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	<title type="text">Sorben Blog</title>
	<subtitle type="text">Ein Blog über die Sorben und ihr Leben</subtitle>

	<updated>2011-12-02T00:08:19Z</updated>

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		<title type="html"><![CDATA[Sorben am Abgrund zwischen Gold, Kupfer und Kohle]]></title>
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		<updated>2011-05-03T16:45:18Z</updated>
		<published>2011-04-30T20:40:59Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Blog" /><category scheme="http://www.sorben.org" term="Sorben in der Welt" />		<summary type="html"><![CDATA[&#8220;Witajci k nam&#8221; heißt willkommen in der unweit Berlins beginnenden undsich über die Länder Brandenburg und Sachsen streckenden Lausitz. Schon vor 1.600 Jahren wurde die Lausitz von Sorben kultiviert. Die Lausitz, oder Lužica, wie das wasserreiche Land von dessen First Nation zärtlich genannt wird, ist eine der ältesten und auch an Bodenschätzen wie Gold, Platin, [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/sorben-am-abgrund-zwischen-gold-kupfer-und-kohle.html"><![CDATA[<p>&#8220;Witajci k nam&#8221; heißt willkommen in der unweit Berlins beginnenden undsich über die Länder Brandenburg und Sachsen streckenden Lausitz. Schon vor 1.600 Jahren wurde die Lausitz von Sorben kultiviert. Die Lausitz, oder Lužica, wie das wasserreiche Land von dessen First Nation zärtlich genannt wird, ist eine der ältesten und auch an Bodenschätzen wie Gold, Platin, Kupfer und seltenen Erden reichsten Kulturlandschaften Europas. Diese Schätze könnten sich als Segen für die von der Kohlelobby als strukturschwach stigmatisierte Region entpuppen. Aber dazu bräuchte sie couragierte Politiker. Wie in DDR-Zeiten dominiert weiter die Kohlelobby das Land.</p>
<p>&#8220;Ein Viertel unserer gesamten Nation ist von der Kohlelobby aus der Heimat gezwungen worden. Sorben stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand obwohl es intelligentere Technologien und Bodenschätze im Überfluss gibt.&#8221;, warnte Jan Nuk, der Vorsitzende des sorbischen Nationalverbandes Domowina in der Londoner Foreign Press Association, dem ältesten und größten Presseclub der Welt. Wenig später war Anspannung in den Gesichtern der Sorbenvertreter zu spüren, als sich ihnen das Tor zum Buckingham Palace öffnete. Die Sorben brachten 2002 das erste Auslandsgeschenk überhaupt zum Golden Jubilee nach London. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges wagten Sorben damit wieder einen Vorstoß in London. 1946 warben sie dort vergeblich um den Anschluss des Sorbenlandes an Tschechien. Die kleinste slawische Nation und eine der ältesten Minderheiten Deutschlands kämpft heute ums Überleben.</p>
<p>Doch Lausitzer Sorben sind zuversichtlich. Denn in vielen Jahrhunderten haben sie eine agile interkulturelle Kompetenz erworben. Aus der Lausitz kommt Stanislav Tillich, der erste sorbische Ministerpräsident. Musiker der von München bis Hamburg gefeierten Kultband Silbermond sprechen Sorbisch, auch wenn deren deutsches Management das nicht publik machen will. Im mit &#8220;brillianten Stars&#8221; wie Daniel Brühl oder Robert Stadlober besetzten und von den FOX-Studios vertriebenen &#8220;Fantasy Abenteuerfilm&#8221; KRABAT fehlt jeglicher Hinweis, dass der &#8220;Bestseller&#8221; KRABAT ursprünglich als sorbisches Freiheitsepos von Mircin Nowak-Njechornski verfasst wurde. Ein Verhüllen und Vertuschen, so als gelte es einen Makel zu verbergen.</p>
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		<title type="html"><![CDATA[Neuer Vorsitzender der Domowina]]></title>
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		<updated>2011-03-26T16:43:54Z</updated>
		<published>2011-03-26T16:43:54Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Blog" />		<summary type="html"><![CDATA[Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, die für die Belange der hiesigen Sorben innerhalb der Sächsischen Staatsregierung die Zuständigkeit innehat, gratulierte heute auf der 15. Domowina – Hauptversammlung dem neuen Vorsitzenden der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V., David Statnik, zu seiner erfolgreichen Kandidatur. Mit der Wahl eines erst 27-jährigen Kandidaten trete [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/neuer-vorsitzender-der-domowina.html"><![CDATA[<p>Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, die für die Belange der hiesigen Sorben innerhalb der Sächsischen Staatsregierung die Zuständigkeit innehat, gratulierte heute auf der 15. Domowina – Hauptversammlung dem neuen Vorsitzenden der Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V., David Statnik, zu seiner erfolgreichen Kandidatur. Mit der Wahl eines erst 27-jährigen Kandidaten trete ein neuer Abschnitt in der langen Geschichte dieses Volkes ein.</p>
