Beiträge auf sorben.org zum Thema Blog

“Störfall Atomkraft” im Berliner Abgeordnetenhaus

Störfall Atomkraft

Störfall Atomkraft

Eingeladen von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner
Abgeordnetenhaus räumten die Herausgeber der “Störfall Atomkraft”
Publikation Karl-Wilhelm Koch, Astrid Schneider und Ralph Kappler mit Märchen der Atomlobby auf. Sie belegten analytisch, dass Atomkraft weder kostengünstig noch sicher ist. Klar wurde auch, dass Uran mitnichten eine einheimische Energiequelle ist und Deutschland durch Merkels Atompolitik in unverantwortliche Abhängigkeit undemokratischer Krisenregionen gelenkt wird. Denn laut EURATOM kamen 2009 über 27,4 Prozent der gesamten weltweit gewonnenen Uranproduktion aus der vormaligen Sowjetregion Kasachstans;
einem geopolitischen Hexenkessel.

Felicitas Kubala, umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Berliner
Abgeordnetenhaus, forderte gerade auch für die deutsche Hauptstadt eine ökologischere und wirtschaftlich nachhaltige Energieversorgung. Ralph Kappler überraschte gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion mit einem Zitat des unter dubiosen Umständen zurückgetretenen Bundespräsidenten. Denn es war eben dieser Horst Köhler, der erklärt hatte: „Ich kenne keinen einzigen seriösen Wissenschaftler, der behauptet, mit Atomenergie könnten unsere Energieprobleme gelöst werden.“ Kappler verwies dann auf Nachfolger Christian Wulff, der über Jahre als einer der wendigsten CDU Atompolitiker agiert hatte. Wulff wurde einige Tage nach der Podiumsdiskussion und erst nach drei quälenden Wahlgängen an Stelle des Bürgerrechtlers Joachim Gauck von Angela Merkel zum neuen Bundespräsidenten gekürt. Mit präzisen technischen Details belegte Dr. Valerie Wilms (MdB) als ausgebildete Ingenieurin am Beispiel des gegenwärtig wegen Störungen und schwerer Sicherheitsmängel stillstehenden Atomkraftwerkes Krümmel, wie gefährlich die veraltete und hochriskante Vattenfall Siedewasserreaktor-Technologie ist. Auch Nachrüstungen helfen da wenig, weil alte und neue Bauteile technisch nicht zusammen passen. Eine wichtige Forderung der Grünen ist daher die umgehende Stillegung der ältesten und störanfälligsten Reaktoren.

Immer mehr Uran kommt aus heißer Krisenzone Kasachstans

Astrid Schneider räumte mit einer der frechsten Atomlügen auf. Denn das Uran der deutschen Atommeiler kommt mehr und mehr aus unsicheren Krisenregionen. “Uran ist absolut kein einheimischer Energieträger, da
Deutschland hier zu 100 Prozent importabhängig ist. Auch abhängig von Kasachstan, das in hochexplosiven Krisenherden zwischen Afghanistan, Pakistan, China, Russland und dem Iran liegt.“, erklärte die Grüne
Abgeordnete Astrid Schneider. Die von der Industrie und dem Bundeswirtschaftsministerium systematisch verschleierte Uran Versorgungslage, kritisierte Schneider scharf. Denn selbst auf der Homepage des Bundeswirtschaftsministerium wird fälschlich behauptet, dass Uran eine „einheimische Energiequelle” sei, nur weil der Teilschritt der „Veredelung“ des Urans in Deutschland erfolge. Sie belegte anhand – auch beim IPCC kursierender Atom-Szenarien – dass die sogenannte nukleare Renaissance ideologisch getrieben auf spekulativen Uran-Ressourcen und eher spekulativen Technologien, wie z.B. auf der immer wieder in die weit entfernte Zukunft verschobenen schnellen Brütertechnologie oder der Nuklearfusion, fußt.

