Beiträge auf sorben.org zum Thema Wissenswertes
Protestdemonstration für das Sorbische National-Ensemble
“Stiftung für das Sorbische Volk” heißt eine Stiftung die eigens zur Förderung der sorbischen Sprache und Kultur eingerichtet wurde. Die aktuelle Zuwendungssumme der Stiftung von Bund, Land Brandenburg und Freistaat Sachsen für das Jahr 2010 beträgt insgesamt 16.8 Millionen Euro. Dies ist wahrlich nicht viel für die breite Palette an förderungswürdigen Projekten. Letztes Jahr wurde von der Stiftung ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Effizienz der eingesetzten Mittel überprüfen sollte. Das Gutachten hatte in der Lausitzer Bevölkerung eine große Verunsicherung hervorgerufen. Interpretationen des Gutachtens brachten seltsame Blüten zum Vorschein. Im Raum stand zum Beispiel, dass das Sorbische National-Ensemble doch bitte Sorbisch Sprachige Stücke mit rein sorbischen Schauspielern spielen solle. Dabei ist gerade das Sorbische National-Ensemble ein sehr essentieller Teil um auch gerade den deutschsprachigem Zuhörer die Sorbische Kultur näher bringen soll, bisher auch brachte und dies auch hoffentlich auch in Zukunft noch schafft. Doch auf das Sorbische National-Ensemble kommen gewaltige Kürzungen zu. Der Stiftungsrat der Stiftung wird am 25. März über die von der Domowina verabschiedete Beschlussvorlage beraten. Gegen die, bisher bekannten geplanten Einsparrungen startete gestern ein Protestmarsch in Bautzen. Jörg war vor Ort und dokumentierte das geschehen.

alle Bilder der Demo ansehen (Fotograph: Jörg)
Kommentar hinterlassen...Terminübersicht Juni 2010
Liebhaber der Dudelsackmusik kommen vom 18. bis zum 20. Juni in Schleife/Slepo auf ihre Kosten: zum VI. Internationalen Dudelsackfestival haben sich 16 in- und ausländische Ensembles mit ca. 200 Mitwirkenden angesagt.
Terminübersicht März 2010
Ostern bei den Sorben – Vom Schenken um die Osterzeit
Volkskünstler verzieren Eier in den traditionellen sorbischen Techniken - 13.03.2010 bis 28.03.2010
Passend zur Sonderausstellung “Ostern bei den Sorben – Vom Schenken um die Osterzeit”
13.03./14.03/20.03./21.03/27.03./28.03.2010 jeweils 13 – 17 Uhr
Ostereierverzieren im Sorbischen Museum - 02.04.2010 bis 05.04.2010
Von 10-18 Uhr Ostereierverzieren in den traditionellen sorbischen Techniken durch Volkskünstler aus der Lausitz
Terminübersicht April 2010
Ostern im Freilandmuseum Lehde - 10.04.2010 bis 13.04.2010
Ostern im Freilandmuseum
Ostereier verzieren
Frühlingsbrauchtum
Waleien
Märchen vom Frühling
11 – 17 Uhr
20. Ostereierbörse & Trachten im Ostereiermuseum Sabrodt - 02.04.2010
– Ostereier aus aller Welt
– Siegerkollektionen vom sorbischen Ostereierwettbewerb in Bautzen
– Bräuche und Spiele ums Ei zu verschiedenen Jahreszeiten
Ostern in Burg (Spreewald) - 02.04.2010 bis 04.04.2010
- Osterwerkstatt, Osterprogramm
- sorbisch Kirchgang Burg
- Festplatz
10. Brunnen- und Maibaumfest in Calau - 30.04.2010
Tanz und buntes Treiben rund um den Maibaum
Traditionelles Maibaumstellen in Peitz - 30.04.2010
auf dem Marktplatz ab 19 Uhr
Terminübersicht Januar 2010
Der Sorbische Künstlerbund veranstatltet im Sobrischen Haus in Cottbus ein Konzert(Flöte, Harfe, Klavier) mit sorbischen Kompositionen und Weltliteratur.
Weihnachtskonzert in Crostwitz - 03.01.2010
Der Crostwitzer Kirchenchor gibt am Sonntag um 16 Uhr in der Pfarkirche seine Lieder zum Weihnachtskonzert zum besten.