<p>„Ich gratuliere dem neuen Vorsitzenden von ganzem Herzen zur Wahl. Mit großem Interesse verfolge ich die Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe in einem Moment,“ so die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, „in dem richtungsweisende Lösungen für das Fortbestehen der sorbischen Sprache und der über Jahrhunderte hinweg überlieferten Traditionen von Nöten sind. Aus den Händen Ihres geschätzten Vorgängers übernehmen Sie den Staffelstab zu einem Zeitpunkt, der gerade durch das Ringen nach bestmöglichen Strukturen für die sorbische Gemeinschaft geprägt ist. Vor allem die Frage nach der künftigen Rolle der Domowina als Interessenvertretung des sorbischen Volkes bedarf einer Lösung, zu der ich Ihnen viel Kraft und Durchsetzungsvermögen wünsche.“</p>
<p>Nach Ansicht von Sabine von Schorlemer steht zweifelsfrei fest, dass sich die Domowina auch weiterhin für die Belange des sorbischen Volkes und den Erhalt und die Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur ebenso einsetzen wird wie für die Anerkennung, Toleranz und Verständigung zwischen den Völkern. Sie wünscht dem neugewählten Vorsitzenden für seine Amtszeit die Kraft, aufbauend auf den Erfahrungen der älteren Generation mit großem Weitblick und jugendlichem Schwung all die anstehenden Aufgaben und auftretenden Probleme einer einvernehmlichen Klärung zuzuführen.<br />
Quelle: PM des Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst</p>
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		<title type="html"><![CDATA[Domowina und Vattenfall bleiben Kooperationspartner]]></title>
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		<updated>2011-03-04T15:57:08Z</updated>
		<published>2011-03-04T15:55:52Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Blog" />		<summary type="html"><![CDATA[Die im Jahr 2007 unterzeichnete Kooperationserklärung von Domowina und Vattenfall bleibt weiterhin Grundlage der Zusammenarbeit beider Partner. Das bekräftigten heute Vertreter von Domowina und Vattenfall im Heimatmuseum Dissen. Damit unterstützt Vattenfall auch für die kommenden drei Jahre die sorbische Bevölkerung in der Bergbauregion bei der Wahrung und Entwicklung ihrer sozialen und ethnischen Identität. Innerhalb der [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/domowina-und-vattenfall-bleiben-kooperationspartner.html"><![CDATA[<p>Die im Jahr 2007 unterzeichnete Kooperationserklärung von Domowina und Vattenfall bleibt weiterhin Grundlage der Zusammenarbeit beider Partner. Das bekräftigten heute Vertreter von Domowina und Vattenfall im Heimatmuseum Dissen. Damit unterstützt Vattenfall auch für die kommenden drei Jahre die sorbische Bevölkerung in der Bergbauregion bei der Wahrung und Entwicklung ihrer sozialen und ethnischen Identität. Innerhalb der zurückliegenden drei Jahre konnte bereits eine Vielzahl von Projekten in der Niederlausitz sowie der Schleifer Region umgesetzt werden, die in einer Publikation dokumentiert sind.</p>
<p><center><img class="aligncenter size-medium wp-image-2426" title="F60-im-tagebau" src="http://www.sorben.org/wp-content/uploads/2010/04/F60-im-tagebau-300x96.jpg" alt="" width="300" height="96" /></center></p>
<p>„Seit über 100 Jahren wird in der Lausitz Braunkohle gewonnen. Noch nie hatten die Sorben für die Förderung ihrer Sprache und Kultur daran partizipiert, obwohl es sich um Bodenschätze ihrer angestammten Heimat handelt. Vattenfall hat nun erstmalig anders gehandelt. Darüber sind wir froh und hoffen auf dieser Basis in angemessener Form weiter Unterstützung zu finden&#8221;, so der Vorsitzende der Domowina, Jan Nuck.</p>
<p>„Die Förderung von Braunkohle greift in die Siedlungsstrukturen der Lausitz ein und beeinflusst in den betroffenen Ortschaften auch die sorbische Bevölkerung. In den letzten drei Jahren haben wir auf Grundlage der gemeinsamen Kooperationserklärung mit der Domowina konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Mit der nun verlängerten Vereinbarung gibt Vattenfall ein klares Bekenntnis zur weiteren Unterstützung ab. Wir hoffen, dass dieser vertrauensvolle Umgang beibehalten wird und die kommenden drei Jahre vielversprechende Projekte hervorbringen&#8221;, sagte Prof. Dr. Detlev Dähnert, Leiter Bergbauplanung/Genehmigung der Bergbau- und Stromerzeugungssparte bei Vattenfall.</p>
