 Aussteller aus 23 Ländern, davon 150 aus außereuropäischen Ländern.

„Ich heiße die SEMICON EUROPA in Sachsen herzlich willkommen. Die Entscheidung der SEMI Europe für Dresden als neuen Messestandort ist eine Auszeichnung für Silicon Saxony und unterstreicht die Bedeutung dieser Region als dem wichtigsten europäischen Standort für die Mikro- und Nanoelektronik. Ich verspreche mir von der Messe neue Impulse für die sächsische Chipindustrie und langfristig noch mehr Arbeitsplätze,“ so Tillich.

Die SEMICON Europa will die europäische Chipindustrie und die Ausbildung, Forschung und Entwicklung in diesem Bereich noch besser vernetzen und damit auf die Zukunft ausrichten. In Sachsens Mikroelektronikbranche beschäftigen 200 Unternehmen ca. 20.000 Mitarbeiter. Mit der Forschung und Ausbildung im Mikro-/ Nanoelektronikbereich an vier Universitäten, fünf Fachhochschulen, neun Fraunhofer-, vier Leibniz- und vier Max-Planck-Instituten befindet sich der Freistaat ebenfalls auf hohem Niveau.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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Tillich: Deutsche Einheit Glücksfall und Wendepunkt in der Geschichte unseres Volkes

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat heute bei einer Feststunde im Sächsischen Landtag den Mauerfall und die Wiedervereinigung als einen „einzigartigen Glücksfall in der Geschichte unseres Volkes“ gewürdigt. Tillich sagte in seinem Grußwort anlässlich des Tags der Deutschen Einheit: „Manche Ereignisse werden im Laufe der Zeit kleiner. Bei der Friedlichen Revolution ist das genau andersherum: Sie wird im zeitlichen Abstand immer weiter wachsen. Ihre Bedeutung ist kaum zu messen.“

Der Regierungschef würdigte besonders den Mut der Menschen, für ihre Freiheit überall in Sachsen, ob in Plauen, in Dresden, in Leipzig oder andernorts auf die Straße zu gehen und ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Tillich betonte: „Die Geschichte der Deutschen Einheit hat das Volk selbst geschrieben. Es war eine Bewegung aus der Mitte des Landes – mit solcher Kraft und Entschiedenheit wie sie nur eine Massenbewegung entwickeln kann.“

Die Friedliche Revolution sei ein Wendepunkt deutscher Geschichte gewesen, der das Versprechen von Einigkeit und Recht und Freiheit für ganz Deutschland habe wahr werden lassen.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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Tillich würdigt Iltgen als Brückenbauer über Parteigrenzen hinweg

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat den scheidenden Landtagspräsidenten Erich Iltgen vor dem Sächsischen Landtag als „Brückenbauer über die Parteigrenzen hinweg“ und als „Präsidenten aller Abgeordneten“ gewürdigt. Gemeinsam an der Zukunft Sachsens zu bauen, das sei das politische Credo des Alt-Landtagspräsidenten gewesen. Tillich: „Fast zwanzig Jahre lang folgte in Sachsen auf das Wort ‚Landtagspräsident’ automatisch der Name ‚Iltgen’. Amt und Name sind miteinander verschmolzen. Denn Erich Iltgen hat in den vergangenen Jahren sein Amt immer mit voller Kraft und stets mit Einsatz und Würde geführt.“

In seiner Rede vor dem Landtag dankte Tillich Iltgen zudem für sein langjähriges Engagement: „Vor zwanzig Jahren hat Erich Iltgen das Richtige getan: Er ist nicht Privatmensch geblieben, sondern hat sich politisch engagiert und so sein eigenes Schicksal wie das seines Landes in die Hand genommen. Erich Iltgen hat den Freistaat Sachsen mit aus der Wiege gehoben. Er hat dafür gesorgt, dass der sächsische Parlamentarismus groß werden konnte. Und der hat uns in einem erwachsenen Freistaat viele wichtige Wegmarken aufgezeigt.“

Zudem habe sich Iltgen stets für das Gemeinwohl in der Gesellschaft eingesetzt und danach gestrebt, die richtigen Lösungen für die gesamte Bevölkerung zu finden. Auch wenn Iltgen nicht mehr selbst politisch aktiv sei, die Qualität seiner Entscheidungen werde „auch in kommenden Legislaturperioden ein wichtiges Beispiel sein“, so Tillich abschließend.

Quelle: Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei

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