Beiträge auf sorben.org zum Thema
Neues sorbisches evangelisches Gesangbuch
Jubiläum: Vor 300 Jahren erschien das erste obersorbische Gesangbuch
Erste Hör-CD in Schleifer Sorbisch
Unter dem Titel „Z mójogo žywjenja“ (Aus meinem Leben) liegt nun eine Hör-CD mit einer Auswahl an Texten vor, in denen der Halbbauer Hanso Njepila aus Rohne (1761-1856) aus seinem Leben berichtet. Herausgeber ist der Domowina-Kreisverband Weißwasser.
Dies ist ein Beitrag ganz im Sinne der auf der diesjährigen Hauptversammlung des Kreisverbandes erneut zum Ausdruck gebrachten Forderung nach mehr Projekten zur Förderung des Schleifer Sorbisch.
Mit der CD haben alle Liebhaber des Schleifer Dialektes, Slawisten und weitere Interessenten erstmals die Gelegenheit, diesen in der Schleifer Region nur noch von wenigen Menschen gesprochenen Dialekt zu hören.
Am Freitag, dem 30. April 2010, überreichte der Domowina-Regionalsprecher Manfred Hermasch (1. von links) dem Vorsitzenden des Vereins Njepila-Hof e. V. Manfred Nickel (2. von links) die ersten Exemplare. Die Aufnahmen wurden in Regie des SAEK Bautzen realisiert, auf dem Foto dessen Leiter Michael Ziesch (2. von rechts). Die Redaktion lag in den Händen von Božena Braumann, Mitarbeiterin der Domowina für die Schleifer Region.
Die CD ist auf dem Njepila-Hof in Rohne, in der Sorbischen Kulturinformation in Bautzen und in der Lodka in Cottbus zu einer Schutzgebühr von 3,50 Euro erhältlich.
Foto: S. Kutsche
Kontakt:
Manfred Hermasch
Regionalsprecher Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V.
Friedensstraße 65 / 02959 Schleife
Tel. 035773 76154 / Fax: 76155
m.hermasch@sorben.com
Text per Email von Marcel Braumann
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Das Sorbischen Nationalensembles Bautzen ladt herzlich zum gemeinsames folkloristischen Tanzprogramm “Von der Lausitz bis zur Tatra”
Auftreten werden:
- Sorbisches Folkloreensemble WUDWOR mit Männergesangsgruppe “PŘEZPÓLNI”
- Tanzensemble FREUNDSCHAFT aus Cottbus
- Folkloregruppe KUBÁNKOV SEN aus Bratislava in Ungarn
Die Auftritte sind am 29. Mai um 16 und 19:30 Uhr im Saal des Sorbischen Nationalensembles Bautzen
Tanzgala: „Sorbische Hochzeit. Serbski kwas" - 22.05.2010
Viermal Hochzeit und ein erstklassiges Menü
Bei der Tanzgala „Sorbische Hochzeit. Serbski kwas” gibt es erstmals gleich vier Arten der Sorbischen Hochzeit und zünftiges Hochzeitsessen.
Das hat es noch nie gegeben. Am 22. Mai werden erstmals alle vier Arten der Sorbischen Hochzeit in Bautzen gefeiert. Auf der Bühne der Stadthalle Krone sind dann 80 Sänger, Tänzer und Musiker des Sorbischen National-Ensembles in der Bautzener Tracht der Evangelischen Hochzeit, der katholischen Oberlausitzer Tracht, der Blunoer und der Niedersorbischen Hochzeitstracht mit temperamentvollen Tänzen und traditionellen Liedern zu erleben.
Zwischen den Vorführungen wird das typisch sorbische Hochzeitsessen serviert. Organisiert wird die Veranstaltung durch den Tourismusverein Bautzen. Die Musik für das bunte Hochzeits-Programm stammt unter anderem von den sorbischen Komponisten Detlef Kobjela, Jan Ziesch und Jan Bulang. Der langjährige Tanzdramaturg des Sorbischen National-Ensembles, Jan Domaschke, hat die strengen Rituale der unterschiedlichen sorbischen Hochzeiten zusammengetragen. Für den Teil der „Katholischen Hochzeit um Wittichenau„ verarbeitete er diese typischen Rituale.
Braschka führt das Wort
So kommt bei dieser Hochzeitszeremonie auch der Hochzeitsbitter, der Braschka, zu Wort. Er ist traditionell der erfahrene wirtschaftliche Berater, mit dem Braut und Bräutigamm alles besprechen: die Zahl der einzuladenden Gäste, die ganze Anordnung des Festes, wie viel zu schlachten und zu backen ist. Am Hochzeitstag sind selbstverständlich Bräutigam (nawozenja) und Braut (njewjesta) die wichtigsten Personen. Ihnen zur Seite stehen in der Oberlausitz neben dem Braschka die Brautjungfern, Druschkas genannt, und die Beschützerinnen, sorbisch Slonka. In der Niederlausitz nennt sich die Beschützerin Babka. Sie sitzt während der Trauung auf dem Brautwagen.
Für die Braut beginnt der Hochzeitstag schon sehr früh. Das Anlegen der sorbischen Trachten dauert oft mehr als zwei Stunden. Bezüglich der Brauttracht gibt es große Unterschiede zwischen der Ober- und Niederlausitz. In der Oberlausitz trägt die Braut die borta, eine hohe, zuckerhutförmige Mütze aus schwarzem Samt. Sie ist ein Zeichen der Jungfräulichkeit. Ihre obere Kante umschließt ein Myrtenkranz. Dicht darunter sitzt ein Reif von kleinen goldenen Münzen und zwölf Sternchen. Grüne und weiße Bänder aus Seide wallen vom Hinterkopf herab.
Die charakteristische Kopfbedeckung der niedersorbischen Braut ist die hupac, der Wiedehopf, benannt nach seinem bunten nach rückwärts hinausragendem Kopfputz. Vorherrschend sind die Farben schwarz, weiß und grün. Der Männer tragen einen schwarzen Frack und Zylinder. Die Kostüme für den Gala-Abend sind den Originalen nachempfunden. Im Fundus des Sorbischen National-Ensembles befinden sich über 3000 Trachten und Kostüme.
Salonorchester Dresden spielt zum Tanz
Viele der typischen Abläufe, wie der Brauthandel, das Reichen von Brot, Salz und Apfel, das feierliche Umkleiden der Braut, das Ankleiden der Braut durch die Patin, das Aufsetzen des Myrtenkranzes, werden choreographisch bei der Gala „Sorbische Hochzeit. Serbski kwas” gezeigt. Das Programm moderiert Kristina Nerad. Wie bei jeder zünftigen sorbischen Hochzeit klingt auch der Bautzener Abend bei Tanz aus. Es musiziert das Dresdener Salonorchester.
Der Eintritt zur Gala “Sorbische Hochzeit” kostet 42 Euro. Im Preis sind das Menü und der Tanzabend enthalten. Karten gibt es im Hotel Holiday Inn Bautzen, im Sorbischen National-Ensemble Bautzen und in der Tourist-Information Bautzen.
VVK-Stellen
Holiday Inn Bautzen Wendischer Graben 20 (03591) 49 20
Sorbisches National-Ensemble Bautzen, Äußere Lauenstraße 2 (03591) 35 81 07
Tourist-Information Bautzen, Hauptmarkt 1, (03591) 4 20 1
Quelle: www.sorbische-hochzeit.de
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