<p>Projektschwerpunkte für den nun avisierten Zeitraum bilden vor allem die Pflege der sorbischen Sprache, die Stärkung und Sicherung des sorbischen Lebens und der sorbischen Kultur. Dazu ist eine verstärkte Verknüpfung mit den Medien geplant genauso wie vermehrte Projekte in der Kunst und Kultur. Bild- und Tonmaterialien sowie Erinnerungen in Archiven, Bibliotheken, Museen und Heimatstuben werden durch die Kooperation gefördert. Sie sollen bei der Wahrung und Entwicklung der ethnischen Identität helfen.</p>
<p>Quelle: <a rel="nofollow" href="http://www.vattenfall.de/de/pressemitteilungen-detailseite.htm?newsid=9A87491473824CBD92D9837B72635A42" target="_blank">Pressemitteilung von Vattenfall</a></p>
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		<title type="html"><![CDATA[Ausbeutung Lausitzer Bodenschätze unter panamaischer Flagge]]></title>
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		<updated>2011-05-07T18:32:24Z</updated>
		<published>2011-02-08T21:10:11Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Allgemein" /><category scheme="http://www.sorben.org" term="Ralph Kappler" />		<summary type="html"><![CDATA[08.02.2011, HALO ENERGY Brüssel &#8211; Reiche Bodenschätze werfen neuen Glanz auf die Lausitz und wecken sie aus dem von der Braunkohlelobby verordneten Dornröschenschlaf. Als Tochter der panamaischen Minera S.A. wirbt die KSL Kupferschiefer GmbH um Schürfrechte in der Lausitz. Die Sorben, die First Nation der Lausitz seit über 1.600 Jahren, müssen jetzt den Ausgleich für [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/ausbeutung-lausitzer-bodenschatze-unter-panamaischer-flagge.html"><![CDATA[<p>08.02.2011, HALO ENERGY Brüssel &#8211; Reiche Bodenschätze werfen neuen Glanz auf die Lausitz und wecken sie aus dem von der Braunkohlelobby verordneten Dornröschenschlaf. Als Tochter der panamaischen Minera S.A. wirbt die KSL Kupferschiefer GmbH um Schürfrechte in der Lausitz. Die Sorben, die First Nation der Lausitz seit über 1.600 Jahren, müssen jetzt den Ausgleich für abgeführte Milliardenwerte und deswegen auch noch ausstehende Grundrechte<br />
erkämpfen.</p>
<p>In der Sorbenheimat wurden Edelmetalle im mehrstelligen Milliardenwert<br />
entdeckt. So neben 2,7 Millionen Tonnen Kupfer auch Gold, Platin, Silber und Zink. Noch dominiert dort das Matrjoschka Prinzip. Denn die KSL GmbH ist nur eine Tochter der unter panamaischer Flagge schürfenden Minera S.A.; die wiederum eine Tochter der kanadischen Inmet Mining Firma ist. Inmet Mining steht dann unter Leitung eines Aachener Geologen, des CEO Jochen Tilk. Die ausstehende Bürgerbeteiligung könnte nun für etwas Vertragstransparenz sorgen. Ein Happy End wird die euphorische Schatzsuche aber nur finden, wenn neben Arbeitsplätzen auch satte Gewinne in die Region fliessen; so Investitionen in Bildung, in Lausitzer Hochschulen und die sorbisch-deutsche WITAJ Sprachinitiative.</p>
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		<title type="html"><![CDATA[Sorben fordern angemessenen Return für abgeschöpfte Milliardenwerte]]></title>
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		<updated>2011-05-03T17:25:25Z</updated>
		<published>2011-01-09T14:51:28Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Sorben in der Welt" /><category scheme="http://www.sorben.org" term="Ralph Kappler" />		<summary type="html"><![CDATA[HALO ENERGY, Brüssel, 9 Jan 2011 &#8211; Die Sorben, eine der ältesten Minderheiten Deutschlands, fordern jetzt die demokratische Selbstbestimmung und einen angemessenen Return für aus der Lausitz abgeschöpfte Milliardenwerte. Die Lausitz ist ein an Bodenschätzen, wie Kupfer und seltenen Erden, reiches Land. Tief in der Lausitzer Erde wurde auch Neodymium gefunden, das zur Herstellung von [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/sorben-fordern-angemessenen-return-fur-abgeschopfte-milliardenwerte.html"><![CDATA[<p>HALO ENERGY, Brüssel, 9 Jan 2011 &#8211; Die Sorben, eine der ältesten Minderheiten Deutschlands, fordern jetzt die demokratische Selbstbestimmung und einen angemessenen Return für aus der Lausitz abgeschöpfte Milliardenwerte. Die Lausitz ist ein an Bodenschätzen, wie Kupfer und seltenen Erden, reiches Land. Tief in der Lausitzer Erde wurde auch Neodymium gefunden, das zur Herstellung von Windturbinen benötigt wird. Damit erhellt sich die Perspektive der von der Braunkohle Lobby in der Vergangenheit als strukturschwach stigmatisierten Lausitz.</p>