Deutsche Atommeiler sind allgemeingefährlich unterversichert

Wäre eine Energiezukunft mit mehr Atomkraft sicherer und billiger für die Verbraucher? „Im Falle einer Reaktorkatastrophe wären die deutschen Atombetreiber allgemeingefährlich unterversichert.“, so Astrid Schneider, die im Berliner Abgeordnetenhaus für Verbraucherschutz zuständig ist. Schneider erklärte, dass die Haftpflicht für Atomkraftwerke in Deutschland nur 2,5 Milliarden Euro beträgt. Laut Schweizer Atomaufsicht betrügen die erwarteten Kosten für einen GAU ca. 4.3 Billionen Euro. Dieser Schaden ist aber das 1700-fache (!) der lächerlich geringen Atom Haftpflichtsumme von 2,5 Milliarden Euro. Die gigantischen Schäden und Folgeschäden würden profithungrige Atomkraftbetreiber auf die Allgemeinheit und damit die geschädigten Bürger abwälzen. Nicht zu reden davon, dass Deutschland auf unabsehbare Zeit zur nuklear verseuchten „No Go Area“, also noch unter das Level eines dysfunktionalen Entwicklungslandes, herabsinken würde.

Sachverständigenrat sieht Licht am Ende des Tunnels

Im Kontext des avisierten Energiekonzeptes der Bundesregierung wurden mit der Störfall Atomkraft Podiumsdiskussion vom 25. Juni 2010 die tatsächlichen Atomkosten, die Uranversorgungslage und Störfallbilanz thematisiert. Anhand einer aktuellen Studie wurde aber auch ein kontrastierender Ausblick von Dr. Christian Hey mit dem machbaren Umstieg auf 100% regenerative Energien bei weiter laufendem Atomausstieg geboten. Bei entsprechendem politischem Willen ist die regenerative Energiewende in 30 Jahren zu 100 Prozent möglich, so der Generalsekretär des Sachverständigenrates der Bundesregierung Dr. Christian Hey.

Ralph Thomas Kappler
STÖRFALL ATOMKRAFT unter: www.vas-verlag.de
Internet: www.halo-energy.com

Kommentar hinterlassen...

Neues sorbisches evangelisches Gesangbuch

Jubiläum: Vor 300 Jahren erschien das erste obersorbische Gesangbuch

Anfang Juni diesen Jahres erscheint im Bautzener Domowina-Verlag ein neues evangelisches Gesangbuch in obersorbischer Sprache. Vorgestellt wird es zur Eröffnung des Sorbischen evangelischen Kirchentags (5.- 6. Juni) in Bautzen am Sonnabend (14:00 Uhr) in der Michaeliskirche. Am nächsten Tag im Festgottesdienst (10:00 Uhr) soll es dann in Gebrauch genommen werden.
Gemeinsam mit Mitgliedern des Sorbischen Kirchgemeindeverbandes hatte der Sorbische Superintendent Jan Mahling die Herausgabe des Gesangbuches in den vergangenen Jahren vorbereitet. Unter den 348 Gesangbuchliedern sind auch 66, die neu aufgenommen wurden. Zu den im alten Gesangbuch bisher nur mit Text aufgeführten Strophen erscheint erstmals ein Notensatz.
Die Herausgabe wird durch die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und die Stiftung für das sorbische Volk gefördert. Anlässlich der Einführung des neuen Gesangbuches findet am 5. Juni (14.00 Uhr) im Gemeindesaal der Kirchgemeinde St. Michael (Wendischer Kirchhof 1) ein Festvortrag des englischen Slawisten Dr. Gerald Stone aus Oxford zur Geschichte und Bedeutung des sorbischen Gesangbuches statt.
Immerhin ist ein Jubiläum zu feiern, denn vor 300 Jahren erschien auf Veranlassung der Oberlausitzer Stände mit einer Sammlung von 200 Liedern das erste obersorbische Gesangbuch in Bautzen. Die letzte Ausgabe stammt aus dem Jahre 1955. Das neue Gesangbuch im Domowina-Verlag in Bautzen erscheint in einer Auflage von 800 Exemplaren. Preis: 14,90 Euro
Evangelische Gottesdienste in sorbischer Sprache werden heute noch regelmäßig in acht Kirchgemeinden der Oberlausitz gehalten. Diese gehören zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens oder zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
Kontakt: Sorbischer Superintendent Jan Mahling, Goethestraße 40,
02625 Bautzen. Tel.: 03591 600711
Kommentar hinterlassen...

