Beiträge auf sorben.org zum Thema Vogelhochzeit

Zur traditionellen Vogelhochzeit empfängt Kultusminister Roland Wöller sorbische Kinder aus Crostwitz

Ein Vogel wollte Hochzeit machen…
Kinder aus dem Sorbischen Kindergarten und der Sorbischen Grundschule Crostwitz werden am Montag (26. Januar 2009) das Sächsische Kultusministerium besuchen, um die traditionelle Vogelhochzeit zu feiern. Jährlich wird bereits am 25. Januar in der Oberlausitz die Vogelhochzeit (sorbisch: ptači kwas) mit traditioneller sorbischer Hochzeitstracht begangen. An diesem Tag feiern Sroka(Elster) und Hawron(Rabe) Hochzeit. Am Vorabend stellen die Kinder leere Teller ans Fenster und erhalten Gebäck in Vogel- und Nestform bzw. Süßigkeiten. Damit belohnen die Vögel ihre kleinen Freunde für ihre Fütterung in der kalten Jahreszeit.

Kultusminister Roland Wöller empfängt die kleinen Gäste 10:30 Uhr im Sächsischen Kultusministerium vor dem Ministerbüro (Raum 318), Carolaplatz 1, 01097 Dresden.
Quelle: Pressemitteilung des SMK

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Terminübersicht Februar 2009

Abendvogelhochzeitsprogramm in Crostwitz - 01.02.2009
Im Jednota in Crostwitz veranstaltet das Sorbisches National-Ensemble das Abendvogelhochzeitsprogramm. Start: 16 Uhr

Vorstellung der sorbischen Laientheatergruppe in Nebelschütz - 01.02.2009
„Radšo muža hač scyła žane mjerzanje”, Vorstellung der sorbischen Laientheatergruppe Crostwitz e.V. in Nebelschütz. Start: 16 Uhr

Vorstellung der sorbischen Laientheatergruppe in Schönau - 08.02.2009
„Radšo muža hač scyła žane mjerzanje”, Vorstellung der Sorbischen Laientheatergruppe Crostwitz e.V. in Schönau. Start: 16 Uhr

Vorstellung der sorbischen Laientheatergruppe in Radibor - 22.02.2009
„Radšo muža hač scyła žane mjerzanje” Vorstellung der Sorbischen Laientheatergruppe Crostwitz e.V. in Radibor, Gasthaus „Meja”. Start: 16:30 Uhr

Jugendtheater Dzeci - 05.02.2009
Im Burgtheater Bautzen wird das Stück “Dźěći” von Edward Bond vom Jugendtheater des sorbischen Gymnasiums am DSVTheater in obersorbisch aufgeführt. Start: 18 Uhr

Auf zum Zapust! Kurse zum Anziehen der wendischen Tracht - 10.02.2009 bis 10.02.2009
In Vorbereitung auf den Fastnachtsumzug und die Tanzabende in den Orten können interessierte Frauen und Mädchen noch einmal üben, wie das Halstuch gefaltet und gesteckt und die Schleife gebunden wird. Die nächsten Anziehkurse finden statt:

* am Dienstag, 10. Februar, 18:30 Uhr, in der Trachtenschneiderei Heinze in Cottbus-Sielow
* am Mittwoch, 11. Februar, 19:00 Uhr, in Horno/bei Forst im Vereinsraum

Bitte zum Kurs das eigene Halstuch mitbringen!

Weitere Nachfragen und die Anmeldung sind in der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus unter Telefon (0355) 79 28 29 möglich.
Quelle: Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur

Heimat -
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen!

Am nächsten Donnerstag, 12. Februar, veranstalten die Brandenburgische Technische Universität Cottbus und der Domowina-Regionalverband Niederlausitz e.V. das zweite gemeinsame Kolloquium zu sorbischen/wendischen Themen. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 11:00 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude, Seminarraum 4.

“Heimat – wozu?” lautet der Titel des Kolloquiums. Der Domowina-Regionalverband Niederlausitz e.V. und der BTU-Studiengang Kultur und Technik haben den “traditionellen Heimatbegriff” in den Mittelpunkt dieser Veranstaltung gesetzt, um ihn im Zusammenhang mit den Begriffen “Globalisierung” und “Mobilität” zu diskutieren. Wissenschaftler der Universität Potsdam und der BTU, Studierende und Schüler sowie Vertreter der sorbischen Kultur werden sich mit dem Heimatbegriff auseinandersetzen und letztendlich der Frage nachgehen, ob ein Mensch ohne Wurzeln leben kann.