<p><center><div id="attachment_2426" class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-2426" title="F60-im-tagebau" src="http://www.sorben.org/wp-content/uploads/2010/04/F60-im-tagebau.jpg" alt="" width="540" height="174" /><p class="wp-caption-text">Förderbrücke in der Lausitz</p></div></center></p>
<p>Schon heute symbolisieren Umwelttechnologien mehr als jeder andere Industriesektor „Made in Germany“. Immer mehr Menschen arbeiten in wissensintensiven und regenerativen Technologiesektoren. „Es ist daher eine unverantwortliche Trägheit, wenn die deutsche Politik weiter so tut als gäbe es nur Vattenfall, als sei man auf diesen die Kulturlandschaften und sorbische Dörfer zerstörenden Kohlestromer noch angewiesen“, erklärt HALO Initiator Ralph Kappler. Bereits im Mai 2002 hatte HALO ENERGY als erste Organisation den weltweiten Medien Fokus auf die Lausitz Region gerichtet. Mit einem Empfang Sorbischer Vertreter in Buckingham Palace sowie einer Pressekonferenz in der Foreign Press Association hatte HALO von London aus die erste CleanTech Kampagne für die Lausitz lanciert.</p>
<p>Als eine der ältesten Minderheiten Deutschlands haben Sorben bereits seit 1600 Jahren die an Bodenschätzen und Gewässern reiche Lausitz kultiviert. Während des DDR-Regimes wurden über 70 Lausitzdörfer allein durch die Ausbeutung der Kohlevorkommen zerstört, was die Zersetzung des sorbischen Volkes trotz verfassungsrechtlicher Garantien kultureller Integrität beschleunigte. Selbst nach über 20 Jahren der Deutschen Vereinigung gibt es noch keine demokratisch legitimierte Vertretung des sorbischen Volkes. Sämtliche Mittel sorbischer Institutionen werden darüber hinaus noch von einer durch Deutsche dominierten Stiftung kontrolliert. Was klar dem EU-Recht widerspricht.</p>
<p>Doch die Lausitzer Sorben sind zuversichtlich. In über 1600 Jahren haben sie eine agile interkulturelle Kompetenz erworben. Die Lausitz stellt mit Stanislav Tillich den ersten sorbischen Ministerpräsidenten. Es sind nun vor allem junge Sorben und engagierte Lausitzer Bürger, die in Berlin und Brüssel gegen die einseitige Abschöpfung von Milliardenwerten und für eine nachhaltige Regionalentwicklung werben.</p>
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		<title type="html"><![CDATA[Was Sorben von österreichischen Bauernfrauen lernen können]]></title>
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		<id>http://www.sorben.org/?p=2742/index.html</id>
		<updated>2011-01-08T10:37:39Z</updated>
		<published>2011-01-07T16:34:40Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Dopisnica z Brussela" />		<summary type="html"><![CDATA[von Ralph Thomas Kappler (Tomaš Kappa), Brüssel Lassen Sie sich zum Jahresbeginn zu einem Gedankenspiel verführen. Was könnten Sorben wohl von niederösterreichischen Bäuerinnen lernen? Wie liesse sich wirkungsvoller Aufmerksamkeit für das kleinste Slawische Volk erreichen? Die Antwort liegt Ihnen nicht gleich auf der Zunge? Nach Jahrhunderten des aufrechten Ganges durch deutsche Geschichte sind nicht wenige [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/was-sorben-von-osterreichischen-bauernfrauen-lernen-konnen.html"><![CDATA[<div id="attachment_1584" class="wp-caption alignright" style="width: 129px"><img class="size-medium wp-image-1584 " title="Tomaš Kappa" src="http://www.sorben.org/wp-content/uploads/2009/08/ralph-kappler-199x300.jpg" alt="" width="119" height="180" /><p class="wp-caption-text">Tomaš Kappa</p></div>
<div class="author">von Ralph Thomas Kappler (Tomaš Kappa), Brüssel</div>
<p>Lassen Sie sich zum Jahresbeginn zu einem Gedankenspiel verführen. Was könnten Sorben wohl von niederösterreichischen Bäuerinnen lernen? Wie liesse sich wirkungsvoller Aufmerksamkeit für das kleinste Slawische Volk erreichen? Die Antwort liegt Ihnen nicht gleich auf der Zunge? Nach Jahrhunderten des aufrechten Ganges durch deutsche Geschichte sind nicht wenige Sorben einer melancholischen Innerlichkeit und bitterem Klagen verfallen. Ein Blick in das dezemberliche EU-Parlament von Brüssel könnte helfen, den Horizont zu weiten. Österreichische Bäuerinnen führen dort mit schlichtem Charme vor, wie sich Aufmerksamkeit auch für abgelegene Regionen bewirken lässt.</p>