Vattenfall führt Tagebau Reichwalde nach umfassender Modernisierung weiter

die F60

Im sächsischen Tagebau Reichwalde beginnt nach fünf Jahre dauernder Modernisierung der Probebetrieb der Abraumförderbrücke F60. Die erneute Inbetriebnahme ist eine wichtige Etappe zur Wiederaufnahme der seit 1999 gestoppten Kohleförderung. In dem genehmigten Feld Reichwalde lagern rund 366 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Diese Kohle soll bis Mitte der 2040-er Jahre vor allem der Versorgung des Kraftwerksstandortes Boxberg dienen.

Zum Start der Weiterführung des Tagebaues waren heute der Staatssekretär im sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Roland Werner, das Vorstandsmitglied von Vattenfall Europe Mining & Generation, Dr. Hartmuth Zeiß, sowie der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der Vattenfall Europe Mining AG, Helmut Franz, anwesend. Sie gaben per Funkkommando gemeinsam das Startsignal zum Anfahren der F60. (weiterlesen…)

weiterlesen oder Kommentar hinterlassen...

Tagung des Bundesvorstandes der Domowina am 13.03.2010

Die 15. Hauptversammlung der Domowina findet am 26. März 2011 in Uhyst/Spree statt. Das beschloss der Bundesvorstand der Domowina unter der Leitung des Vorsitzenden der Domowina Jan Nuck auf seiner heutigen Tagung in Klein Partwitz. Die Hauptversammlung soll unter anderem Satzungs- und Strukturfragen behandeln, einen neuen Vorsitzenden wählen und eine Diskussion des Programms der Domowina beginnen.

Die Stellungnahme der Domowina zur Konzeption des Instituts für kulturelle Infrastruktur Sachsen (das sogenannte Vogt-Papier) wurde nicht abschließend behandelt, sondern zur weiteren Abstimmung an eine Redaktionskommission, der die Vorsitzenden der Arbeitsausschüsse der Domowina angehören, überwiesen.

In einem zusätzlichen Tagesordnungspunkt erhielten Vertreter des Betriebsrates des Sorbischen National-Ensembles (SNE) Gelegenheit, eine Stellungnahme zur aktuellen Lage des SNE abzugeben. Sie forderten unter
anderem den Erhalt der tradierten unikaten Einrichtungen und die Rücknahme der überproportionalen Kürzungen beim Sorbischen National-Ensemble. Danach beschäftigte sich der Bundesvorstand in nichtöffentlicher Sitzung mit dem Konzept zur institutionellen Förderung der professionellen sorbischen Kunst, die von einer Arbeitsgruppe der Stiftung für das sorbische Volk erarbeitet worden ist. Die Mehrheit der Mitglieder des Bundesvorstandes stimmte dem vorgelegten Konzept zur Umstrukturierung des SNE zu; es soll auf der Stiftungsratssitzung am 25. März in Cottbus behandelt werden. Des Weiteren sprach sich der Bundesvorstand dafür aus, dass die Abfindungen nicht aus dem Stiftungsetat, sondern von den Geldgebern der Stiftung[dem Bund sowie Sachsen und Brandenburg] zu erbringen sind.

Der Bundesvorstand beschloss einstimmig die Stellungnahme der Domowina zur Fortschreibung des Braunkohlenplanes für den Tagebau Nochten. Er schloss sich damit der Position des Vorstandes der Domowina-Regionalverbandes Weißwasser/Niesky vom 3.3.2010 an, in der es heißt: “Der Regionalverband sieht unter den Bedingungen der langfristigen Braunkohlengewinnung und mit Blick auf die vorgesehene Umsiedlung die wichtigste Aufgabe darin, die sorbische Substanz zu erhalten und sogar zu stärken. . Das Vorranggebiet darf nicht abgebaggert werden. Es droht die Gefahr, dass die Grundlagen für den weiteren Erhalt der sorbischen Sprache, Bräuche und Traditionen dadurch langfristig Schaden erleiden. Für den 1997 erfolgreich begonnenen Prozess der Revitalisierung der sorbischen Sprache im Siedlungsgebiet der evangelischen Sorben im Schleifer Gebiet könnten irreparable Schäden entstehen, auch deshalb, weil die Menschen zu Entscheidungen gezwungen werden, denen sie normalerweise nicht ausgesetzt wären.” Die Stellungnahme wird als Position der Domowina dem Regionalen Planungsverband Oberlausitz- Niederschlesien übermittelt.