Im Anschluss an Vorträge und Diskussion können die Gäste der Veranstaltung um 18:00 Uhr das Hörspiel “Krabat” von Daniel Ebert und Sebastian Tschöpel im quasiMONO, Erich-Weinert-Straße 2, miterleben.

Bereits im Dezember 2008 organisierten Studierende des Studiengangs Kultur und Technik die “Krabatnacht”. Die Präsentation des Buches “Krabat. Analysen und Interpretationen”, erschienen im Universitätsverlag der BTU, zeigte, dass sorbische/wendische Symbolfiguren und Mythen ebenso wie die Lausitzer Region überhaupt ein Thema sind.

Zuvor, im November 2008, unterzeichneten die BTU Cottbus und der Domowina-Regionalverband Niederlausitz e.V. einen Kooperationsvertrag, welcher die bestehende gute Zusammenarbeit vertiefen und stabilisieren soll. Die Zusammenarbeit zwischen der Universität und der nationalen Organisation der Sorben/Wenden, der Domowina, hat allerdings bereits eine zweijährige Tradition. Schon im November 2007 fand das erste wissenschaftliche Kolloquium zum Thema “Sind die sorbische/wendische Sprache und Identität noch zu retten?” an der Cottbuser Uni statt. An diese kontroverse Fragestellung soll das diesjährige Kolloquium mit dem Titel “Heimat – wozu?” anknüpfen.
Quelle: Domowina

Vorträge zur sorbischen Geschichte - 16.02.2009 bis 18.02.2009
Vorträge zur sorbischen Geschichte in Burg-Spreewald, Haus der Begegnung, eine gemeinsame Veranstaltung der Schule für niedersorbische Sprache und Kultur Cottbus (Tel. 0355 – 79 28 29, E-Mail: Niedersorbische_Sprachschule@t-online.de)
und der Tourismusinformation Burg. Die Reihe beginnt mit einem Vortrag des Historikers Dr. Peter Schurmann am Montag mit dem Vortrag „Auf den Spuren der Geschichte der Sorben im Spreewald“ Zeit:10 – 11:30 Uhr

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Vogelhochzeit

Vogelhochzeit

Vogelhochzeit (Danke an pixilla.de )

Die Vogelhochzeit ist europaweit in einigen Regionen anzutreffen, richtig ausladend wird dieser Brauch in den sorbischsprachigen Gebieten gefeiert. Obersorbisch heißt die Vogelhochzeit, “Ptači kwas”, auf niedersorbisch “Ptaškowa swajzba”.
Am Vorabend des 25. Januar stellen die Kinder Teller auf das Fensterbrett oder vor die Tür ins Freie. Vögel, die gemäß dem Brauch an diesem Tag Hochzeit halten – und tatsächlich fangen zu dieser Zeit die ersten Vögel mit dem Balzen an, überbringen dann etwas von ihrer Festtafel. Sie wollen sich durch diese Beteiligung der Kinder am Hochzeitsmahl für die Winterfütterung bedanken. Die Teller werden über Nacht mit Süßigkeiten und aus Teig gebackenen Vögeln gefüllt. Besonders typisch sind dabei mit Zuckerguss überzogene Teigvögel. Größter Beliebtheit erfreuen sich auch die Schmätzl (Baiservögel oder -häubchen, die innen noch weich und klebrig sind). Auch so genannte Cremenester (bestehend aus einem Keksboden, darauf eine Cremeschicht in Form eines Nestes mit dunkler Schokolade überzogen und bunten Zuckereiern in der Mitte) gehören zur Vogelhochzeit.
In den sorbischen Gemeinden stellen die Kinder Elster und Rabe, Braut und Bräutigam dar und tragen selbstgebastelte Vogelkostüme oder sogar die sorbischen Hochzeitstrachten der entsprechenden Regionen anstatt des sonst üblichen Federkleides. Neben der Braut und dem Bräutigam gibt es auch noch die Patinnen und den Hochzeitsbitter, der der „Zeremonienmeister“ auf sorbischen Hochzeiten ist. Dann ziehen sie, in szenischem Spiel oder Festumzügen, zum Stolz und zur Freude der Erwachsenen, durch das Dorf.

Danke an Jana für die Anmerkungen und Jörg

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