<p>Vorab sei aber die verzwickte deutsch-sorbische Problematik in Erinnerung gerufen. Denn der Weg aus dem Schatten der Unmündigkeit führt nur über die Zumutung ungeschminkten Erinnerns. Wir erinnern uns also. Selbst nach über 20 Jahren der Deutschen Vereinigung gibt es noch keine demokratisch legitimierte Vertretung des sorbischen Volkes. Sämtliche Mittel werden noch von einer durch Deutsche dominierten Stiftung kontrolliert. Das widerspricht klar der EU-Politik. Die Erinnerung reicht weiter zurück. Ein Schlüsselereignis datiert auf das Jahr 939. Da hatte ein martialischer Markgraf unbekannter Herkunft durch mörderisches Kriegstreiben grosse Karierre gemacht. Den Aufstieg verdankte Markgraf Gero einem blutigen Gastmahl. Unter Vortäuschung friedvoller Absichten lud er dreißig Wendenfürsten zu einem Festmahl, nur um sie dann des nachts heimtückisch zu meucheln. Gero beraubte so die dem deutschen Expansiondrang widerstehenden Slawen der Führungsschicht. Über den letzten Kreuzzug Geros gegen Niederlausitzer Sorben im Jahr 963 n. Chr. berichtete der Chronist Widukind: „In dieser Zeit besiegte Markgraf Gero mit härtester Kampfführung die Slawen, welche sich Lusizer nennen und unterwarf sie sich vollständig, obgleich nicht ohne eigene schwere Verwundung und unter Verlust auch vieler anderer Männer.“ Sorben waren also damals couragiert.</p>
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		<title type="html"><![CDATA[Sorbischer Brauch: Ostersingen]]></title>
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		<id>http://www.sorben.org/?p=2732/index.html</id>
		<updated>2010-12-19T22:23:54Z</updated>
		<published>2010-12-19T22:23:54Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Bräuche" />		<summary type="html"><![CDATA[Ostersingen ist ein sehr alter Brauch und ist vielerorts schon in Vergessenheit geraten. Frauen und Mädchen beginnen genau Mitternacht zum Ostersonntag damit die frohe Kunde der Auferstehung zu verbreiten. Sie tragen dabei eine Laterne, die den Sieg des Lebens (Licht) über den Tot (Dunkelheit) symbolisiert und ziehen singend von Haus zu Haus.]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/sorbischer-brauch-ostersingen.html"><![CDATA[<p>Ostersingen ist ein sehr alter Brauch und ist vielerorts schon in Vergessenheit geraten.<br />
Frauen und Mädchen beginnen genau Mitternacht zum Ostersonntag damit die frohe Kunde der Auferstehung zu verbreiten. Sie tragen dabei eine Laterne, die den Sieg des Lebens (Licht) über den Tot (Dunkelheit) symbolisiert und ziehen singend von Haus zu Haus.</p>
]]></content>
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		<title type="html"><![CDATA[Sorbische Lobby-Trägheit]]></title>
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		<id>http://www.sorben.org/?p=2698/index.html</id>
		<updated>2010-12-04T14:43:58Z</updated>
		<published>2010-12-04T14:13:37Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Allgemein" /><category scheme="http://www.sorben.org" term="Ralph Kappler" />		<summary type="html"><![CDATA[SERBSKE NOWINY, Dez. 2010: Schirmherr der diesjährigen X. Internationalen Konferenz artifizieller sorbischer Musik war niemand Geringeres als der Präsident des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek. Initiert hatte dieses Patronat Ralph Kappler, der aus Königswartha stammt und heute in Brüssel als EU-Kommunikationsberater tätig ist. Über Lobby-Arbeit unterhielt sich mit ihm für Serbske Nowiny Cordula Ratajczak. Wie kommt [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/sorbische-lobby-tragheit.html"><![CDATA[<p>SERBSKE NOWINY, Dez. 2010: Schirmherr der diesjährigen X. Internationalen Konferenz artifizieller sorbischer Musik war niemand Geringeres als der Präsident des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek. Initiert hatte dieses<br />
Patronat Ralph Kappler, der aus Königswartha stammt und heute in Brüssel als EU-Kommunikationsberater tätig ist. Über Lobby-Arbeit unterhielt sich mit ihm für Serbske Nowiny Cordula Ratajczak.</p>
<p>Wie kommt es , dass sie sorbische Lobby-Arbeit machen?</p>
<div id="attachment_1584" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a rel="nofollow" href="http://edit.sorben.org/wp-content/uploads/2009/08/ralph-kappler.jpg"><img class="size-medium wp-image-1584 " title="Ralph Kappler" src="http://www.sorben.org/wp-content/uploads/2009/08/ralph-kappler-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ralph Kappler</p></div>
<p>R. Kappler: Für mich ist das zuerst freiwillige Netzwerkarbeit, die von der Industrie finanzierten Lobbyisten sind eher Gegenspieler. Unsere Familie in Königswartha gehört zu den Tausenden Lausitzer Familien, die im Jahrhundert der deutschen Diktaturen auch unter massivem Zwang germanisiert worden sind. Das beschäftigt mich seit langem. Ich versuche Teile meiner sorbischen Identität für mich zurückzugewinnen. Und frage weiter: Wie kann das schlummernde Potenzial vieler Deutscher mit sorbischen Wurzeln auf moderne, Europa zugewandte Weise geweckt werden? Und wie können wir die Kompetenzen der aus der Lausitz abgewanderten Leistungsträger für die Region fruchtbar machen? Schließlich könnte so jeder von uns ein kleiner Botschafter der Lausitz werden.</p>