Gleich in zwei Vorträgen standen Bildungsfragen im Mittelpunkt. Dr. Beate Brězan, seit 1.9.2009 Leiterin des WITAJ-Sprachzentrums, informierte über aktuelle Aufgabenstellungen. Die Leiterin der Bildungsagentur PONTES, Dr. Regina Gellrich, stellte dieses Bildungsnetzwerk in der Euroregion Neisse vor, das seit 2002 auf deutscher, polnischer und tschechischer Seite aufgebaut wird. Es hat gegenwärtig ca. 300 Kooperationspartner in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Vereinen, darunter seit 2004 auch die Domowina – Bund Lausitzer Sorben e. V.

Zu Beginn der Sitzung informierte Bürgermeister Dietmar Koark über die Bemühungen der Gemeinde Elsterheide, die sie dem Erhalt der sorbischen Sprache – z. B. mit dem Witaj-Projekt in einer von drei kommunalen Kindertagesstätten – sowie der Pflege von sorbischem Brauchtum und Kultur widmen. Mit Blick auf den Tourismus im Lausitzer Seenland gelte es, sich mit Fingerspitzengefühl in diese Entwicklung einzubringen.

Quelle: PM der Domowina

Kommentar hinterlassen...

Sorben.org setzt sich ein

Jede Sprache und Kultur ist etwas ganz Besonderes. Sorben.org kämpft mit eurer Unterstützung dafür, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Wir müssen aus den uns gegebenen Mitteln soviel wie möglich Potential herausholen. Das Internet bietet dazu genau die richtige Plattform. Hier erreichen wir Millionen interessierter Menschen. Durch die anschauliche, für jedermann leicht verständliche Beschreibung sorbischer Bräuche und Feste, sowie eine Terminübersicht, kann nun jeder an den kulturellen Reichtum teilhaben. Ein Sorbisch-Sprachkurs mit Hörbeispielen gibt einen kleinen Einstieg in die Sprache.

Kommentar hinterlassen...

sachsen.de jetzt auch in Sorbisch

Die Internetpräsentation des Freistaates Sachsen kann seit heute auch in Sorbisch gelesen werden. Neben Sorbisch kann sich der Besucher natürlich neben Deutsch auch in Englisch, Französisch, Tschechisch, Polnisch und auf Spanisch über die Arbeit der Regierung und Verwaltung informieren. Mittlerweile sind rund 140 Seiten des Internetauftrittes in das neue Sprachangebot übersetzt worden. Allerdings ist noch lange nicht Schluss denn laut der Sächsische Staatskanzlei wird dieses Angebot schrittweise weiter ausgebaut und durch mehrsprachige Informationen aus den einzelnen Ressorts ergänzt.

Kommentar hinterlassen...

Serbske Nowiny bleibt als Tageszeitung erhalten

Tageszeitung Serbske Nowiny

Der DJV (Deutscher Journalisten-Verband) wendetete sich mit einer Resolution zum Erhalt der sorbischsprachigen Tageszeitung Serbske Nowiny an die Bundesregierung , die Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg sowie den Rat der Stiftung für das sorbische Volk. Die Resolution fordert auf alles dagegen zu unternehmen, dass die vom Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen geforderte Umwandlung der Serbske Nowiny zu einem Wochenblatt. Die Antragsteller begründeten die Resulution damit, “dass das täglich gedruckte Wort für den Erhalt und die Entwicklung der sorbischen Sprache unerlässlich” sei.

Kommentar hinterlassen...

