Beiträge auf sorben.org zum Thema Niedersorben

Die Sorben – Hintergrundwissen kompakt

Sorben

Flagge des Sorbischen Volkes

Die Sorben sind ein westslawisches Volk. Sie sind eine nationale Minderheit und leben in keinem eigenen Staat, besitzen kein Mutterland oder gar Autonomiegebiete. Ihre Heimat ist die Lausitz. Die Lausitz ist ein Gebiet welches sich vom norden Sachsens bis zum süden Brandenburgs zieht. Die in Sachsen lebenden Sorben werden auch als “Obersorben” bezeichnet und die im brandenburgischen Teil als “Niedersorben” oder Wenden. Dementsprechend sprechen sie Obersorbisch oder Niedersorbisch. Die kulturellen Zentren sind einerseits Bautzen, andererseits Cottbus. Da deutsche Staatsbürger ihre Nationalitätenzugehörigkeit nicht angeben müssen, kann nur geschätzt werdebn, dass es noch 20.000 aktiv sprechende Sorben gibt bzw. 60.000 nach subjektivem Zugehörigkeitsgefühl. Laut einer Studie stirbt jede Sprache mit unter 1 Mio “Sprechern” über kurz oder lang aus, weswegen Sorbisch auf der Liste bedrohter Sprachen steht.

Das sorbische Siedlungsgebiet ist die größte geschlossene Trachtenregion in Deutschland. Von ehemals 10 Trachtenvarianten sind heute nur noch 4 in den Regionen um Bautzen, Schleife, Hoyerswerda und Cottbus lebendig. Die Nationaltrachten bilden als Ausdruck materieller Volkskultur, diese Kultur wird viele Trachtenvereine am leben gehalten.

Viele Sitten und Bräuche werden heute genauso noch praktiziert wie vor hundertden Jahren und ziehen viele Touristen an. Wie z.b. u.a. Winter und- Frühlingsbräuche wie die Vogelhochzeit, wendische Fastnacht, Osterfeuer und Hexenbrennen, Maibaumaufstellen und-werfen. Sowie Erntebräuche wie das Hahnrupfen, Hahnschlagen, Stoppelreiten und Kranzstechen.

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Kommunalwahl Brandenburg: Sorben dürfen nicht antreten

Bei den brandenburgischen Kommunalwahlen im Landkreis Spree-Neiße am 28. September kann die Wählergruppe Bund Lausitzer Sorben (Domowina) leider aufgrund eines Formfehlers nicht teilnehmen. Die Liste mit Unterstützerunterschriften ist nicht bis zum vereinbarten Datum im Kreiswahlbüro eingegangen.

Es schien sich allerdings um ein versehen gehandelt haben , da die Wählergruppe der Auffassung war die Liste würde abgeholt werden und so sendete die zuständige Wahlbehörde diese Liste erst einen Tag nach Fristablauf an den Kreiswahlleiter.

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