<p>Haben die Sorben eine Lobby?</p>
<p>R. Kappler: Eine starke Vertretung, wie sie etwa die Friesen, Dänen oder jüdischen Mitbürger haben, fehlt uns noch. Meiner Erfahrung nach findet auch durch die Funktionäre der Domowina keine zeitgemäße Netzwerkarbeit statt. Man ruht sich zu sehr auf alten Strukturen aus. Die Domowina liess ja selbst die von mir bereits 1992 initiierten Kontakte zum Buckingham Palace einschlafen, obwohl ich dort für sie einen Empfang organisiert hatte. Wo aber sind die jungen Sorben? Nicht alles hängt von finanziellen Mitteln ab. Manche Defizite haben eher mit unglaublicher Trägheit zu tun.</p>
<p>Zum Beispiel?</p>
<p>R. Kappler: Trägheit ist, wenn man so tut, als sei man auf die „Sponsorengelder“ der die letzten sorbischen Kulturlandschaften und Dörfer zerstörenden Braunkohle angewiesen. Das ist Unsinn, unredlich und eben auch Gedankenfaulheit. Denn in Sachsen, Deutschland und auch international gäbe es hunderte potenzielle Unternehmen, Organisationen und Stiftungen, die sorbische Themen zu ihrem Anliegen machen und fördern könnten – wenn man sie nur gezielt ansprechen würde. Das findet aber nicht statt. Wenn die Sorben sich also nicht aus der erstickenden Umklammerung von Vattenfall &amp; Co freikämpfen, werden wir bald unter diesem atomar-fossilen Koloss unterge pflügt.</p>
<p>Wozu brauchen die Sorben eine Lobby?</p>
<p>R. Kappler: Ganz einfach zum Überleben. Netzwerkarbeit ist in der Demokratie selbstverständlich. Demokratie sollte eine sorbische Selbstverständlichkeit sein. Aber 20 Jahre nach der Deutschen Vereinigung gibt es noch nicht einmal eine demokratisch gewählte und legitimierte Vertretung des sorbischen Volkes!<br />
Ein Skandal und unhaltbarer Zustand. Sämtliche Mittel werden dazu noch von einer durch Deutsche dominierten Stiftung kontrolliert. Das widerspricht klar demokratischen Grundregeln und der EU-Politik. Das müssen wir nun stärker über Brüssel, und warum nicht auch über London oder Prag, auf die Agenda setzen.</p>
<p>Quelle: Text &amp; Bild via Ralph Kappler</p>
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		<author>
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		<title type="html"><![CDATA[Sorbisch modern: Mode, Tracht und neue Wege]]></title>
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		<updated>2010-08-04T10:16:54Z</updated>
		<published>2010-08-04T10:14:05Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Allgemein" /><category scheme="http://www.sorben.org" term="Bräuche" /><category scheme="http://www.sorben.org" term="Niederlausitz" />		<summary type="html"><![CDATA[Die Niederlausitz ist ein Ort der Gegensätze. Dies wird von den hier Lebenden oft genauso empfunden, wie von den Besuchern der Gegend. Dem, nicht zuletzt durch Brüche hervorgerufenen, Charme der Region können sich aber die Wenigsten entziehen. Schon im 6./7.Jahrhundert besiedelten die Sorben/Wenden die Lausitz als Minderheit. Historische Siedlungsgebiete, Infrastrukturen und ländlich-soziales Leben müssen den [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/sorbisch-modern-mode-tracht-und-neue-wege.html"><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-2562 alignright" title="(c) pool-production.de" src="http://www.sorben.org/wp-content/uploads/2010/08/sorbisch-modern-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></p>
<p>Die Niederlausitz ist ein Ort der Gegensätze. Dies wird von den hier Lebenden oft genauso empfunden, wie von den Besuchern der Gegend. Dem, nicht zuletzt durch Brüche hervorgerufenen, Charme der Region können sich aber die Wenigsten entziehen. Schon im 6./7.Jahrhundert besiedelten die Sorben/Wenden die Lausitz als Minderheit.</p>
<p>Historische Siedlungsgebiete, Infrastrukturen und ländlich-soziales Leben müssen den Schritt in die Moderne wagen, ohne das Tradierte auszugrenzen. Hier einen Weg zu finden, der Alt und Jung, Sorben/Wenden und Lausitzern</p>
<p>genügend Spielraum für ein Miteinander bietet, ist eines der zentralen Zukunftsthemen der Region und des Projektes sorbisch modern. Die sorbische/wendische Tracht als Inspiration für die Mode war grundlegende Idee des</p>
<p>Projektes. In der Auseinandersetzung mit der Tracht Neues lernen, die Schönheit des Alten erkennen und</p>
