Die Sorben - ihre Umgebung - ihre Sagen - 26.02.2009
Die Sorben künstlerisch in den Mittelpunkt gestellt
Rohne „Eigentlich fing es mit der Malerei bei mir schon damals in der Schule an. Ich war begeistert davon und bin bis heute nicht davon losgekommen“, erzählt Jörg Tausch-Höhn.
Der 41-Jährige aus Rohne stellt ab kommendem Sonntag unter der Überschrift „Die Sorben – ihre Umgebung – ihre Sagen“, eine Vielzahl seiner Arbeiten in der Turmvilla Bad Muskau aus.
In seiner kleinen Werkstatt etwas abseits vom Rohner Dorfkern entstehen die Bilder von Jörg Tausch-Höhn, der staatlich geprüfter Stukkateurmeister und Restaurator ist, und heute freischaffend arbeitet. „Eigentlich stamme ich aus Hoyerswerda, wo ich früher in der Schule auch einen Zeichenzirkel besuchte, doch wegen meiner Freundin lebe und arbeite ich jetzt seit gut drei Jahren in Rohne“, so der Künstler, der schon recht frühzeitig mit den Sorben in Berührung kam.
Die Sorben faszinierten Jörg Tausch-Höhn mit ihrer Kraft und Wahrhaftigkeit so sehr, das er bis heute nicht von ihm lassen kann und will. „Meine gemalten Bilder, die auch als Ölgemälde in Spachteltechnik entstehen, erzählen zum Teil aus den vielen Sagen der Sorben und den Landschaften“, erzählt der Rohner.
Mit seinem Bleistift hat der Künstler unter anderem auch schon die Sagenfigur Krabat verewigt.
Am liebsten male er Portraits und Landschaften. Seine Motive findet er direkt vor der Haustür in Rohne, wie er erzählt. „Ich mache natürlich auch viele Naturstudien, male aber auch im Atelier aus dem Gedächtnis heraus. Ich will kein Foto imitieren, sondern mit meiner Malerei meine Stimmung ausdrücken“, so der Künstler. Seit Jahren beteiligt sich Jörg Tausch-Höhn an Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen. „Derzeit stelle ich einige meiner Werke auch im Zejler-Smoler-Haus in Lohsa aus“, berichtet der Rohner. Im kommenden Jahr sei eine Ausstellung im Sorbischen Kulturzentrum Schleife geplant.
Zugang zur sorbischen Sprache und Kultur fand der Künstler auch durch seine Freundin, die aus Rohne stammt. Auch im Sorbischen Folkloreensemble Schleife tanzte sie einige Zeit mit. „An den sorbischen Sagenfiguren fasziniert mich die Nähe zum Leben, die Nähe zur täglichen Arbeit, die Nähe zur Natur“, so der Maler, der gegenwärtig an einem großformatigen Tagebaubild arbeitet. Vor allem der Hoyerswerdaer Maler Kurt Klinkert brachte ihm einst die Sorben näher.
Die neue Ausstellung mit den Werken von Jörg Tausch-Höhn öffnet am Sonntag um 15 Uhr im Oleander in Bad Muskau. Die musikalische Umrahmung übernehmen die Dudelsackspieler des Sorbischen Folkloreensemble Schleife.
André Kurtas
Quelle: Pressemitteilung