Ausstellung Meine Fotografenzeit Birken -
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 bis 16.30 Uhr
Ausstellung "Zurück zu meinen wendischen Wurzeln - Back to my wendish roots" - 16.10.2009 bis 21.02.2010
Ausstellung über Wendische Auswanderer nach Übersee im 19. Jahrhundert und ihre Nachfahren heute
Die. bis Fr. 08.30 – 18 Uhr
Sa./So./Feiertage 14 – 18 Uhr
Ausstellung Die sorbische Sprache lebt in der BTU Cottbus - 15.01.2010 bis 15.03.2010
im Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ) der BTU Cottbus
Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 09.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Sa. 09.00 bis 13.00 Uhr
Vogelhochzeitsprogramm für Kinder "Verschwundene Elster" - 18.01.2010 bis 21.03.2010
jeweils 8:30 und 10:30 Uhr
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Modern aus Tradition – Finissage der Ausstellung

Modern aus Tradition – Finissage der Ausstellung
Samstag 05. September 2009, 17 Uhr, Sorbisches Museum, Ortenburg Bautzen
mit Lesung aus “Shutka Shukar. Zu Gast bei Roma, Ashkali und Ägyptern”
Es lesen Mitglieder des Forum Tsiganologische Forschung in Leipzig.
Shutka (Shuto Orizari) ist ein Vorort der makedonischen Hauptstadt Skopje, die 1963 von einem furchtbaren Erdbeben heimgesucht wurde. Hier wohnen mehr Roma und andere Zigeuner zusammen als in irgendeiner anderen Stadt Europas. Sie pflegen eine Fest-, Streit- und Kontrastkultur, die sich schwer auf ein gängiges Muster vereinfachen lässt und die übliche Antidiskriminierungsperspektive ebenso überfordert wie die Suche nach Zigeunerromantik.
Im Sommer 2007 konnte eine Gruppe Studierender vom Forum Tsiganologische Forschung der Universität Leipzig dort zu Gast sein. Sie haben ihre Eindrücke zu diesem Lesebuch zusammengefasst. Es schildert interkulturelle Missverständnisse, ernst gemeinte Anpassungsversuche, die Unmöglichkeit des Alleinseins und eine Menge Widersprüche zwischen Abgrenzung und Integration, zwischen Armut und Prestige, zwischen Idealeuropa und seinem Gegenteil, zwischen Willkommen und Abschied.
Eintritt: EUR 3,50 und ermäßigt EUR 2,00
Sorbisches Museum
Ortenburg 3-5
02625 Bautzen
Telefon: +49(0)3591 42403
Telefax: +49(0)3591 42425
E-Mail: sm@sorbisches-museum.de
Internet: www.sorbisches-museum.de
Wochentags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Termin im Veranstaltungskalender bei Facebook Kommentar hinterlassen...
terminubersicht-Juli-2009
Tägliche Höhepunkte
Basteln, Malen, Werkeln mit Naturmaterial, Sorbische Bastelstraße, Sorbische Volkskunst kennen lernen, Verkleiden und Schminken, Ketten fädeln und Schmuck herstellen, bunte Buttons selbst gemacht, Sportaktivitäten und Sportwettkämpfe, Spiel und Spaß auf dem Kleinkinderspielplatz, Verkehrsgarten, Schach, Bühnenprogramm mit Musik und Spiel und Mini – Playback – Show, Amigo Spielebox, Fußball in den Street Socceranlagen, Torwand schießen, Kampfsport
Quelle & mehr Informationen: www.pewobe.de
WITAJ-Camp in Burg/Spreewald - 27.07.2009 bis 31.07.2009Seit nun vier Jahren wird jeden Sommer das WITAJ-Camp veranstalltet. Dabei treffen sich sorbisch/wendischsprachige Kinder zum gemeinsamen vertiefen und erleben der niedersorbischen Sprache.
Veranstalltungsort: Schullandheim Burg, Byhleguhrer Straße 1, 03096 Burg
Pilgerwanderung nach Krupka - 26.07.2009 bis 31.07.2009
Jedes Jahr im Sommer pilgern viele sorbische Jugendliche von Crostwitz nach Krupka.
Ausstellung im Wendischen Museum: Der Unwissenheit dieser guten Menschen eine Änderung zu geben - 10.07.2009 bis 20.09.2009
300 Jahre Druck des niedersorbischen Neuen Testaments (1709 – 2009). Ausstellung vom 10. Juli bis 20. September 2009
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Sorbischsprachige Zeitung – “Serbske Nowiny”
Die einzige Tageszeitung in Obersorbischer Sprache, die “Serbske Nowiny”, wurde 1842 in Bautzen gegründet. “Serbske Nowiny” bedeutet im Deutschen “Sorbische Nachrichten”. Die Zeitung erscheint fünf mal in der Woche. Einmal im Monat wird eine deutschsprachige Zusammenfassung herausgegeben. Aufgrund des doch eher kleinen Abnehmerkreises wird die Zeitung durch die Stiftung für das sorbische Volk subventioniert.