<p>daraus Neues zu kreieren ist der Anfang für weitreichende Fragen, Ansätze, Themen die das Projekt sorbisch modern in Hinsicht auf Zukunftsperspektiven der Sorben und der Lausitzer hinterfragt:</p>
<ul>
<li>Was möchten wir bewahren?</li>
<li>Was werden wir erinnern wollen?</li>
<li>Was können wir in die heutige Zeit übersetzen?</li>
<li>Welchen Weg kann die Lausitz in Anbetracht aller Voraussetzungen nehmen?</li>
</ul>
<p>Das Projekt möchte etwas in Gang setzen, dass allen gerecht werden kann! Ziel ist die Auseinandersetzung mit und die Weiterentwicklung von sorbischer/wendischer Kultur, die Wahrnehmung und Wertschätzung regionaler</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-2563" title="(c) pool-production.de" src="http://www.sorben.org/wp-content/uploads/2010/08/sorbisch-modern-2-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></p>
<p>Potentiale und die Gestaltung moderner Textilien. Am Ende sollen messbare Impulse  für die Wirtschaft der Region stehen. Den Weg dorthin will sorbisch modern ebnen. Eine Modenschau und Ausstellungen, die den Arbeitsprozess dokumentieren, bereiten den Anfang. In Diskussionsforen, Workshops und einer öffentlichen Auseinandersetzung steht die Beschäftigung mit dem Thema im Fokus. Unternehmen, Fachverbände und Institutionen werden aufgerufen, sich an dem Diskurs zu beteiligen. Die Region wird ein Miteinander  der Generationen als Chance für die Zukunftsfähigkeit der Region begreifen  und umsetzen müssen.</p>
<p>Das Projekt möchte eine konstruktive Form des „Zusammen nach vorn“ etablieren! Anfang des Jahres öffneten die Sorben/Wenden ihre Archive und Museen und gewährten Studierenden der staatlich anerkannten privaten Hochschule AMD Akademie Mode &amp; Design, Studienzentrum Berlin, einen Einblick in die sorbische/wendische Trachtenwelt. Muster, Farben, Spitzen, Perlen, Handwerkstechniken: die Vielfalt ist groß.</p>
<p>Im Laufe des Sommersemesters entwickelten die Studierenden des Studiengangs „Mode Design (B.A.)“ ihre eigenen Kreationen. Zur Berlin Fashion Week wurden die Kollektion und ein Magazin vorab vorgestellt. Am 28.8.10 wird die gesamte Kollektion in einer Modenschau in Guben, in der Alten Färberei präsentiert.</p>
<p>Quelle: Fotos und Text (c) pool-production.de</p>
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			<name>Erik</name>
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		<title type="html"><![CDATA[&#8220;Störfall Atomkraft&#8221; im Berliner Abgeordnetenhaus]]></title>
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		<updated>2010-08-03T11:57:32Z</updated>
		<published>2010-08-03T11:34:20Z</published>
		<category scheme="http://www.sorben.org" term="Blog" /><category scheme="http://www.sorben.org" term="Dopisnica z Brussela" />		<summary type="html"><![CDATA[Eingeladen von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus räumten die Herausgeber der &#8220;Störfall Atomkraft&#8221; Publikation Karl-Wilhelm Koch, Astrid Schneider und Ralph Kappler mit Märchen der Atomlobby auf. Sie belegten analytisch, dass Atomkraft weder kostengünstig noch sicher ist. Klar wurde auch, dass Uran mitnichten eine einheimische Energiequelle ist und Deutschland durch Merkels Atompolitik in unverantwortliche Abhängigkeit undemokratischer Krisenregionen [...]]]></summary>
		<content type="html" xml:base="http://www.sorben.org/storfall-atomkraft-im-berliner-abgeordnetenhaus.html"><![CDATA[<div id="attachment_2554" class="wp-caption alignright" style="width: 278px"><img class="size-medium wp-image-2554 " title="stoerfall_atomkraft-Ralph_Kappler" src="http://www.sorben.org/wp-content/uploads/2010/08/stoerfall_atomkraft-Ralph_Kappler-268x300.jpg" alt="Störfall Atomkraft" width="268" height="300" /><p class="wp-caption-text">Störfall Atomkraft</p></div>
<p>Eingeladen von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner<br />
Abgeordnetenhaus räumten die Herausgeber der &#8220;Störfall Atomkraft&#8221;<br />
Publikation Karl-Wilhelm Koch, Astrid Schneider und Ralph Kappler mit Märchen der Atomlobby auf. Sie belegten analytisch, dass Atomkraft weder kostengünstig noch sicher ist. Klar wurde auch, dass Uran mitnichten eine einheimische Energiequelle ist und Deutschland durch Merkels Atompolitik in unverantwortliche Abhängigkeit undemokratischer Krisenregionen gelenkt wird. Denn laut EURATOM kamen 2009 über 27,4 Prozent der gesamten weltweit gewonnenen Uranproduktion aus der vormaligen Sowjetregion Kasachstans;<br />
einem geopolitischen Hexenkessel.</p>
<p>Felicitas Kubala, umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Berliner<br />
