Beiträge auf sorben.org zum Thema Serbske Nowiny

Serbske Nowiny bleibt als Tageszeitung erhalten

Tageszeitung Serbske Nowiny

Der DJV (Deutscher Journalisten-Verband) wendetete sich mit einer Resolution zum Erhalt der sorbischsprachigen Tageszeitung Serbske Nowiny an die Bundesregierung , die Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg sowie den Rat der Stiftung für das sorbische Volk. Die Resolution fordert auf alles dagegen zu unternehmen, dass die vom Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen geforderte Umwandlung der Serbske Nowiny zu einem Wochenblatt. Die Antragsteller begründeten die Resulution damit, “dass das täglich gedruckte Wort für den Erhalt und die Entwicklung der sorbischen Sprache unerlässlich” sei.

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Sorbischsprachige Zeitung – “Serbske Nowiny”

Logo der Serbske Nowiny

Logo der Serbske Nowiny


Die einzige Tageszeitung in Obersorbischer Sprache, die “Serbske Nowiny”, wurde 1842 in Bautzen gegründet. “Serbske Nowiny” bedeutet im Deutschen “Sorbische Nachrichten”. Die Zeitung erscheint fünf mal in der Woche. Einmal im Monat wird eine deutschsprachige Zusammenfassung herausgegeben. Aufgrund des doch eher kleinen Abnehmerkreises wird die Zeitung durch die Stiftung für das sorbische Volk subventioniert.
1937 wurde die Zeitung durch das herrschende Regime verboten und nahm erst im Juli 1947 ihren Betrieb wieder auf.

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Serbske Nowiny muss unabhängiges Sprachrohr der zweisprachigen Lausitz bleiben

“Die Serbske Nowiny soll offenbar zu einer Vereinszeitung gemacht und zur Hofberichterstattung gezwungen werden”, kritisiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Brangs, die Äußerungen führender Vertreter der Sorbischen Stiftung und der Domowina e.V. in den vergangenen Wochen. Bei seinem heutigen Redaktionsbesuch in Bautzen habe er den Eindruck gewonnen, dass die von der Domowina angestrebte neue Gesellschafterkonstruktion für die Domowina Verlags GmbH mit Blick auf die sorbischen Printmedien den Interessen einer unabhängigen und uneingeschränkten Berichterstattung entgegensteht. “Die Serbske Nowiny und ihr Chefredakteur Benedikt Dyrlich haben sich in den vergangenen Jahren, durch eine offene Berichterstattung im Interesse der sorbischsprachigen Bevölkerung und einer hohen Transparenz legitimiert. Das dabei auch kritische Worte beispielsweise über Entscheidungsträger in der sorbischen Stiftung und Domowina gefallen sind, ist Teil der Pressefreiheit und sogar Aufgabe der Presse”, so der Landespolitiker. In jedem Fall sei die Zeitung aber ihrer Rolle als eigenständiges Sprachrohr des sorbischen Volkes gerecht geworden. “Es bleibt zu fragen, ob die geplante Übernahme der Abendzeitung durch die politische Vertreterin der Sorben nicht eigentlich eine ganz andere Ursache hat”, so Brangs.
Er werde, sagte der Abgeordnete, unverzüglich das Gespräch mit Wissenschaftsministerin Ludwig suchen und darauf drängen, die Strukturen im Fördersystem der sorbischen Stiftung und der Domowina auch mit Blick auf familiäre und berufliche Verwebungen und die Abhängigkeiten von Mitgliedern des Bundesvorstandes zu hinterfragen. Darüber hinaus sprach sich Brangs für die weitere Förderung der sorbischen Kultur und Sprache auf dem bisherigen finanziellen Niveau aus. „ Es ist wichtig, dass wir zügig zu neuen vertraglichen Grundlagen der Förderung durch den Freistaat Sachsen, dem Land Brandenburg und der Bundesregeierung kommen.“

Quelle: Pressemitteilung der SPD-Fraktion Sachsen

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