1937 wurde die Zeitung durch das herrschende Regime verboten und nahm erst im Juli 1947 ihren Betrieb wieder auf. Kommentar hinterlassen...
Gutachten kritisiert Sorbische Institutionen
Die Stiftung für das sorbische Volk hatte eine Studie über die Arbeit der sorbischen Institutionen in Auftrag gegeben. Diese Studie wurde nun vorgelegt und bescheinigt den Begutachteten wenig Kooperation, unsachgemäße Verwendung von Geldern sowie schlechtes Marketing, so die SZ in ihrer heutigen Ausgabe. Der Domowina-Vorsitzende Jan Nuck war schon vor der Beantragung des Gutachtens gegen dessen Durchführung. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder die sorbischen Institutionen von unabhängigen Prüfern begutachtet. Allein in diesem Jahr verschlangen die Gutachten mehr als 100 000 Euro, dies sei pure Geldverschwendung, so Nuck.
Der Domowina-Vorsitzende sah darin nur ein Ziel: Den Zuwendungsgebern, vor allem der Bundesregierung, dienten die Überprüfungen als Vorwand, um Fördermittel für sorbische Belange weiter zu kürzen.
Kritikpunkt eins des Gutachtens: Das Deutsch-Sorbische Volkstheater nutze Gelder zweckentfremdet.
Das Theater, welches überregional bekannt ist, spielt viele sorbische Stücke, in deutscher als auch sorbischer Sprache. Durch das Aufführen der Stücke in deutscher Sprache wird zwar nicht der Sprache an sich geholfen, dafür aber die Kultur in spielerischer Art und Weise an jene weitergeben, die sonst nicht damit in Berührung gekommen wären.
Das Gutachten legt die für sorbische Stücke genutzte Parkplatzkapazität für die Berechnung der Kosten zugrunde und lässt das ganze Drumherum (Verwaltung & Technik) vollkommen außer Betracht.
Der Intendant Lutz Hillmann vermutet dahinter einen Versuch, das “bikulturelle” Theater aufzuspalten.
Kritikpunkt zwei ist, dass Publikationen des Domowina-Verlages optisch altmodisch wären.
Daran sieht man meiner Meinung nach, dass an jeder Ecke gespart wird. Es gibt viele schöne Farbfotos von Festivitäten in der Zeitung. Grundsätzlich sind vermutlich mehr Ausgaben schwarzweiß als farbig. Allerdings kann man die bunten, optisch sehr hübschen, ganzseitigen Vattenfall-Annoncen, nicht mitgerechnen, die sind eher ein Stich ins Herz.
“Witaj” fördert die Sprache kaum, so der 3. Kritikpunkt.
Ein Sprichwort besagt: “In den Händen unserer Kinder liegt unsere Zukunft”. Jan Nuck wird nicht müde, darauf hinzuweisen, dass mehr und mehr Eltern ihren Kindern die sorbische Sprache nicht weitervermitteln. Um dies abzufedern, soll ein breites “Netz” verhindern, dass Kinder nicht in den Genuss einer zweisprachigen Spracherziehung gelangen. Es genügt nicht, alleine auf die Eltern zu setzen, so Nuck, es müssen auch Erzieher und Gemeinden mit dabei sein.
Witaj ist dafür ein sehr guter Einstieg.
Im Oktober liegt der Abschlussbericht vor. Dann heißt es wieder für jede sorbische Institution “kämpfen um jeden Cent”.
Danke an Jana für die weitern Hinweise.
Kommentar hinterlassen...Handwerk- Handel- Heiligtümer- eine Zeitreise
Wer sich am Sonnabend und Sonntag (23 / 24. Mai) in Dissen hinter die Kirche begibt, der wird auf eine Zeitreise mitgenommen und um 1000 Jahre zurück versetzt.
Den Besuchern bietet sich eine eindruckvolle Kulisse für ein wissenschaftlich geprägtes Projekt, dem sich das Heimatmuseum Dissen widmet: „Zeitreise- Rückkehr der Slawen“:
Männer, Frauen und Kinder in einfachen Leinen- und Wollkleidern, Handwerker und Musiker und Krieger in voller Kampfrüstungen aus einer längst vergangenen Zeit, haben dort ihr Zeltlager aufgeschlagen. Im Schatten der großen Zelte kochen Frauen auf dem Feuer Mittag, nähen und spinnen. Männer schmieden, bearbeiten Steine, schnitzen aus Holz Löffel und aus Horn kleine Schmuckstücke. Unter einem Leinewanddach spielte die Musikgruppe „Fideluis“ und „Candelena“ auf mittelalterlichen Instrumenten. Krieger kämpften mit Axt und Sax. (weiterlesen…)
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