Neujahrsansprache 2010 von Ministerpräsident Stanislaw Tillich

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Stanislaw Tillich

Sachsen ist ein starkes Land. Wir Sachsen sind selbstbewusst, und das zu recht. Wir stehen am Anfang des Jahres 2010. Wir blicken nach vorn. Was macht die Sachsen aus? Wenn früher die sächsischen Bergleute in den Stollen eingefahren sind, war eines wichtig: Sie mussten sich aufeinander verlassen können. Da war nicht das „ich“, sondern das „wir“ entscheidend.

Diese Solidarität, der Wille, gemeinsam ein Ziel zu erreichen, ist typisch sächsisch – das zeichnet uns heute noch aus. 20 Jahre nach der Deutschen Einheit kann man sehen, was wir gemeinsam geschafft haben.

Auch im kommenden Jahr werden wir unsere Ziele weiter verfolgen: Es liegt viel Arbeit vor uns, damit wir nach der schwersten Rezession seit mehr als 60 Jahren wieder auf Wachstumskurs gehen können. Wir wollen die Arbeitslosigkeit bekämpfen und weiter dafür sorgen, dass unser Land allen eine gute Heimat ist. (weiterlesen…)

weiterlesen oder Kommentar hinterlassen...

Weihnachtswünsche 2009

Redakcija wot “Sorben.org” přeje wšitkim swojim čitarjam žohnowane a hnadypołne hody!
Die Redaktion von Sorben.org, wünscht all ihren Lesern ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest!

advent2008

Kommentar hinterlassen...

Kulturstaatsminister Bernd Neumann unterzeichnet gemeinsam mit Ministerpräsidenten Tillich und Platzeck Finanzierungsabkommen für Sorben-Stiftung

Kulturstaatsminister Bernd Neumann und die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Stanislaw Tillich und Matthias Platzeck, haben am heutigen Freitag das neue Finanzierungsabkommen für die Sorben-Stiftung unterzeichnet.
Bei der Veranstaltung im Bundesrat erklärte der Kulturstaatsminister: “Es ist eine außerordentliche gemeinsame Leistung des Bundes und der beiden Länder Sachsen und Brandenburg, dass der Etat der Sorben-Stiftung im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Millionen Euro auf jährlich 16,8 Millionen Euro gesteigert werden konnte – und das über einen Zeitraum von fünf Jahren. Ich gehe davon aus, dass die Stiftung diese Planungssicherheit dazu nutzen wird, die sorbischen Einrichtungen weiter zukunftsfähig zu machen. Dieser Modernisierungsprozess wird vor allem im Interesse der jüngeren Generation notwendig sein, damit das sorbische Volk auch weiterhin zum kulturellen Reichtum Deutschlands beitragen kann.”

Das zweite Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk tritt rückwirkend zum 1. Januar 2009 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2013. Es verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht jeweils zwölf Monate von einer der beteiligten Stellen gekündigt wird. Das Abkommen regelt die Finanzierung der Stiftung, die vom Bund mit den Ländern Sachsen und Brandenburg gemeinsam getragen wird. Die Stiftung erhält jährlich rund 16,8 Millionen Euro, davon steuern der Bund 8,2 Sachsen 5,85 und Brandenburg 2,77 Millionen Euro bei. Das Abkommen löst das erste Finanzierungsabkommen aus dem Jahre 1998 ab.

Zweck der öffentlich-rechtlichen “Stiftung für das sorbische Volk” mit Sitz in Bautzen und Cottbus ist die Pflege und Förderung sorbischer Sprache und Kultur. Gefördert werden Wissenschafts-, Kultur- und Bildungseinrichtungen. Die Sorben, ihre Zahl wird auf etwa 60.000 Personen geschätzt, haben mit Obersorbisch und Niedersorbisch zwei Schriftsprachen. Das sorbische Volk – neben den Sinti und Roma, Dänen und Friesen eine der vier autochthonen Minderheiten in Deutschland – ist in der Ober- und Niederlausitz in Sachsen und Brandenburg beheimatet.

Quelle: Pressemitteilung

Kommentar hinterlassen...