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Die Sorgen der Sorben

Das Volk der Sorben, das sich vor allem über seine Kultur und seine Sprache definiert, schrumpft seit Jahren. Heute gibt es vielleicht noch 20.000 Aktivsprecher, schätzt Prof. Christian Prunitsch. Vor 100 Jahren waren es noch an die zehnmal so viel. Schon immer gehörten die Sorben damit zahlenmäßig zu den “Kleinen Kulturen”, die der Philologe am Institut für Slawistik der Technischen Universität Dresden erforscht. Anhand von Querschnitten und Einzelstudien will man eine Typologie kultureller Kleinheit aufstellen. Prunitschs Erkenntnisse sollen auch den Sorben nützen. Nach seiner Auffassung grenzten sich die Sorben bisher durch ihre Sprache und ihre Konfession in einer Art Regionalpatriotismus von anderen Kulturen ab und agieren politisch größtenteils mit ihrem Minderheitenstatus. Der Dresdner Forscher meint: der Ansatz, wie eine Kultur sich selbst bestimmt, sollte eher aus einer vergleichenden Perspektive stammen, die sich zu Staat und Amtssprache schöpferisch “ins Verhältnis setzt”.

Eine vorausschauende Kulturpolitik, merkt Christian Prunitsch dabei kritisch an, sollte experimentellen Projekten mehr Geld einräumen, anstatt die Stiftungsmittel institutionsgebunden (für Planstellen etc.) auszureichen. Innovative Ideen, die eine stärkere finanzielle Förderung verdienten, gäbe es durchaus. Einige davon werden auch schon gefördert. Das Witaj-Sprachzentrum etwa ist die sorbische Erfolgsgeschichte der neunziger Jahre schlechthin. Die Kindergärten, in dem deutschsprachige und sorbische Kinder zweisprachig durch den Alltag geführt werden, sind gerade bei deutschsprachigen Eltern sehr populär und sichern den Schülernachwuchs für die sorbischen Schulen der Gegenwart. (weiterlesen…)

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Bautzener Eierschieben 2008

(lifepr) Bautzen, 11.03.2008 – Am Ostersonntag, dem 23. März 2008, findet zum achten Mal das Bautzener Eierschieben – eines der größten Volksfeste in der Oberlausitz – statt. Organisiert vom Tourismusverein der Stadt zieht der alte Volksbrauch jährlich zwischen 10.000 und 15.000 Besucher an. Begleitet wird das Eierschieben am Hang der Spree von einem gemeinsamen Programm des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters und des Sorbischen National-Ensembles.

Von 10 bis 16 Uhr lädt zudem ein Ostermarkt zum Verweilen ein. An 30 Ständen können die Besucher dabei Leckereien aus der Region genießen und Oberlausitzer Handwerkskunst bewundern. Keramik, Korbwaren, österliche Gestecke, Tee, Kräuter und Pflanzen zählen ebenso zum Angebot wie Wurst und Fleisch aus dem Rauch und Brot aus dem Holzofen. (weiterlesen…)

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