Abgeordnetenhaus, forderte gerade auch für die deutsche Hauptstadt eine ökologischere und wirtschaftlich nachhaltige Energieversorgung. Ralph Kappler überraschte gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion mit einem Zitat des unter dubiosen Umständen zurückgetretenen Bundespräsidenten. Denn es war eben dieser Horst Köhler, der erklärt hatte: „Ich kenne keinen einzigen seriösen Wissenschaftler, der behauptet, mit Atomenergie könnten unsere Energieprobleme gelöst werden.“ Kappler verwies dann auf Nachfolger Christian Wulff, der über Jahre als einer der wendigsten CDU Atompolitiker agiert hatte. Wulff wurde einige Tage nach der Podiumsdiskussion und erst nach drei quälenden Wahlgängen an Stelle des Bürgerrechtlers Joachim Gauck von Angela Merkel zum neuen Bundespräsidenten gekürt. Mit präzisen technischen Details belegte Dr. Valerie Wilms (MdB) als ausgebildete Ingenieurin am Beispiel des gegenwärtig wegen Störungen und schwerer Sicherheitsmängel stillstehenden Atomkraftwerkes Krümmel, wie gefährlich die veraltete und hochriskante Vattenfall Siedewasserreaktor-Technologie ist. Auch Nachrüstungen helfen da wenig, weil alte und neue Bauteile technisch nicht zusammen passen. Eine wichtige Forderung der Grünen ist daher die umgehende Stillegung der ältesten und störanfälligsten Reaktoren.</p>
<p><strong>Immer mehr Uran kommt aus heißer Krisenzone Kasachstans</strong></p>
<p>Astrid Schneider räumte mit einer der frechsten Atomlügen auf. Denn das Uran der deutschen Atommeiler kommt mehr und mehr aus unsicheren Krisenregionen. &#8220;Uran ist absolut kein einheimischer Energieträger, da<br />
Deutschland hier zu 100 Prozent importabhängig ist. Auch abhängig von Kasachstan, das in hochexplosiven Krisenherden zwischen Afghanistan, Pakistan, China, Russland und dem Iran liegt.“, erklärte die Grüne<br />
Abgeordnete Astrid Schneider. Die von der Industrie und dem Bundeswirtschaftsministerium systematisch verschleierte Uran Versorgungslage, kritisierte Schneider scharf. Denn selbst auf der Homepage des Bundeswirtschaftsministerium wird fälschlich behauptet, dass Uran eine „einheimische Energiequelle&#8221; sei, nur weil der Teilschritt der „Veredelung“ des Urans in Deutschland erfolge. Sie belegte anhand – auch beim IPCC kursierender Atom-Szenarien &#8211; dass die sogenannte nukleare Renaissance ideologisch getrieben auf spekulativen Uran-Ressourcen und eher spekulativen Technologien, wie z.B. auf der immer wieder in die weit entfernte Zukunft verschobenen schnellen Brütertechnologie oder der Nuklearfusion, fußt.</p>
<p><strong>Deutsche Atommeiler sind allgemeingefährlich unterversichert</strong></p>
<p>Wäre eine Energiezukunft mit mehr Atomkraft sicherer und billiger für die Verbraucher? „Im Falle einer Reaktorkatastrophe wären die deutschen Atombetreiber allgemeingefährlich unterversichert.“, so Astrid Schneider, die im Berliner Abgeordnetenhaus für Verbraucherschutz zuständig ist. Schneider erklärte, dass die Haftpflicht für Atomkraftwerke in Deutschland nur 2,5 Milliarden Euro beträgt. Laut Schweizer Atomaufsicht betrügen die erwarteten Kosten für einen GAU ca. 4.3 Billionen Euro. Dieser Schaden ist aber das 1700-fache (!) der lächerlich geringen Atom Haftpflichtsumme von 2,5 Milliarden Euro. Die gigantischen Schäden und Folgeschäden würden profithungrige Atomkraftbetreiber auf die Allgemeinheit und damit die geschädigten Bürger abwälzen. Nicht zu reden davon, dass Deutschland auf unabsehbare Zeit zur nuklear verseuchten „No Go Area“, also noch unter das Level eines dysfunktionalen Entwicklungslandes, herabsinken würde.</p>
<p><strong>Sachverständigenrat sieht Licht am Ende des Tunnels</strong></p>
<p>Im Kontext des avisierten Energiekonzeptes der Bundesregierung wurden mit der Störfall Atomkraft Podiumsdiskussion vom 25. Juni 2010 die tatsächlichen Atomkosten, die Uranversorgungslage und Störfallbilanz thematisiert. Anhand einer aktuellen Studie wurde aber auch ein kontrastierender Ausblick von Dr. Christian Hey mit dem machbaren Umstieg auf 100% regenerative Energien bei weiter laufendem Atomausstieg geboten. Bei entsprechendem politischem Willen ist die regenerative Energiewende in 30 Jahren zu 100 Prozent möglich, so der Generalsekretär des Sachverständigenrates der Bundesregierung Dr. Christian Hey.</p>
<p>Ralph Thomas Kappler<br />
STÖRFALL ATOMKRAFT unter: <a rel="nofollow" href="http://www.vas-verlag.de">www.vas-verlag.de</a><br />
Internet: www.halo-energy.com</p>
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