Ausstellung "Nach Berlin! Spreewälder Ammen und Kindermädchen in der Großstadt" - 21.10.2008 bis 17.02.2009


In der sich rasant entwickelnden Metropole Berlin, die auch einen explosiven Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hatte, entstand nicht zuletzt ein großes Vermögen, welches zunehmend auch für die Finanzierung eines aufwendigen Lebensstils verwandt wurde. Mit dieser Entwicklung stieg auch der Bedarf an häuslichem Personal, der nicht mehr allein aus der Stadt heraus gedeckt werden konnte. So nahm der Zuzug von Mädchen aus Kleinstädten und vom umliegenden Land, besonders aus Gebieten mit niedriger Lebenshaltung, nach Berlin immens zu. Dienstmädchen vom Lande galten gegenüber denen der Stadt als fleißig, treu, rechtschaffen, ehrlich, genügsam und vor allem gehorsam. So stammte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ein großer Teil des Berliner Dienstpersonals aus der Lausitz. Die Anstellung in städtischen, bürgerlichen Haushalten besaß hohes Ansehen in der sozial schwächer gestellten Heimat. Frauen in ihren sorbischen (wendischen) Trachten gehörten bis zum 1. Weltkrieg zum Stadtbild Berlins. Di bis Fr 8.30−18.00 Uhr, Sa und So 14.00−18.00 Uhr
Adresse: Wendisches Museum, Mühlenstr. 12, 03046 Cottbus

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